I Awake / Sarah Blasko

Es ist verhext: kaum entdecke ich eine Musikerin oder einen Musiker, hat er oder sie gerade einen Auftritt in Hamburg. So ging es mir weiland mit Sarah Blasko, deren Album „I Awake“ ich hier endlich vorstellen möchte.

Die 1976 geborene australische Musikerin scheint hierzulande noch wenig bekannt, was erstaunlich ist, hat sie doch vor bereits 11 Jahren ihr erstes Album veröffentlicht und damals bereits einige Aufmerksamkeit zumindest in englischsprachigen Ländern erzielen können: in ihrer Heimat Australien gehört sie zu den bekannten Musikern. „I Awake“ ist ihr viertes Studio-Album und mein Einstieg in die musikalische Welt der Sängerin und Songwriterin.

Das mit dem Bulgarischen Staatsorchester aufgenommene und deshalb Weiterlesen

Tracker / Mark Knopfler

Manche Musik erobert einen im Sturm, für andere wiederum braucht man Zeit und Muße, damit man offen genug für sie ist. Nimmt man sich diese Zeit, stellt man plötzlich fest, dass sich die so völlig unspektakuläre Musik sich einem langsam und unterschwellig l ins Herz vorgearbeitet hat. So erging es mir mit „Tracker“, dem achten Soloalbum von Mark Knopfler, der sich bereits auf „Privateering“ gelegentlich dem Blues ergab.

„Tracker“ kommt noch intimer herüber als das vorige Album: wieder bedient sich Knopfler Weiterlesen

Better Than Home / Beth Hart

Eine rauhe, kernig-markante Stimme, die nach Whiskey und vielen Zigaretten klingt und Janis Joplin erinnert: Beth Hart hat nicht zufällig Joplin in dem Musical „Love, Janis“ verkörpert. Und wie die Bluesroc-Ikone hat auch die 1972 geborene Musikerin einiges hinter sich: insbesondere die späten 1990er und frühen 2000er Jahre sind gekennzeichnet durch Alkohol- und Drogenmißbrauch, der ihr körperlich zu schaffen macht und die Künstlerin in Verbindung mit Liebespech und Selbstzweifeln in die Krise stürzen.

Doch jede Krise birgt auch immer kreatives Potential. Hart tauchte bereits 2003 nach dem Entzug wieder auf, um etliche Erfahrungen und Tätowierungen reicher, verarbeitete ihre Krise in dem Album „Leave The Light On“ und kam damit nicht nur in den USA, sondern auch in Teilen Europas gut an. Weitere Alben sowie Kooperationen unter anderem mit Joe Bonamassa (Don’t Explain und Seesaw) folgen.

Mit „Better Than Home“ scheint sie die alten Dämonen Weiterlesen

Sun structures / Temples

Legt man sich „Sun structures“ von der 2012 in Kettering, Northamptonshire (England) gegründeten Band „Temples“ auf die Ohrschnittstelle, wird man mit Wucht ein paar Jahrzehnte durch die Zeit zurückkatapultiert. Man fühlt förmlich, wie einem die gerade noch so gelichteten Haare wachsen, gehalten von einem bunten Stirnband, sich der feine Anzug in eine paisleygemusterte, leicht verlotterte Kluft verwandelt und man leicht hirnbekifft in die Gegend schaut.

Die Temples transportieren den Sound des Weiterlesen

Anastasis / Dead Can Dance

Die britisch-australische Band Dead Can Dance gibt es seit mittlerweile über dreissig Jahren, was auf eine gewisse Nachhaltigkeit der Musik hinweisen könnte, die sich sicher nicht dem Mainstream zuordnen lässt. So bedient sich Dead Can Dance neben den klassischen Rockwerkzeugen verschiedenster Instrumente von afrikanischen Trommeln über Didgeridoos, Dudelsäcke und asiatische Saiteninstrumenten bis hin zu elektronischen Klangquellen. Musikalisch schöpfen sie aus unterschiedliche Quellen und verwenden asatische und arabische Klänge ebenso wie mittelalterliche Melodien und Elemente aus Rock, Neoklassik und Weltmusik.

„Anastasis“ ist ihr erstes Album nach 14 Jahren: sie liefern ein Weiterlesen

Zwischen den Runden / Kettcar

Und du spürst es, es wir nichts mehr werden,
du fühlst es, wie tausende Scherben,
und siehst, wie der große Plan zerfällt.
Kommt zusammen, nach schlaflosen Nächten,
kommt zusammen, nach letzten Gefechten,
im allergrößten Club der Welt.

(Im Club / Kettcar. Zitiert nach: songtexte: http://www.songtextemania.com/im_club_songtext_kettcar.html)

Die 2001 gegründete Band Kettcar aus Hamburg ist aus unerfindlichen Gründen bisher komplett an mir vorbeigegangen: mit „Zwischen den Runden“ legten sie 2012 ihr viertes Album vor, dass ich mir vor Kurzem auf den MP3-Player lud, bevor ich zum Joggen aufbrach. Seitdem habe ich das Album mehrfach gehört und bin jedes Mal erneut begeistert und beglückt zugleich über diese für mich neue musikalische Entdeckung, die nicht nur das „musikalische“, sondern auch das „lyrische Ich“ anzusprechen vermag
Auf „Zwischen den Runden“ stellen sich Texte und Melodien trotzig und mit subkutaner Weiterlesen

The Danger of Light / Sophie Hunger

Bereits mit ihrem ersten, zuhause aufgenommenen Album „Sketches on sea“ erregte die aus der Schweiz stammende Musikerin einige Aufmerksamkeit und konnte mit „Monday’s Ghost“ im Jahr 2008 nahtlos daran anschliessen und einen Plattenvertrag mit <Universal abschliessen. Mit dem dritten Album „1983“ aus dem Jahr 2009 konnte sie auf den beiden ersten Erfolgen aufbauen, wurde zum Glastonbury-Festival eingeladen und startete 2011 eine vielbeachtete Amerikatournee. Auch bei Liveauftritten ist Sophie Hunger mit ihrer Band ein echtes musikalisches Erlebnis, wie es der Verfasser dieser Zeilen für ein unvergesslich intensives Konzert in der Hamburger Fabrik 2010 bezeugen kann.
Die Erwartungen an „The Danger of Light“ waren also hoch – und werden Weiterlesen

Bad As Me / Tom Waits

Tom Waits war und ist ein Ausnahmekünstler. Im Herbst des vorvergangenen Jahres stellte er das mit seinem Album „Bad As Me“ erneut unter Beweis – und erneut zeigt auch seine Frau als verantwortliche Songwriterin für sämtliche Songs ihre Klasse. Sein aussergewöhnlicher Gesang, der diesmal gewohnt rauh, aber ungewöhnlich melodienah daherkommt, wird musikalisch unterstützt durch Größen wie Flea (Red Hot Chili Peppers) und Les Claypool, alten musikalischen Haudegen wie David Hidalgo und dem medizinischen Wunder und Gitarrengenie Keith Richards.
Die Bandbreite reicht von melancholisch-traurigen Songs wie dem sehr Weiterlesen

Yellow & Green / Baroness

Für den geneigten Hörer, der Baroness bisher nicht kannte oder sie mit der Einordnung als Progessive-Metal-Band vorab aus dem Kanon der eigenen musikalischen Vorlieben ausschloss, könnte das dritte, in drei Jahren entstandene Album Yellow & Green eine durchaus geeignete Eintsiegsdroge sein. Virtuos, mit durchaus METALischem Impetus, aber auch deutlich erkennbaren Weiterlesen

Driving towards the daylight / Joe Bonamassa

Mit „Driving towards the daylight“ legt der 1977 geborene Bluesrock-Gitarrist und -Sänger sein mittlerweile elftes Studioalbum vor. Während er zuletzt mit dem komplett gecoverten Album „Don’t explain“ zusammen mit der Sängerin Beth Hart brillierte, legt er auf dem neuen Album auch vier eigene Kompositionen vor, die sich neben neuinterpretierten Stücken wie etwa „New Coat of Paint“ von Tom Waits, „Who’s Been Talking?“ von Chester Burnett oder „Lonely Town Lonely Street“ von Bill Withers behaupten müssen. Und das gelingt durchaus: nach dem Weiterlesen

Stop drop and roll!!! / Foxboro Hot Tubs


Musikalisch in den 60er-Jahre-Pop einzutauchen, ist ja seit einiger Zeit recht angesagt und gelingt mal mehr, mal weniger gut. Die amerikanischen Punk-Rocker von Greenday lassen sich in ihrem mit anderen gegründeten Nebenprojekt Foxboro Hot Tups offensichtlich stark von Band aus dieser Zeit wie den Kinks, Buddy Holly, The Who, The Clash und anderen inspieren und surfen stilistisch mit Weiterlesen

The one / Lizzy Loeb

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Es muss ja nichts heissen, wenn die Eltern Profimusiker sind – schaden kann es auch nicht. Im Fall des Debütalbums von Lizzy Loeb, einer 25 Jahre jungen New Yorker Sängerin und Gitarristin, scheint es sich eher gelohnt zu haben, denn neben dem Vater, dem Jazzgitarristen Chuck Loeb, sind auch andere bekanntere Musiker daran beteiligt wie etwa der deutsche Schlagzeuger Weiterlesen

Viktoria / Maria Mena

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Die Norwegerin Maria Mena begeistert seit 2001 mit ihrer Musik. Jargsblog widmete sich bereits ausführlich ihren Alben „Cause and effect“ und „Apparently unaffected„.
Auch das neue Album ist es wert, Beachtung zu finden: auf „Vikoria“, das seinen Titel ihrem zweiten Vornamen verdankt, finden sich vorwiegend Weiterlesen

I am Jem Cooke / Jem Cooke

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Kein neues Popsternchen, sondern eine 30jährige, aus einer englischen Musikerfamilie stammende Sängerin gibt hier mit dem selbstbewussten Titel ihr Debüt. Und tatsächlich hat die 2011 als Support von Bob Geldof durch deutschsprachige Lande tourende Jem Cooke einiges zu bieten. Früh entdeckt sie den Spaß am Singen, schreibt sie Songs, zieht dann nach der Teenagerzeit nach New York mit dem Traum vom ganz großen Durchbruch, um schliesslich mit Mitte Zwanzig und zurück in England unplugged mit ihrer Ukulele durch die Clubs zu ziehen. Weiter schreibt sie Songs und nimmt schliesslich, auf der Weiterlesen

Sweep me away / Fredrika Stahl

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Fredrika Stahl bewegt sich auch mit ihrem neuen Album im Grenzbereich zwischen Jazz und Pop, überrascht aber diesmal mit beachtenswerten Songwriterqualitäten. Dabei schafft sie es, trotz eines insgesamt fluffigen, federleichten Sounds und zurückgenommener, doch deutlicher Beats nie ins Weiterlesen

Selah Sue / Selah Sue

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Hinter Selah Sue verbirgt sich die belgische Musikerin Sanne Putseys, die mit ihrem Debütalbum „Selah Sue“ sich erfrischend vom poppigen Einheitsbrei unserer Tage abhebende Songs präsentiert. Die 22jährige Songwriterin komponiert und textet selbst, seit sie mit 15 Jahren eine akustische Gitarre geschenkt bekam. Entdeckt von Milow und ersten Auftritten als Supporting Act bei Jamie Lidell, James Morrison und anderen folgte als bisheriger Höhepunkt ein Auftritt im Vorprogramm von Prince bei dessen Konzert in Antwerpen und ein Duett mit Ce-Loo Green auf dessen Album „The Lady Killers“.
Sie bewegt sich stilistisch auf ihrer ersten Scheibe zwischen Weiterlesen

Layla and other assorted lovesongs / Derek and The Dominoes

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Derek and the Dominoes? Wer soll das denn sein? Und dann noch so ein altmodisches Plattencover. Tatsächlich versteckt sich hinter „Derek“ kein Geringerer als Gitarrenlegende Weiterlesen

Jupiter Jones / Jupiter Jones

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Es gibt sie immer wieder: gute Musik, die dem vom alltäglichen Radio Gaga genervten Musikfreund zur Entdeckung wird und trotzdem erfolgreich ist. So wie die neue CD der mir bisher leider komplett am Ohr vorbeigegangenen Band Jupiter Jones, die es mittlerweile bundesweit zum Erfolg gebracht hat und trotz des an die Hamburger Schule erinnernden Sounds tatsächlich in der Eifel ihre Wurzeln hat. Mit Recht hat ihre neue, mittlerweile vierte Scheibe Erfolg, denn hier wird nicht nur feinster Punkrock alter Schule mit Weiterlesen

Zaz / Zaz

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Jarg neigt ja manchmal zu Extremen. So trinkt er schon seit Wochen – obwohl bekennender Kaffee- und Pepsi-Light-Junkie – keine koffeinhaltigen Getränke. Oder er isst wochenlang morgens original Porridge zum Frühstück zum Grausen seiner gesamten Familie. Auch bei Musik hat Jarg so seine Extreme: so gibt es immer wieder Alben, die über Wochen Jargs mobiles Musikspielgerät respektive dessen Ausgabefunktionen über die Ohrschnittstelle nicht nur dominieren, sondern geradezu okkupieren.
So wie bei diesem Album der französischen Musikerin Zaz alias Isabelle Geffroy, die – seit dem Studium in der Strassenmusik und im Cabaret verwurzelt – einen wunderbaren Stil zwischen Weiterlesen

Satriani, Joe: Joe Satriani

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Auf Joe Satriani bin ich durch die wunderbare Band Chickenfoot gekommen, in der er mitspielt. In der öffentlichen Bibliothek fand ich dann auch gleich diese 1995 veröffentlichte Scheibe, in der neben dem 1956 geborenen und seit den 80er Jahren zur Gitarrenlegende gereiften Satriani Andy Fairweather (Rhythmusgitarre), Nathan East (E-Bass-Bass) und Manu Katche (Drums) mitspielen. Eine wunderbare, ohne grosses technisches Gedöns produzierte Scheibe, deren Qualität sich Weiterlesen

From a Basement on the Hill / Elliott Smith

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Über Elliot Smith ist auf diesem Blog ja bereits begeistert berichtet worden mit der Rezension der Werkschau „An introduction to Elliot Smith„. Bis heute kann ich nicht nachvollziehen, wieso die Musik von Smith mir jahrelang nahezu unbekannt blieb, und so habe ich mir mittlerweile einige seiner Scheiben zugelegt.
„From a Basement on a hill“ ist ein besonderes Album: es war bereits fast fertig, als sich Elliot Smith 2003 das Leben nahm, und erschien posthum ein Jahr später. Smith wollte mit diesem Album Weiterlesen

Pilgrim / Fjarill

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Da müssen sich manchmal zwei begegnen, und schon wird etwas Neues, Wunderbares daraus. Fjarill (schwedisch für „Schmetterling), bestehend aus der schwedischen Sängerin und Pianistin Aino und der Geigerin Hanmari aus Südafrika, sind sich in Hamburg begegnet und haben bereits mit ihrem ersten Album „Stark“ einen wunderbaren Beweis ihrer Kreativität und ihres musikalischen Mutes vorgelegt. Mit „Pilgrim“ haben sie 2008 nochmal nachgelegt und vereinen wiederum Elemente aus Weiterlesen

An introduction to .. Elliott Smith / Elliott Smith

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Irgendwie ist die Musik von Elliott Smith über die Jahre an mir vorbeigegangen, obwohl mir Songs des genialen und 2003 viel zu früh unter nie ganz geklärten Umständen ums Leben gekommenen Songwriters bestimmt schon untergekommen sind: so hat er einige Lieder zu Gus Van Sants „Good Will Hunting“ begesteuert und wurde mit einem davon, dem verhaltenen, traurigen Weiterlesen

Life is sweet! Nice to meet you! / Lightspeed Champion

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Es dauert ja immer, bis ich meine CD-Stapel durchgehört habe … und so habe ich mir das im Februar 2010 erschienene zweite Album „Life is sweet! Nice to meet you!“ von Lightspeed Champion alias Devonté Hynes erst heute am Neujahrstag beim Rennen um den Zoo über die Ohrschnittstelle ins Hirn geladen – und war begeistert von der Virtuosität des 1985 in Houston, Texas geborenen und in England aufgewachsenen Sängers und Songschreibers, der von Kreativität geradezu überzuschäumen scheint. Da werden gerne mal instrumentale Zwischenspiele eingeschoben oder es wird eine geradezu klassische Klavieretüde zelebriert, da gibt es wunderbaren melancholisch-pathetischen Kammerpop wie in „Smooth day (at the library)“ mit traurigen Weiterlesen

Drawing down the moon / Azure Ray

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Es ist ja nie zu spät, etwas für sich zu entdecken, und so hat Jarg zehn Jahre nach ihrem Debütalbum die amerikanische Independent-Band Azure Ray aus Omaha (Nebraska) für sich entdeckt, hinter der vor allem Orenda Fink und Maria Taylor stecken. Nach sieben Jahren Pause haben Azure Ray ein neues Album eingespielt: melancholische Lieder, die nach Weiterlesen

Some kind of trouble /James Blunt

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Ja, ich weiss, James Blunts aktuelles Album wurde allgemein, vor allem in seiner Heimat England, von den Medien zerrissen und auch laut.de attestiert ihm nicht gerade hohe, nachhaltige musikalische Qualität. Ja, ich weiss, die Texte sind zum Teil recht banal, die Musik ist trotz des Etikettes „Singer und Songwirter“ sehr am Mainstream ausgerichtet. Aber dennoch, der Mann Weiterlesen

Die Mathematik der Anna Depenbusch / Anna Depenbusch

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Eigentlich sollte das eine ganz intime Platte werden: Anna Depenbusch mit Klavier. Sonst nichts. Was daraus geworden ist, ist schwer auf eine Formel zu bringen: aber da ist jetzt ein ganzes Orchester dabei und ein Haufen extravaganter Instrumente und Geräusche. Aber es irrt, wer hier einen wilden Stilmix ohne roten Faden erwartet: „Die Mathematik der Anna Depenbusch“ überzeugt vor allem durch Weiterlesen

Rules / The Whitest Boy Alive

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Wer sich mit dem unvergleichlichen Sound der Kings of Convenience entspannt hat, kann sich mit der Musik einer Band wieder locker und unverkrampft in Schwung bringen, an der KoC-Mitglied Erlend Øye ebenfalls beteiligt ist: dem 2003 gegründeten, deutsch-norwegischen Bandprojekt „The Whitest Boy Alive“ und ihrem in Mexiko aufgenommenen Album „Rules“. Erlend Øyes Gitarre und Stimme wird hier verstärkt von Weiterlesen

No. 1 Hits / Erdmöbel

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Ich neige ja beim Musikhören zugegebener Weise zu Extremismus. Das war bei den Kings of Convenience so, die mir mehrere Wochen nicht aus den Ohren gingen, auch wenn ich die Kopfhörer nicht aufhatte. Und das wird bei Erdmöbel so sein. Nachdem ich die Band mit „Krokus“ in den letzten Tagen für mich entdeckt habe, musste natürlich nach-erdmöbliert werden, da die Neugier auf bisherige Alben der Band mit jedem gehörten Ton stieg. Und da kamen mir die „No. 1 Hits“ entgegen. Nun ist ja oft nichts schlimmer, als bereits hinlänglich bekannte Lieder zu covern. Aber was Erdmöbel aus den Chartstürmern vergangener Jahre in deutscher Übersetzung und Nachinterpretation macht, ist Weiterlesen

Krokus / Erdmöbel

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Erdmöbel sind leider bisher komplett an mir vorbeigegangen. Mit „Krokus“ habe ich heute auf der in der Morgenfrühe begonnenen Zugfahrt zum Samstagsdienst die 1995 in Münster gegründete Band für mich entdeckt und bin sehr positiv überrascht: hier gibt es ausgesprochen kreativ Weiterlesen

The Suburbs / Arcade Fire

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Mit „The suburbs“ habe ich die kanadische Independent Rock Band Arcae Fire für mich entdeckt: das Ehepaar Regine Chassagne und Win Butler haben ein ausgesprochen spannendes und aufregendes Album geschaffen, dass Butler selbst als ‚Neil Young crossed with Depeche Mode‘ beschreibt. Ein Album über die Vorstadt, über die Erinnerung an die Kindheit, den notwendigen Weiterlesen

Hunger, Sophie: 1983

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Hat sich die Schweizerin Sophie Hunger mit dem Album „Monday`s Ghost“ noch auf rein akkustischen Spuren bewegt, so lässt sie ihre Musik auf dem auch international beachteten Album „1983“ auch mit Weiterlesen

Hunger, Sophie: Monday’s Ghost

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Nächte in kleinen oder grossen Konzerthallen sind selten, wenn man kleine Kinder hat – und so ist Sophie Hunger mit ihrer Musik bisher an mir vorbeigegangen (vielleicht nicht mehr lange: am 17.10.2010 tritt sie in Hamburg auf). „Monday’s Ghost“ war daher eine wahre Entdeckung und wieder einmal der Beweis, dass es jenseits des ganzen nievaulosen Popgeklingels von musikalischen Eintagsfliegen und sängerischen Launummern doch noch so etwas wie Qualität gibt. Die Sängerin Sophie Hunger hat eine ganz wunderbare, warmrauhe Stimme, die auf diesem Album mit seinen überwiegend englischen Texten, begleitet von Weiterlesen

Elson, Karen: The ghost who walks

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Singenden Models begegnet man ja heutzutage durchaus mit einem gewissen Misstrauen. Bei Karen Elson, einem 1979 in eine alteingesessene englische Arbeiterfamilie hineingeborenen Model, ist dies aber vollkommen unbegründet. Neben ihrer Modelkarriere hat sie sich nach und nach der Musik angenähert, unter anderem befördert von Michael Stipe und Weiterlesen

Fleet Foxes: Fleet Foxes

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Ähnlich wie die Bowerbirds umtreibt die Fleet Foxes die Sehnsucht danach, Mensch und Natur wieder miteinander zu versöhnen. Das junge Quintett aus Seattle hat ein wunderbares Album mit harmomischen, mehrstimmigem Gesang abgeliefert, mal mehr, mal weniger und mal gar nicht begleitet von Weiterlesen

Bonamassa, Joe: Black rock

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Wenn der eigene Vater ein Gitarrengeschäft betreibt, hat das wohl einigen Einfluss auf den möglichen späteren Lebensweg. Bei Joe Bonamassa war das ganz sicher so, den schon mit vier Jahren lernte hörte er Musik der Bluesrock-Urgesteins Stevie Ray Vaughan und lernte auf einer Sonderanfertigung das Gitarrenspiel, stand mit 12 Jahren im Vorprogramm von B. B. King auf der Bühne und hatte zwei Jahre später bereits Weiterlesen

Feist, Leslie: Let it die

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Introvertierte, zarte Songs mit Geschichten über das Leben und die Liebe, darunter neben den 6 Coverversionen (Bee Gees, Francoise Hrdy, Sexsmith) 5 eigene Songs. Die Stimme von Leslie Feist beherrscht alle Nuancen von Weiterlesen

Laura Veirs: July Flame

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Unscheinbar und unprätentiös kommt Laura Veirs, die 37jährige Songwriterin aus Oregon, daher. Doch affektive Auftritte wie manches Gesangssternchen hat die bebrillte Musikerin und studierte Geologin auch nicht nötig, bringt sie doch mit Weiterlesen

Ekdahl, Lisa: Give me that slow knowing smile

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Nein, dies ist kein Blog, dass sich ausschliesslich mit skandinavischen Sängerinnen befasst – aber man muss einfach zugeben, dass aus dem Norden Europas seit einigen Jahren schon bemerkenswerte Stimmen kommen, die die musikalische Welt ungemein Weiterlesen

Midlake: The Courage of Others

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Das Leben ist ein langsamer, ruhiger Fluss, und ebenso kommt auch die CD von Midlake daher: ein ruhiges, dunkel-melancholisches, vom klassischen britischen Folk der Weiterlesen

Mumford & Sons: Sigh no more

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Gitarre, Bass, Banjo, Tamburin, Keyboards und Gesang: Das sind Mumford & Sons. Was zunächst klingt wie eine Bluegrass-Cowboyband aus dem Südwesten der USA, ist in Wahrheit eine vierköpfige Weiterlesen

Nelson, Willie: American classic

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Der alte Country-Haudegen Willie Nelson hat sich mit American Classic an amerikanische Standards gemacht. In einigen Songs unterstützt von Diana Krall und Norah Jones, singt Nelson mit Weiterlesen

Heinzmann, Stefanie: Roots to grow

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Castingshows kann und sollte man ja durchaus kritisch sehen, und so mancher daraus vorgespülte Musiker hätte besser beim Singen unter der Dusche bleiben sollen statt uns mit seinem belanglosen dünnstimmigen Geplärre zu quälen. Bei Stefanie Heinzmann, einer jungen Schweizerin, 2008 aus Stefan Raabs Castingshow hervorgegangen, scheint Weiterlesen

Postmarks: Memoirs at the end of the world

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Man legt die Postmarks in den CD-Spieler und wird abrupt in eine andere Zeit versetzt, eine Zeit, die zu lange zurückliegt, um sie bewusst erlebt zu haben (jedenfalls ich): gemeint sind die 60er Jahre, an deren Musik, insbesondere Filmmusik der Stil der Weiterlesen

Winston, Charlie: Hobo

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Charlie Winstons musikalische Karriere wurde ab 2006 durch Peter Gabriel entscheidend befördert. Winston, aus einer musikalischen Familie stammend, legt mit „Hobo“ seine zweite Platte nach „Make Way“ vor, dass trotz seiner mitreissenden Weiterlesen

Hawley, Richard: Truelove’s Gutter

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Seltene Instrumenten wie Glasharmonika, Waterphone oder Cristal Baschet tauchen in Richard Hawleys 2009 veröffentlichtem Album „Truelove’s Gutter“ auf, auf dem er Musik macht, wie er sie schon immer jenseits kommerzieller Interessen machen wollte. Mit mal opulenter, mal minimalstischer Instrumentierung und Hawleys sonorem Bariton ist daraus ein Weiterlesen

Newsom, Joanna: Have One on Me [Box-Set]

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Insgesamt 18 Songs und 120 Minuten Musik versammeln sich auf diesen drei Scheiben, und wer bisher nichts von Joanna Newsom aus Nevada City, Calif. gehört, dürfte sich spätestens jetzt für sie und ihre Musik interessieren. Newson, Sängerin, Songwriterin und Harfenspielerin, liefert mit „Have one on me“ und den teilweise ausgesprochen langen Songs ein fulminantes Album ab, auf dem sie mit ihrer Weiterlesen

Broken Bells: Broken Bells

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James Mercer (The Shins) und Brian Burton (Danger Mouse, Gnarles Barkley) sollen sich gelangweilt und kurzerhand das Projekt Broken Bells eingeläutet haben. Entstanden ist ein wunderschönes, leichtes und lässiges Album, zeitlos, ruhig. Handgemacht erscheinende Musik ohne Weiterlesen

Chickenfoot: Chickenfoot

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Schlicht in Schwarz kommt das Jewel-Case der CD von Chickenfoot daher, einer 2008 in Mexiko gegründeten Rockformation. Doch legt man die CD ein und hat man ausserdem schon länger nichts von Van-Halen gehört, durchaus ein Faible für Metallica, die Red Hot Chilli Peppers, gar Led Zeppelin und andere eher härtere Rocker, dann geht einem die Scheibe vom ersten Ton ans ins Weiterlesen