
So ein Nashorn ist unerhört praktisch und nützlich: man kann es als Kleiderständer verwenden, als Lampenschirm oder als Rückenkratzer. Es frisst schlechte Zeugnisse, bevor die Eltern sie sehen, ist praktisch, wenn man vom Vater extra Taschengeld verlangt oder den Acker pflügen will. Sicher, es lässt sich nicht so gerne baden, macht Türen ein wenig ungeschickt auf, ist recht schwer auf dem Schoß und mag Tischabfälle – mit Tisch. Dafür aber ist es unschlagbar als unversinkbares Schlachtschiff, überrascht einen gern, lässt sich gut umsorgen, wenn es krank ist und auch zum Abspielen alter Schallplatten benutzen, wenn man keinen Plattenspieler hat.
„Und es lässt sich ganz leicht lieben“.
Meerschweinchen, Hamster, Katzen und Hunde hat ja jeder. Das 1999 verstorbene Multitalent Shel Silverstein (Musiker, Komponist, rehbuchautor, Zeichner) war mit seinen Kinderbüchern in den USA und anderswo sehr erfolgreich. Nach einigen anderen Büchern von ihm wurde nun endlich aus das wunderbare Nashornbuch ins Deutsche übertragen: Harry Rowohlt ist das unerhört gut gelungen, so dass aus dem vierzigseitigen, schön gestalteten Bilderbuch auch in der Übersetzung ein herrlicher Spaß wird aus schrägen Bildern und passenden sprachwitzigen, typografisch schön gesetzten Worten.
Für alle Nashornfreunde von vier bis sechs Jahren und darüber hinaus sehr empfohlen.
Ich will sofort ein Nashorn – aber nur eines, das auch gern Treppen steigt! 🙂
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Da hätte die Treppe bestimmt ein Problem … 😉
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… auch wieder wahr … 😉
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Und wieder ein schöner Hinweis, vielen Dank!
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Gern geschehen. Zauberhaftes Wochenende!!
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Hat dies auf Meine Bibliothek ist toll! rebloggt und kommentierte:
Schön!
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Danke. Und danke fü das Rebloggen!
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Ach Jarg, wie wunderbar!!!! Danke schön!
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Aber immer gerne doch. So, jetzt hänge ich meine Jacke ans Rhinohorn und arbeite weiter.
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