
Da müssen sich manchmal zwei begegnen, und schon wird etwas Neues, Wunderbares daraus. Fjarill (schwedisch für „Schmetterling), bestehend aus der schwedischen Sängerin und Pianistin Aino und der Geigerin Hanmari aus Südafrika, sind sich in Hamburg begegnet und haben bereits mit ihrem ersten Album „Stark“ einen wunderbaren Beweis ihrer Kreativität und ihres musikalischen Mutes vorgelegt. Mit „Pilgrim“ haben sie 2008 nochmal nachgelegt und vereinen wiederum Elemente aus skandinavischer und afrikanischer Folklore mit klassischer Popmusik angloeuropäischer Provenienz zu einer Musik von unglaublicher Zartheit und bemerkenswerter Virtuosität. Immer mal wieder unterstützt von Schlagzeug, Flügelhorn, Bass und Cello wird aus dem Klavierspiel und dem schwedischen Gesang Ainos sowie dem ausdrucksvollen Geigenspiel Hanmaris ein wunderbar leichter, fein gewebter Teppich an Klängen, filigran und komplex, gefühlvoll und mitreissend, ohne je zu dick aufzutragen, in Kitsch abzugleiten oder zu zerfasern. Im Gegenteil: Fjarill nimmt einen mit auf eine akustische Reise, der man sich kaum entziehen mag, eine Reise von großen klanglichen Zauber, magisch, von leichter Melancholie durchzogen, luftig leicht und flirrend wie ein Juliabend. Musik, aus der man verändert, erfrischt und berührt wieder auftaucht und sich wundert, dass die Welt um einen herum noch die gleiche ist.
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