Hooray For Love / Curtis Stigers

Nein, es muss nicht immer nur etwas eigenes sein, wenn es um Musik geht. Vor allem dann nicht, wenn man zu den selbstgeschriebenen Songs altbekannte Klassiker von Gershwin über Sinatra bis Kern so wundervoll interpretiert wie der amerikanische Sänger und Saxophonist Curtis Stigers, der für sein Album „Hooray For Love“ offenbar Inspiration und Kraft aus persönlichem Glück zog.

Schon mit dem ersten Song – „Love Is Here To Stay“ von George Gershwin – zieht einen Stigers in den Bann. Spätestens beim zauberischen, im Duett mit Weiterlesen

Jargsblogs beste Scheiben 2013: Musik

Auch im Jahr 2013 gab es eine ganze Reihe bemerkenswert schöner und beeindruckender Alben: diejenigen, die mich am meisten berührt haben, habe ich bereits auf Jargsblog vorgestellt und daraus zum Jahresende eine kleine, feine Auswahl getroffen – was nicht einfach war. Viel Spaß beim Stöbern und entdecken der einen oder anderen musikalischen Perle.

Ganz oben steht dieses Jahr eine amerikanische Künstlerin, die nicht ganz zufällig bereits in einem Musical Janis Joplin darstellen durfte und mich sehr begeistert hat: Dana Fuchs wird in „Bliss Avenue“, meinem diesjährigen Lieblingsalbum, kongenial ergänzt vom Weiterlesen

Glad Rag Doll / Diana Krall

Und nun, nach vielen Büchern und einigen Filmen, zu etwas völlig anderem: Musik. Die kam nämlich in letzter Zeit etwas zu kurz auf Jargsblog.

Würde man die kanadische Jazzpianistin und Sängerin Diana Krall nicht als talentierte Musikerin aus dem Jazzbereich kennen, die seit ihrem Albumdebüt 1993 mit ihren Interpretationen von Jazzstandards ebenso glänzte wie später mit Eigenkompositionen und in Kooperation mit anderen Musikern, man könnte in Anbetracht des doch eher offenherzigen Albumcovers vorschnell auf eines jener Weiterlesen

Bad As Me / Tom Waits

Tom Waits war und ist ein Ausnahmekünstler. Im Herbst des vorvergangenen Jahres stellte er das mit seinem Album „Bad As Me“ erneut unter Beweis – und erneut zeigt auch seine Frau als verantwortliche Songwriterin für sämtliche Songs ihre Klasse. Sein aussergewöhnlicher Gesang, der diesmal gewohnt rauh, aber ungewöhnlich melodienah daherkommt, wird musikalisch unterstützt durch Größen wie Flea (Red Hot Chili Peppers) und Les Claypool, alten musikalischen Haudegen wie David Hidalgo und dem medizinischen Wunder und Gitarrengenie Keith Richards.
Die Bandbreite reicht von melancholisch-traurigen Songs wie dem sehr Weiterlesen

Lieder von Liebe und Tod / Bobo

Ein Album mit deutschen Volksliedern und vertonten klassischen und romantischen Gedichten weckt nicht unebdingt hohe Erwartungen: viele Volkslieder kennt man in den unterschiedlichsten klassischen Interpretationen. Auch das vertonte Gedicht lässt einen zunächst eher an die klassisch-strenge, von zumeist zeitgenössischer Musik inspirierte und umspielte Variante denken.
Bobo (In White Wooden Houses) alias Christiane Bobolina Hebold, der ausgewiesene Theatermusiker Sebastian Herzfeld (präpariertes Klavier) und Annette Kaftan (Saxophon und Bassklarinette) wagen mit „Lieder von Liebe und Tod“ eine Neuinterpreation, die gekennzeichnet ist von extrem Weiterlesen

Vermischung / Jorinde Jelen


Es war, als hätt‘ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt‘.
(aus: Joseph von Eichendorff, „Mondnacht“)
Eichendorff? Rilke?? Was hat das mit Jazz zu tun? Sehr viel, denn Jorinde Jelen und ihre Musiker zeigen auf ihrem bemerkenswerkenswerten Album „Vermischung“ unter anderem je ein vertontes Gedicht dieser beiden schon klassischen deutschsprachigen Dichter und finden dafür eine eigene musikalische Sprache. Subtil arrangiert, machen Jelens Gesang und die perfekt darauf abgestimmten Musiker daraus zwei bemerkenswerte Songperlen, die die klassischen Gedichte zeitlos in die Gegenwart transformieren.
Doch Jorinde Jelen, Bastian Ruppert (Gitarre, Posaune), Steffen Greisinger (Piano), Christian Sievert (Kontrabass, Gesang) und Michael Kersting (Schlagzeug, Udu) glänzen nicht nur damit, sich mutig Weiterlesen

The one / Lizzy Loeb

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Es muss ja nichts heissen, wenn die Eltern Profimusiker sind – schaden kann es auch nicht. Im Fall des Debütalbums von Lizzy Loeb, einer 25 Jahre jungen New Yorker Sängerin und Gitarristin, scheint es sich eher gelohnt zu haben, denn neben dem Vater, dem Jazzgitarristen Chuck Loeb, sind auch andere bekanntere Musiker daran beteiligt wie etwa der deutsche Schlagzeuger Weiterlesen