Epitaph / Moriarty

Natürlich ist es mal wieder peinlich. Da existiert eine Band seit mehr als zwanzig Jahren und ich entdecke sie erst jetzt. Andererseits habe ich vor zwanzig Jahren auch deutlich andere Musik gehört, so dass es wohl verzeihlich sein mag, wenn ich Moriarty erst jetzt entdecke. Nach dieser Entdeckung hoffe ich aber nun in Anbetracht des aktuellen Albumtitels „Epitaph“ (Grabesinschrift) natürlich, dass der Albumtitel nicht wörtlich gemeint ist und man weitere Musik dieser multikulturellen franco-amerikanischen Band mit ihrem breiten instrumentalen und musikalischen Spektrum erwarten darf.

Begründen lässt sich diese Hoffnung allein schon aufgrund der Qualität dieses Albums: „Epitaph“ erwischt einen faktisch von der ersten Note an. Die Multiinstrumentalisten um Sängerin Rosemary Standley, die sich nach einer Romanfigur aus Jack Kerouacs „Unterwegs“ zum Bandnamen inspirieren liessen, fesseln einen bereits vom ersten Song an. Ein Album voller Weiterlesen

Los Pájaros Perdidos : The South American Project / L’Arpeggiata ; Christina Pluhar …

Barocke, volkstümliche Musik aus Venezuela, Argentinien und Paraguay inspiriert Christina Pluhar und ihr aussergewöhnliches Ensemble L’Arpeggiata zu einer fantastischen akustischen Reise: auf vorwiegend zu zupfenden Instrumenten, die quasi aus Europa eingewandert sind, wie etwa Psalterion, Barockharfe, Barockgitarre und Erzlaute, findet das Ensemble, verstärkt durch den Sopran Raquel Anduezas und den Countertenor Philippe Jaroussky eine überraschende, in die Beine gehende Verbindung zwischen alter Folklore, Klassik und Latinpop. „Los Párados Perdidos“ ist damit wesentlich mehr als ein Weiterlesen

Das ist Musik! : von Klassik bis Hip-Hop – Instrumente – Komponisten

„Das ist Musik!“ folgt mit vielen bunten Bildern und Beispielen nicht nur der Geschichte der Musik in Europa, sondern führt auch zahlreiche Beispiele für traditionelle und moderne Musik rund um die Welt auf. Von Hip-Hop bis Klassik, von Reggae bis Flamenco, von Gamelan-Klängen bis zu Greogianischen Gesängen reicht die Bandbreite. Ob Mozart oder Wagner, Violine oder Didgeridoo, Volkslieder, Chinesische Musik oder Weiterlesen

Traveller / Anoushka Shankar

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Ihre berühmte Halbschwester Norah Jones kennt mittlerweile jeder, und auch ihr Vater, der Sitarvirtuose Ravi Shankar dürfte vielen nicht ganz unbekannt sein. Die 1981 geborene Anoushka Shankar hat sich im Gegensatz zu Jones früh der traditionelle indischen Musik verschrieben und trat bereits mit 13 Jahren als Sitarspielerin öffentlich auf. Nach etlichen Auftritten mit ihrem Vater brachte sie 1998 ihr erstes Soloalbum heraus und musizierte seitdem nicht nur mit ihrem Vater und mit ihrer Halbschwester, sondern bereits mit Sting, Jethro Tull, Herbie Hancock und anderen.
„Traveller“ ist ein besonderes Album, denn Anoushka Shankar vertritt damit die gewagte musikalische These, dass Weiterlesen

A Kiss Before You Go / Katzenjammer

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In Deutschland wurde die 2005 gegründete norwegische All-Women-Band ja erst verspätet bekannt, denn ihr erstes und bereits auf Jargsblog gefeiertes Album „Le Pop“ erschien in Deutschland erst mit über einem Jahr Verspätung. Die nach der Comicserie „The Katzenjammer Kids“ benannte Band legt mit „A Kiss Before You Go“ nun eine fulminante zweite CD vor: auch hier begeistern Katzenjammer mit virtuoser Musik, die von Weiterlesen

Zaz / Zaz

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Jarg neigt ja manchmal zu Extremen. So trinkt er schon seit Wochen – obwohl bekennender Kaffee- und Pepsi-Light-Junkie – keine koffeinhaltigen Getränke. Oder er isst wochenlang morgens original Porridge zum Frühstück zum Grausen seiner gesamten Familie. Auch bei Musik hat Jarg so seine Extreme: so gibt es immer wieder Alben, die über Wochen Jargs mobiles Musikspielgerät respektive dessen Ausgabefunktionen über die Ohrschnittstelle nicht nur dominieren, sondern geradezu okkupieren.
So wie bei diesem Album der französischen Musikerin Zaz alias Isabelle Geffroy, die – seit dem Studium in der Strassenmusik und im Cabaret verwurzelt – einen wunderbaren Stil zwischen Weiterlesen

Pilgrim / Fjarill

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Da müssen sich manchmal zwei begegnen, und schon wird etwas Neues, Wunderbares daraus. Fjarill (schwedisch für „Schmetterling), bestehend aus der schwedischen Sängerin und Pianistin Aino und der Geigerin Hanmari aus Südafrika, sind sich in Hamburg begegnet und haben bereits mit ihrem ersten Album „Stark“ einen wunderbaren Beweis ihrer Kreativität und ihres musikalischen Mutes vorgelegt. Mit „Pilgrim“ haben sie 2008 nochmal nachgelegt und vereinen wiederum Elemente aus Weiterlesen