
Der Antiquar Dean Corso ist über die Jahre zum Spezialisten für die Beschaffung extrem seltener Bücher geworden, der für seine Auftraggeber mit detektivem Spürsinn und kleinen Betrügereien meist erfolgreich nach den gewünschten bibliophilen Schätzen sucht.
Der reiche Exzentriker Boris Balkan, selber Sammler, engagiert Corso für einen besonderen Auftrag. Er sammelt Bücher, die den Teufel zum Inhalt haben und zeigt Corso ein besonders seltenes Exemplar – „Die neun Pforten ins Reich der Schatten“, geschrieben von Aristide Torchia – das er einem anderen Sammler einen Tag vor dessen Selbstmord abkaufen konnte:
„Das Buch soll einen Weg beschreiben, den Teufel herbeizurufen und in neun Schritten in sein Reich einzuziehen – vorausgesetzt, man ist in der Lage, die versteckten Rätsel des Buches zu entschlüsseln und deren Botschaft richtig zu deuten. Das Buch enthält als Hinweis dazu neun Holzschnitte, welche als eine Art Bilderrätsel die Lösung enthalten sollen. Es wird vermutet, dass der Autor seine Inspiration für sein Werk aus dem Delomelanicon hat, einer Schrift, die angeblich von Luzifer persönlich verfasst wurde. Torchia wurde deswegen von der Inquisition festgenommen und auf dem Scheiterhaufen zusammen mit seinen restlichen Büchern verbrannt.“(Wikipedia, 7.3.2011).
Weltweit soll es nur noch drei Exemplare geben, von denen eines gefälscht ist. Corso soll sie finden und mithilfe von Balkans Exemplar die echten identifizieren. Er macht sich auf den Weg, wird offensichtlich vefolgt und gerät immer wieder in gefährliche Situationen, aus denen ihn eine geheimnisvolle Unbekannte rettet. Seltsamerweise scheinen die Abbildungen in dem geheimnisvollen Buch auch auf seine in der Gegenwart stattfindenden Erlebnisse hinweisen. Er reist um die Welt, und scheint dem Geheimnis immer näher zu kommen. Doch es ist alles anders, als er denkt …
Schwarzhumoriger Mystery-Thriller nach dem Roman „Der Club Dumas (Originaltitel: El club Dumas) von Autor Arturo Pérez-Reverte unter der Regie von Roman Polanski mit einem zynisch-zurückhaltenden Jonny Depp als Dean Corso und Frank Lengella als arrogantem, machtbesessenen Exzentriker. Der Film, ästhetisch ausgesprochen ansprechend, ja geradezu opulent bebildert, entfaltet seine Spannung nicht durch bombastische Effekte, sondern eher durch mysteriöse Rätsel und spät enthüllte, zunächst unerklärliche düstere Zusammenhänge. Atemlos verfolgt man Corsos Suche und die überraschenden Volten des Filmes, der bis in die Nebenrollen mit beeindruckenden schauspielerischen Leistungen glänzt. Feine Ironie und der unwiderstehliche Charme des Morbiden gehen dabei eine unvergleichlich magische Wirkung ein, der man sich bis zum spektakulären Showdown nicht entziehen kann.
ein unglauchlich guter film – leider viel verkannt. polanski ist mein absoluter lieblingsregisseur.
lg petra
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Im Gegensatz zu den vielen banalen Durchschnittsfilmen werden seine Werke jedenfalls Bestand haben …!
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durchschnittsfilme, werden aber auch von jedermann verstanden 😉
na lassen wir das…. 😉
lg petra
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Ja genau! Ich wollte es ja nicht so betonen, aber die Besprechungen hier richten sich natürlich an die Überdurchschnittlichen … 😉
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😀
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Toller Film, mehrmals gesehen.
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Einfach gut gemacht und immer wieder sehenswert …!
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Ein Film, den ich schon viele Male gesehen haben. Er bekommt ja oft nicht so positive Kritiken, ich denke, zu Unrecht. Deine Rezension sagt über den Film genau das, was mir persönlich an ihm so überaus gefällt.
Liebe Grüße von der Silberdistel
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Liebe Silberdistel, danke für Deinen Kommentar!
Manchen negativen Rezensionen darf man nicht trauen … und dieser Film hat schon das Zeug zum Klassiker des Genres!
Liebe Gruesse von Jarg
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Tönt spannend.
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Ist er auch … man sieht atemlos der Geschichte zu bis zum furiosen Ende.
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Lieber Jarg,
diesen Film habe ich vor Jahren mit großer Freude gesehen. Es ist an der Zeit den wieder aus dem Schrank zu holen. 🙂
Ein schönes Wochenende wünschen wir dir auch Bonn und Cley
Dina und Klausbernd, Siri & Selma
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Liebe Dina, dann wünsche ich ein schönes Wiedergegeben des Films.
Danke für die guten Wünsche zum Wochenende, die ich wegen erkaeltungsbedingtem Totalausfall erst jetzt beantworten kann: immerhin schafften wir es noch zur Schatzsuche in die Kunsthalle, was fast so spannend war wie Polanskis Film 😉
Beste Gruesse an Dich, Klausbernd und die Buchfeen von
Jarg aus dem fruehlingshaften Hamburg
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So ist es. Toller Film!
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Grandioser Film, den man ruhig mehrmals sehen kann und immer wieder etwas Neues dabei entdeckt. Ein toller Johnny Depp, wobei ich persönlich noch immer die Konstellation Johnny Depp – Tim Burton für das Höchste der Gefühle halte! Trotzdem sehr zu empfehlen der Film, da bin ich ganz Deiner Meinung! 😉
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Ja, einer jener Filme, die zu sehen immer wieder schön ist. In der Kombination mit Tim Burton ist mir leider unverzeihlicherweise einiges entgangen bis auf „Charlie …“ – aber das kann ja noch werden 😉
Herzlich grüsst
Jarg
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