The Something Rain / Tindersticks

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„At the albums heart lies the memory of the people we have lost in these last two years, but we were in no mood to be maudlin. It’s to them. But it’s for us. We are still drinking, laughing, crying, fighting, fucking, making our music. They wouldn’t have wanted it any other way.“ (Tindersticks-Frontmann Stuart A. Staples zu „The Something Rain“)
Es gibt Musikalben, deren Songs Geschichten erzählen, denen man wieder und wieder zuhört, als wären sie der Soundtrack zu einem Film, der vor dem inneren Auge abläuft, während man den Songtexten lauscht, getragen vom Klang der Musik.
Mit „The Something Rain“ ist der mittlerweile gut zwanzig Jahre alten britischen Independent-Band Tindersticks ein solches Album gelungen. Stuart A. Staples warme, rauhe Weiterlesen

A Creature I don’t know / Laura Marling

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Mit 16 Jahren wurde Laura Marling durch einige per MySpace verbreitete Songs in der britischen Indie Szene einem größeren Hörerkreis bekannt. Der Indie-Status hielt aber zumindest vom Label her nicht lange an, denn bereits für „Alas I cannot swim“ wurde Virgin auf sie aufmerksam. Mit „A creature I don’t know“ legt die 21jährige, zeitweise mit dem Mitbegründer von Mumford & Sons, Marcus Mumford, liierte Musikerin, die eine bemerkenswerte warme, heiser-rauhe Stimme besitzt und sowohl Gitarre als auch Piano spielt, mittlerweile ihr drittes Album vor und beeindruckt erneut mit wunderbarem Neo-Folk-Pop. Ihre Musik ist dabei beeinflusst von Countryrock, Bluegrass und Blues, verwendet Elemente aus Walzer, Soul und Jazz und reicht in der Bandbreite von bewegt bis still.
Herausragend und sehr in die Beine gehend ist das dunkle, traurig-romantische Weiterlesen

Viktoria / Maria Mena

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Die Norwegerin Maria Mena begeistert seit 2001 mit ihrer Musik. Jargsblog widmete sich bereits ausführlich ihren Alben „Cause and effect“ und „Apparently unaffected„.
Auch das neue Album ist es wert, Beachtung zu finden: auf „Vikoria“, das seinen Titel ihrem zweiten Vornamen verdankt, finden sich vorwiegend Weiterlesen

I am the man / Simone White.

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Vielleicht geht es Ihnen genauso: sie haben ein brandneues Musikalbum gehört, sind schwer begeistert von dem neuentdeckten Künstler und forschen nach früheren Veröffentlichungen. So ging es mir bei Simone White, deren Album „Yakiimo“ bereits auf Jargsblog empfohlen wurde.
Auch mit „I am the man“ erfüllt die kalifornische Songwriterin die Erwartungen, die ihr drittes Album „Yakiimo“ bei mir geweckt hatte: ein Weiterlesen

Build a rocket boys! / Elbow


Leider droht ja in unserer Zeit des Musikhäppchendownloads die Albumkultur verloren zu gehen. „Built a rocket boys“ von Elbow zwigt eindrucksvoll, was ein gut gemachtes Album zu leisten vermag: es nimmt den Hörer mit auf eine akustische Reise, verlangt ihm aber auch die volle Aufmerksamkeit ab, verweigert, als Hintergrundplätschern gehört zu werden.
Die Musik von Elbow lässt auch gar nichts anderes zu, den bereits der erste, sacht mit einem Ticken beginnende Track „The Birds“ um die Begegnung eines Weiterlesen

Cornershop and the Double ‚O‘ Groove Of / Cornershop


Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Musik. In diesem Sinne gilt es, dem anhaltenden, auf die Stimmung gehenden Dauerregen etwas entgegenzusetzen: Jargsblog empfiehlt dafür heute die britische Independent-Rockband Cornershop, die an Jarg unverständlicherweise zwanzig Jahre lang vorbeigegangen ist. Das Geniale an Cornershop ist, dass britscher Pop mit Weiterlesen

Hest / Kakkamaddafakka

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Norwegen ist – musikalisch betrachtet – das England der 2010er Jahre. Warum? Weil aus diesem Land einfach unglaublich gute Musik kommt. Da gibt es zum Beispiel die Kings of Convenience … die hier nur deshalb eine Rolle spielen, weil Erlend Oye von KoC auch als Produzent arbeitet. Und als solches das zweite Album der norwegischen Independent-Band „Kakkamaddafakka“ herausgebracht hat. Ok, der Name der Band klingt für deutsche Ohren jetzt vielleicht nicht unbedingt soo Weiterlesen

Jupiter Jones / Jupiter Jones

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Es gibt sie immer wieder: gute Musik, die dem vom alltäglichen Radio Gaga genervten Musikfreund zur Entdeckung wird und trotzdem erfolgreich ist. So wie die neue CD der mir bisher leider komplett am Ohr vorbeigegangenen Band Jupiter Jones, die es mittlerweile bundesweit zum Erfolg gebracht hat und trotz des an die Hamburger Schule erinnernden Sounds tatsächlich in der Eifel ihre Wurzeln hat. Mit Recht hat ihre neue, mittlerweile vierte Scheibe Erfolg, denn hier wird nicht nur feinster Punkrock alter Schule mit Weiterlesen

Melancholie & Gesellschaft / PeterLicht

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Gesellschaftskritik im Lied kann ja ganz schön nervend sein, oberlehrerhaft und ätzend. Nicht so bei PeterLicht, dem seit 2001 unter diesem Namen bekannten Kölner, der immerhin Träger des vornehmlich in Literaturkreisen bekannten Ingeborg-Bachmann-Preises ist: mit „Melancholie & Gesellschaft“ hat der Musiker und Dichter, von dem keinerlei Fotos bekannt sind, nun erstmals ein Album mit einer kompletten Band aufgenommen. Und das sind nun wirklich wunderbare, akkurate Wort- und Satzkonstruktionen mit feinem Wortwitz, die hier aus der deutschen Sprache gewoben werden, unterlegt mit Weiterlesen

Moon Pix / Cat Power

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Es ist schon erstaunlich, was für Musik manchmal für Jahre an einem komplett vorbeigeht, bis man sie eines Tages überrascht und beglückt für sich entdeckt, so vertraut, als wären die Klänge schon immer da gewesen. So wie die Musik von Cat Power, hinter der sich die amerikanische Sängerin und Songwriterin Charlyn Marie Marshall (alias „Chan Marshal“) versteckt.
Die 1972 als Hippie-Kind in den südlichen Staaten geborene Marshall veröffentlichte in den Neunziger Jahren ihre ersten Alben. Mit Moon Pix legte sie 1998 wohl eines ihrer schönsten Alben vor: auf dem in Australien aufgenommenen Album musiziert sie zusammen mit Mick Turner (Gitarre) und Jim White (Schlagzeug) von der australischen Band „Dirty Three“. Cat Powers zugleich Weiterlesen

An introduction to .. Elliott Smith / Elliott Smith

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Irgendwie ist die Musik von Elliott Smith über die Jahre an mir vorbeigegangen, obwohl mir Songs des genialen und 2003 viel zu früh unter nie ganz geklärten Umständen ums Leben gekommenen Songwriters bestimmt schon untergekommen sind: so hat er einige Lieder zu Gus Van Sants „Good Will Hunting“ begesteuert und wurde mit einem davon, dem verhaltenen, traurigen Weiterlesen

Threadbare / Port O’Brien

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So kann es gehen: der Freund (Van Pierszalowski) arbeitet 100 Tage im Jahr in Alaska: ein Knochenjob an Bord eines grossen Lachsfängers, 20 Stunden am Tag gegen gutes Geld. Irgendwann beschliesst die Freundin (Cambria Goodwin) aus Kalifornien, für die 100 Tage auch nach Alaska zu gehen und verdient ihr Geld in einer Konservenfarbrik. Und den Rest des Jahres leben sie von dem verdienten Geld. Und beginnen, in der vielen freien Zeit Folksongs zu machen. Gründen eine Band namens Port O’Brien. Und haben Erfolg.
Threadbare ist das zweite Album von Port O’Brien – von der Musik und der bevorzugten Lebensart her erinnern Van Pierszalowski und Cambria Goodwin an die Weiterlesen

Life is sweet! Nice to meet you! / Lightspeed Champion

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Es dauert ja immer, bis ich meine CD-Stapel durchgehört habe … und so habe ich mir das im Februar 2010 erschienene zweite Album „Life is sweet! Nice to meet you!“ von Lightspeed Champion alias Devonté Hynes erst heute am Neujahrstag beim Rennen um den Zoo über die Ohrschnittstelle ins Hirn geladen – und war begeistert von der Virtuosität des 1985 in Houston, Texas geborenen und in England aufgewachsenen Sängers und Songschreibers, der von Kreativität geradezu überzuschäumen scheint. Da werden gerne mal instrumentale Zwischenspiele eingeschoben oder es wird eine geradezu klassische Klavieretüde zelebriert, da gibt es wunderbaren melancholisch-pathetischen Kammerpop wie in „Smooth day (at the library)“ mit traurigen Weiterlesen

Drawing down the moon / Azure Ray

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Es ist ja nie zu spät, etwas für sich zu entdecken, und so hat Jarg zehn Jahre nach ihrem Debütalbum die amerikanische Independent-Band Azure Ray aus Omaha (Nebraska) für sich entdeckt, hinter der vor allem Orenda Fink und Maria Taylor stecken. Nach sieben Jahren Pause haben Azure Ray ein neues Album eingespielt: melancholische Lieder, die nach Weiterlesen

Rules / The Whitest Boy Alive

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Wer sich mit dem unvergleichlichen Sound der Kings of Convenience entspannt hat, kann sich mit der Musik einer Band wieder locker und unverkrampft in Schwung bringen, an der KoC-Mitglied Erlend Øye ebenfalls beteiligt ist: dem 2003 gegründeten, deutsch-norwegischen Bandprojekt „The Whitest Boy Alive“ und ihrem in Mexiko aufgenommenen Album „Rules“. Erlend Øyes Gitarre und Stimme wird hier verstärkt von Weiterlesen

Swanlights / Anthony and the Johnsons

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Nach dem dunkel-melancholischen, introvertierten The crying light legen Anthony and the Johnsons ein weiteres Album mit wundervollem Kammerpop vor, dem die volle Aufmerksamkeit des Ohres zu schenken sich in jeder Hinsicht lohnt. War „The crying light“ ausgesprochen zurückhalten arrangiert, lässt sich das Ausnahmetalent Anthony Hegarty diesmal von geradezu üppigen Instrumentierungen mit Streichern, Gitarrensoli, ja Bläsern begleiten. Und wieder springt der Weiterlesen

The Suburbs / Arcade Fire

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Mit „The suburbs“ habe ich die kanadische Independent Rock Band Arcae Fire für mich entdeckt: das Ehepaar Regine Chassagne und Win Butler haben ein ausgesprochen spannendes und aufregendes Album geschaffen, dass Butler selbst als ‚Neil Young crossed with Depeche Mode‘ beschreibt. Ein Album über die Vorstadt, über die Erinnerung an die Kindheit, den notwendigen Weiterlesen

The bird and the bee: The bird and the bee

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Wo es am Anfang noch zirpt und klingelt, wird nach und nach der elegante, poetische und komplexe Klangteppich von Greg Kurstin („the Bird“) und Inara George („the Bee“) entfaltet, die Anklänge von Bossa Nova, Samba, 60er Jahre Musik mit weichen Elektropopelementen zu einer einmaligen, wattezart erscheinenden und doch Weiterlesen

Nathalie Merchant: Leave your sleep

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Selbst komponierte Schlafliedern für ihre kleine Tochter standen am Anfang dieses Albums. Doch was anfangs als Sammlung von Wiegen- und Kinderliedern begonnen wurde, ist nach fünf Jahren ein grosses Projekt geworden, an dem weit über 100 Musiker beteiligt waren. Und das nur, weil Natalie Merchants Tochter fragte, was passiert, wenn Menschen Weiterlesen

Fleet Foxes: Fleet Foxes

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Ähnlich wie die Bowerbirds umtreibt die Fleet Foxes die Sehnsucht danach, Mensch und Natur wieder miteinander zu versöhnen. Das junge Quintett aus Seattle hat ein wunderbares Album mit harmomischen, mehrstimmigem Gesang abgeliefert, mal mehr, mal weniger und mal gar nicht begleitet von Weiterlesen

Midlake: The Courage of Others

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Das Leben ist ein langsamer, ruhiger Fluss, und ebenso kommt auch die CD von Midlake daher: ein ruhiges, dunkel-melancholisches, vom klassischen britischen Folk der Weiterlesen