
Nach dem dunkel-melancholischen, introvertierten „The crying light„ legen Anthony and the Johnsons ein weiteres Album mit wundervollem Kammerpop vor, dem die volle Aufmerksamkeit des Ohres zu schenken sich in jeder Hinsicht lohnt. War „The crying light“ ausgesprochen zurückhalten arrangiert, lässt sich das Ausnahmetalent Anthony Hegarty diesmal von geradezu üppigen Instrumentierungen mit Streichern, Gitarrensoli, ja Bläsern begleiten. Und wieder springt der Zauber rüber, ist man tief berührt von den lyrischen Songs, die Hegarty unnachahmlich vorträgt. Wunderbar etwa „The Great white ocean“, gefolgt von „Fletta“, gesungen im Duett mit Björk. Romantisch das soulige „I’m in love“, nahezu fröhlich dagegen „Thank you for your love“. Zartbittere, melancholische Songs über Einsamkeit, Liebe, Verlust und Tod, Musik voller Zerbrechlichkeit und Komplexität. Wer sich darauf einlässt, sich der Musik wirklich hingibt, wird belohnt mit einer Musik von rätselhafter, fast magischer Schönheit, verstörend zuweilen und immer tief berührend.
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