The Danger of Light / Sophie Hunger

Bereits mit ihrem ersten, zuhause aufgenommenen Album „Sketches on sea“ erregte die aus der Schweiz stammende Musikerin einige Aufmerksamkeit und konnte mit „Monday’s Ghost“ im Jahr 2008 nahtlos daran anschliessen und einen Plattenvertrag mit <Universal abschliessen. Mit dem dritten Album „1983“ aus dem Jahr 2009 konnte sie auf den beiden ersten Erfolgen aufbauen, wurde zum Glastonbury-Festival eingeladen und startete 2011 eine vielbeachtete Amerikatournee. Auch bei Liveauftritten ist Sophie Hunger mit ihrer Band ein echtes musikalisches Erlebnis, wie es der Verfasser dieser Zeilen für ein unvergesslich intensives Konzert in der Hamburger Fabrik 2010 bezeugen kann.
Die Erwartungen an „The Danger of Light“ waren also hoch – und werden Weiterlesen

Vermischung / Jorinde Jelen


Es war, als hätt‘ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt‘.
(aus: Joseph von Eichendorff, „Mondnacht“)
Eichendorff? Rilke?? Was hat das mit Jazz zu tun? Sehr viel, denn Jorinde Jelen und ihre Musiker zeigen auf ihrem bemerkenswerkenswerten Album „Vermischung“ unter anderem je ein vertontes Gedicht dieser beiden schon klassischen deutschsprachigen Dichter und finden dafür eine eigene musikalische Sprache. Subtil arrangiert, machen Jelens Gesang und die perfekt darauf abgestimmten Musiker daraus zwei bemerkenswerte Songperlen, die die klassischen Gedichte zeitlos in die Gegenwart transformieren.
Doch Jorinde Jelen, Bastian Ruppert (Gitarre, Posaune), Steffen Greisinger (Piano), Christian Sievert (Kontrabass, Gesang) und Michael Kersting (Schlagzeug, Udu) glänzen nicht nur damit, sich mutig Weiterlesen

The one / Lizzy Loeb

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Es muss ja nichts heissen, wenn die Eltern Profimusiker sind – schaden kann es auch nicht. Im Fall des Debütalbums von Lizzy Loeb, einer 25 Jahre jungen New Yorker Sängerin und Gitarristin, scheint es sich eher gelohnt zu haben, denn neben dem Vater, dem Jazzgitarristen Chuck Loeb, sind auch andere bekanntere Musiker daran beteiligt wie etwa der deutsche Schlagzeuger Weiterlesen

Deleted Scenes from the Cutting Room Floor / Caro Emerald


Aussergewöhnliche Popmusik aus den Niederlanden? Doch, die gibt es, und erfolgreich ist sie auch. Caro Emerald (alias Caroline Esmeralda van der Leeuw) aus Amsterdam hat mit den „Deleted Scenes from the Cutting Room Floor“ ein aussergewöhnliches Retro-Pop-Album vorgelegt, das klingt, als hätten sich die Andrew Sisters mit Amy Winehouse Weiterlesen

Same girl / Youn Sun Nah

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Bereits Youn Sun Nahs Album „Voyage“ hatte eine euphorische Besprechung auf Jargsblog erhalten. Mit „Same Girl“ hat die mittlerweile international bekannte südkoreanische Sängerin ein wunderbares Album vorgelegt, auf dem sie sowohl Songs covert als auch mit Neu- und Eigenkompostionen glänzt. Zauberhaft ihre erfrischenden Interpretationen etwa des oft abgenudelten Klassikers „My Favorite Things (Rodgers/Hammerstein) oder von Randy Newmans Weiterlesen

Songs of the falling feather / Josefine Cronholm

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Aus Skandinavien kommen immer wieder beeindruckende Musiker. So auch die dänische Sängerin Josefine Cronholm, die schon mit Marilyn Mazurs Band tourte und mit „Songs of the falling feather“ bereits ihr drittes Album vorlegt. Wie der Titel des Albums, so sind auch diese Songs, leicht wie eine Feder, weich, zart und langsam. Sie erschliessen sich nur dem Hörer, der sich dieser Musik ganz anvertraut und sich der Langsamkeit und Ruhe der Musik, dem ungemein sanften, Weiterlesen

Nergaard, Silje: Darkness out of blue

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Silje Nergaard steht für die Qualität der Musik norwegischer Künstler, für eine wunderbar weiche und doch kraftvolle Stimme zu schön komponierten Melodien. Mit „Darkness out of blue“ ist ihr ein weiteres wunderbares Album mit selbst komponierten Songs gelungen, dass zwischen Vocaljazz, ein wenig Pop, einem Hauch Rock und stimmig eingeflochtenen Folkelementen ossziliert. Emotional, doch nie kitschig, tief und sehnsüchtig, doch nie schwer und sperrig. Ein hervorragende Band, gelegentlich bereichert durch ein paar Bläser, Streichinstrumente, spielte ein erfrischendes Album mit einer wunderbaren Stimme ein. Unbedingt hörenswert.