One More For The Road / Curtis Stigers

Curtis Stigers, dessen „Hooray For Love“ hier zuletzt besprochen wurde, hat mit „One More For The Road“ ein weiteres bemerkenswertes Album vorgelegt. Stigers, der ursprünglich vom Jazz kommt, hatte Anfang der 1990er Jahre mit „I Wonder Why“ und später mit der Neuinterpretation von „Peace, Love And Understanding“ (Soundtrack zu Bodyguard) Hits im Üopbetreich, kehrte aber später zum Jazz zurück, um seine musikalischen Ambitionen freier verfolgen zu können.

Im vorliegenden Album interpretiert er zusammen mit der
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Hooray For Love / Curtis Stigers

Nein, es muss nicht immer nur etwas eigenes sein, wenn es um Musik geht. Vor allem dann nicht, wenn man zu den selbstgeschriebenen Songs altbekannte Klassiker von Gershwin über Sinatra bis Kern so wundervoll interpretiert wie der amerikanische Sänger und Saxophonist Curtis Stigers, der für sein Album „Hooray For Love“ offenbar Inspiration und Kraft aus persönlichem Glück zog.

Schon mit dem ersten Song – „Love Is Here To Stay“ von George Gershwin – zieht einen Stigers in den Bann. Spätestens beim zauberischen, im Duett mit Weiterlesen

Convergence / Malia & Boris Blank

Es gibt Alben, die einen komplett überraschen. Zwar hatte ich in Anbetracht der Mitwirkung von Boris Blank (von der bekanntermaßen experimentierfreudigen Band Yello) am neuen Album von Malia schon erwartet, dass hier nicht gängiger Mainstream abgefeiert wird. Schon der erste E8indruck des von Blank produzierten Longplayers ist aber geradezu fulminant: sanft und zurückhaltend einsetzendes Schlagwerk bereitet im Opener „Celestial Echo“ die akustische Bühne für Malias beeindruckende Stimme, die einen sofort in den Bann zieht und an Weiterlesen

Get Happy / Pink Martini

Zwei brennende Fragen stellen sich mir nach dem Genuss dieser CD: zum einen, wie mir die Musik von Pink Martini so lange entgehen konnte und zum anderen, weshalb aus Portland, Oregon so viel gute Musik kommt. Die erste Frage kann ich nicht wirkich beantworten, denn offenbar lagen Pink Martini bisher unter meinem Wahrnehmungsradar für besondere Musik, das ich jetzt natürlich nachjustiert habe. Die zweite Frage beantwortet sich von selbst: aus Portland, Oregon hat eine rege Independent-Szene, zur der Größen wie der späte Elliott Smith, John McEntire, The Decemberists, The Gossip mit Beth Ditto, Modest Mouse oder Portugal. The Men zählen.

In so einem kreativ-alternativen Umfeld ist es vielleicht Weiterlesen

Rio Bravo / Nighthawks

Mit „Rio Bravo“ legt die 1998 gegründete deutsche NuJazz-Formation Nighthawks (benannt nach dem gleichnamigen Bild von Edward Hopper) ihr mittlerweile sechstes Studio-Album vor. Schon mit dem ersten Song fühlt man sich unmittelbar in Weiterlesen

Glad Rag Doll / Diana Krall

Und nun, nach vielen Büchern und einigen Filmen, zu etwas völlig anderem: Musik. Die kam nämlich in letzter Zeit etwas zu kurz auf Jargsblog.

Würde man die kanadische Jazzpianistin und Sängerin Diana Krall nicht als talentierte Musikerin aus dem Jazzbereich kennen, die seit ihrem Albumdebüt 1993 mit ihren Interpretationen von Jazzstandards ebenso glänzte wie später mit Eigenkompositionen und in Kooperation mit anderen Musikern, man könnte in Anbetracht des doch eher offenherzigen Albumcovers vorschnell auf eines jener Weiterlesen

Vermischung / Jorinde Jelen


Es war, als hätt‘ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt‘.
(aus: Joseph von Eichendorff, „Mondnacht“)
Eichendorff? Rilke?? Was hat das mit Jazz zu tun? Sehr viel, denn Jorinde Jelen und ihre Musiker zeigen auf ihrem bemerkenswerkenswerten Album „Vermischung“ unter anderem je ein vertontes Gedicht dieser beiden schon klassischen deutschsprachigen Dichter und finden dafür eine eigene musikalische Sprache. Subtil arrangiert, machen Jelens Gesang und die perfekt darauf abgestimmten Musiker daraus zwei bemerkenswerte Songperlen, die die klassischen Gedichte zeitlos in die Gegenwart transformieren.
Doch Jorinde Jelen, Bastian Ruppert (Gitarre, Posaune), Steffen Greisinger (Piano), Christian Sievert (Kontrabass, Gesang) und Michael Kersting (Schlagzeug, Udu) glänzen nicht nur damit, sich mutig Weiterlesen

The one / Lizzy Loeb

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Es muss ja nichts heissen, wenn die Eltern Profimusiker sind – schaden kann es auch nicht. Im Fall des Debütalbums von Lizzy Loeb, einer 25 Jahre jungen New Yorker Sängerin und Gitarristin, scheint es sich eher gelohnt zu haben, denn neben dem Vater, dem Jazzgitarristen Chuck Loeb, sind auch andere bekanntere Musiker daran beteiligt wie etwa der deutsche Schlagzeuger Weiterlesen

Sweep me away / Fredrika Stahl

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Fredrika Stahl bewegt sich auch mit ihrem neuen Album im Grenzbereich zwischen Jazz und Pop, überrascht aber diesmal mit beachtenswerten Songwriterqualitäten. Dabei schafft sie es, trotz eines insgesamt fluffigen, federleichten Sounds und zurückgenommener, doch deutlicher Beats nie ins Weiterlesen

Salvador / Celine Rudolph

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Draussen senkt sich der Herbst immer mächtiger über das Land, weht schon ein wenig vom Winter herbei. Drinnen wehen leicht und warm und hell wie ein südlicher Wind Klänge durch die Wohnung und entführen einen südwärts in eine Klangwelt zwischen Glück und Traurigkeit: Auf „Salvador“ von Celine Rudolph, der deutschen Jazzsängerin mit den multikulturellen Wurzeln, bringt sie uns die wunderbaren Songs des hierzulande unbekannten französischen Chansonniers Henri Salvador nahe. Mit großem Gespür für die Poesie der Originaltexte übersetzt Rudolph, die u.a. schon mit Marc Ducret und Bobby McFerrin arbeitete, diese ins Deutsche und interpretiert sie mit Weiterlesen

Same girl / Youn Sun Nah

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Bereits Youn Sun Nahs Album „Voyage“ hatte eine euphorische Besprechung auf Jargsblog erhalten. Mit „Same Girl“ hat die mittlerweile international bekannte südkoreanische Sängerin ein wunderbares Album vorgelegt, auf dem sie sowohl Songs covert als auch mit Neu- und Eigenkompostionen glänzt. Zauberhaft ihre erfrischenden Interpretationen etwa des oft abgenudelten Klassikers „My Favorite Things (Rodgers/Hammerstein) oder von Randy Newmans Weiterlesen

Songs of the falling feather / Josefine Cronholm

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Aus Skandinavien kommen immer wieder beeindruckende Musiker. So auch die dänische Sängerin Josefine Cronholm, die schon mit Marilyn Mazurs Band tourte und mit „Songs of the falling feather“ bereits ihr drittes Album vorlegt. Wie der Titel des Albums, so sind auch diese Songs, leicht wie eine Feder, weich, zart und langsam. Sie erschliessen sich nur dem Hörer, der sich dieser Musik ganz anvertraut und sich der Langsamkeit und Ruhe der Musik, dem ungemein sanften, Weiterlesen

Nergaard, Silje: Darkness out of blue

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Silje Nergaard steht für die Qualität der Musik norwegischer Künstler, für eine wunderbar weiche und doch kraftvolle Stimme zu schön komponierten Melodien. Mit „Darkness out of blue“ ist ihr ein weiteres wunderbares Album mit selbst komponierten Songs gelungen, dass zwischen Vocaljazz, ein wenig Pop, einem Hauch Rock und stimmig eingeflochtenen Folkelementen ossziliert. Emotional, doch nie kitschig, tief und sehnsüchtig, doch nie schwer und sperrig. Ein hervorragende Band, gelegentlich bereichert durch ein paar Bläser, Streichinstrumente, spielte ein erfrischendes Album mit einer wunderbaren Stimme ein. Unbedingt hörenswert.

Parlato, Gretchen: In a dream

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Das zweite Album der hierzulande völlig zu unrecht noch relativ unbekannten Gretchen Parlato umfasst eigene Songs und neu interpretierte Traditionals. Kein süsslicher Kitsch, kein seichtes Geträller sind auf diesem Album zu finden. Parlatos virtuose Stimme erweist Weiterlesen

Tom Gaebel: Good Life

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Wer Sinatra mag, sich mit Big-Band-Sound anfreunden kann, der liegt auch bei Tom Gäbel richtig: auf „Good Life“ versammeln sich vorwiegend eigene Kompositionen – von der gefühlvollen Ballade bis zum eingängig-kraftvollen Song ist alles dabei, stets mit breiter musikalischer Begleitung. Anklänge an Weiterlesen

Gustafsson, Rigmor: Calling you / ~ mit Radio String Quartet Vienna

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Auf „Calling You“ singt Rigmor Gustafsson, die schwedische Jazzsängerin mit der unglaublich dynamischen schönen Stimme, ausschliesslich Pop- und Jazzsongs anderer Musiker, etwa Paul Simon, Stevie Wonder, Joni Mitchell, Burt Bacharach … Zusammen mit dem Radio Weiterlesen

Ekdahl, Lisa: Give me that slow knowing smile

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Nein, dies ist kein Blog, dass sich ausschliesslich mit skandinavischen Sängerinnen befasst – aber man muss einfach zugeben, dass aus dem Norden Europas seit einigen Jahren schon bemerkenswerte Stimmen kommen, die die musikalische Welt ungemein Weiterlesen

Youn Sun Nah : Voyage

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In ihrem Geburtsland Korea war die 1969 geborene Youn Sun Nah ein Musicalstar – und hatte doch bald genug von der oberflächlichen Musicalwelt. Sie ging nach Europa an eine Jazz-Schule, veröffentlichte seither mehrere Alben und tourte durch Europa und Asien. „Voyage“ ist ihr sechstes Album, auf dem sie Weiterlesen