Es war einmal Indianerland / Regie: İlker Çatak. Drehb.: Nils Mohl. Darst.: Leonard Schleicher, Johanna Polley, Emilia Schüle, Joel Basman, Johannes Klaußner, Clemens Schick […]

Ein heißer Sommer. Eine Hochhaussiedlung am Stadtrand von Hamburg. Mauser ist 17, angehender Boxer und wohnt zwei Stockwerke unter seinem mehr oder weniger gleichgültigen Vater Zöllner und seiner Stiefmutter Laura in einem abgeranzten Wohnblock inmitten eines tristen Außenbezirks von Hamburg. Wenn er nicht boxt, versucht er halbwüchsigen Kleinkriminellen und dem überdrehten Kondor aus dem Weg zu gehen. Auf einer illegalen nächtlichen Raveparty, die im Schwimmbad stattfindet, lernt er Jackie kennen, die Weiterlesen

Das Fahrrad : Kultur, Technik, Mobilität / Mario Bäumer ; Museum der Arbeit (Hg.)

Schon vor dem Jubiläumsjahr 2017, in dem wir 200 Jahre Fahrrad feiern, gab es vermehrte öffentliche Aufmerksamkeit für das Trendthema Fahrrad, die sich nicht nur in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen sowie Neuerscheinungen im Buch- und Zeitschriftenbereich niederschlug, sondern auch in Ausstellungen manifestierte. Dazu gehörte auch die damals leider von mir verpasste Ausstellung im Hamburger Museum der Arbeit, der glücklicherweise die hier vorzustellende Buchveröffentlichung zur Seite gestellt wurde.

Nach einem kurzen, zusammenfassenden Schlaglicht auf die Technikgeschichte, bei der beispielhaft auch eine mittlwerweile legendäre Firma wie Weiterlesen

Unterwegs mit Jargsblog : durchs Holsteiner Auenland auf einen Kaffee in Bad Bramstedt

Es war noch recht frisch am letzten Mittwochmorgen, als ich aufs Fahrrad stieg, um so weit in den Norden von Hamburg vorzustoßen wie noch nie bei einer Tagestour. Zum Glück wird einem ja schnell warm beim Radfahren: die Grenzen meiner üblichen Fahrradbekleidung waren allerdings nur durch Schnelligkeit zu überschreiten, was notwendigerweise so langsam den Umstieg auf winterliche Radausrüstung impliziert.

Trotz fehlender Sonne zeigte sich der Herbst in seinem ganzen Zauber, während das Fahrrad mit steter Kurbeldrehung über die Feldwege schnurrte und zwei, drei stein- und schlaglochreiche Holperpisten in langsamer Slalomfahrt bewältigte. Es ist erstaunlich, wie wenig Weiterlesen

Das grosse Hamburg-Erklärbuch : durch die Stadt mit Jan & Jörn / Jan Kruse und Jörn Tietgen

Vom Hafen bis zu Alster und Fleeten, von Kunst, Kultur und Wirtschaft über Sport und Natur bis hin zur Vielfalt ihrer Bewohner wird hier die Stadt Hamburg vorgestellt. Das ansprechend und vor allem anschaulich illustrierte große Buch wartet neben den vielen Bildern auch mit ausführlichen Erläuterungen auf und lässt sich ebenso zum linearen Durchlesen wie zum Stöbern und Entdecken verwenden. Dabei erweist sich Weiterlesen

Flüssiges Glück / Enno Bunger

Wieder einmal gilt es hier Musik vorzustellen, die unverzeihlicherweise bisher komplett an meinem Ohr vorbeigegangen ist. Trotzdem der Künstler, den es hier zu würdigen gilt, seinen Lebensmittelpunkt derzeit in meiner Heimatstadt Hamburg hat.

Nun könnte man mir natürlich daraus den Vorwurf machen, aufgrund sentimentaler Verblendung das aktuelle Album „Flüssiges Glück“ hier – wie bereits jetzt anzukündigen ist, in höchsten Tönen zu loben: schliesslich findet sich auf dem Album eine etwa zehnminütige melancholische Liebeserklärung an Weiterlesen

Über den Winter : Roman / Rolf Lappert

Eine Weile stand er da und sah auf das helle Rechteck, das sich vom Rest der Wand abhob, hörte das leise Knarren des Parkettbodens im Wohnzimmer und das unendlich weit entfernte Geräusch der Welt vor den Fenstern. Er meinte das Gewicht des Gebäudes auf sich zu spüren, das Gewicht all der vergeblichen Worte, die darin gefallen waren, die Last der enttäuschten Hoffnungen, das schwerwiegende Glück, das am Ende des Tages so leicht war, dass es verflog. Er fühlte die Anwesenheit seines Vaters, der über ihm am Küchentisch saß und mit einem Bleistift sorgfältig kleine Buchstaben in Quadrate schrieb und gegen das Vergessen ankämpfte, indem er sich an Surinam erinnerte, obwohl er nie dort gewesen war, und an Maniok, das er nie gegessen hatte. Während er im Türrahmen stand, dem angeblich sichersten Ort beim Einsturz eines Hauses, drückte das riesige Dach auf ihn, und jeder Balken war ein falscher Entschluss, jeder Ziegel ein nicht getaner Schritt ins Freie. (S. 356)

Als Lennard Salm, weltweit erfolgreicher Konzeptkünstler, vom Tod seiner älteren Schwester erfährt, reist er fast widerwillig nach Hamburg zu seiner Familie, mit der er den Kontakt so weit es ging über viele Jahre auf das Notwendigste beschränkt hat. Doch statt rasch wieder in das eigene Leben zurückkehren zu können, verliert er Weiterlesen

Echt : Roman / Christoph Scheuring

Der 16jährige Albert lebt nach der Trennung seiner Eltern bei seinem Vater, einem introvertierten Mathematiker, in einem Haus in Blankenese. Seine Leidenschaft ist die Fotografie: so oft es geht, fährt er zum Hauptbahnhof und fängt mit seiner Kamera Abschiede auf, Augenblicke, in denen ihm die Menschen echter und wirklicher erscheinen.

Während er fotografiert, lernt er eines Tages Kati kennen: sie wirkt Weiterlesen

A Most Wanted Man / Regie: Anton Corbijn. Darst.: Philip Seymour Hoffmann; Rachel McAdams; Daniel Defoe […]

Günther Bachmann arbeitet bei einer Antiterroreinheit in Hamburg. Als der tschetschenische Muslim Issa Karpov in Hamburg auftaucht und durch sein Verhalten rasch Mißtrauen erregt, werden er und seine Mitarbeiter auf ihn aufmerksam. Karpov nimmt über die engagierte Menschenrechtsanwältin Annabel Richter rasch Kontakt mit dem zwielichtigen Bankier Tommy Brue auf, bei dem sein verstorbener Vater eine Menge Geld deponiert hat: Bachmann hofft deshalb, dass Karpov für ihn Mittel zum Zweck sein könnte, um endlich den sich einen redlichen Anschein gebende, wohltätigen und weltoffenen Dr. Faisal Abdullah der Terrorfinanzierung überführen zu können.

Doch auch der Verfassungsschutz hat Karpov im Visier und Weiterlesen

We’re Not the Ones We Thought We Were / Alin Coen Band

Seit ich nicht mehr Samstags mit dem Auto zur Arbeit fahre, entdecke ich manche Musik ja erst mit erheblicher Verzögerung, da der heimische CD-Spieler von Teufelskicker & Co. beherrscht wird und im Regionalexpress und der U-Bahn das Buch mein bevorzugter Begleiter ist. So ging es mir auch mit der Alin Coen Band und ihrem dritten Album „We’re Not the Ones We Thought We Were“, das erst vor kurzem den Weg in meine Ohren fand.

Mit dem zurückhalten vorgetragegen, von dazugesampelten Geräuschen und Klängen unterstützen Song Weiterlesen

Die Muskeltiere : einer für alle, alle für einen / Ute Krause

Hamburg, nahe am Hafen. Eigentlich hatte Picandou bisher ein sorgloses Leben: er lebte unter der Kellertreppe von Herrn und Frau Fröhlichs Feinkostgeschäft, die von ihm natürlich nichts ahnten. Dort lebte es sich wunderbar, denn von den kleinen Leckereien, die Frau Fröhlich anbot, blieb abends immer etwas für ihn übrig. So hatte er sich über die Jahre zu einem recht ansehnlichen, um nicht zu sagen dicken Mäuserich entwickelt. Doch dann starb plötzlich Herr Fröhlich – und hinterließ Frau Fröhlich einen Haufen Schulden. Picandou fürchtete um sein behagliches Leben.

Da liest er eine bewußtlose Ratte von der Straße, die sich Weiterlesen

Über Jarg allein zu Haus, die unerträgliche Verlockung voller Kühlschränke und eine Kinoempfehlung

Ich habe ja nie so recht verstanden, warum es in Hamburg Skiferien gibt. Skiferien? In Hamburg?? Ja, Sie haben richtig gelesen: Skiferien. So nannten wir es damals jedenfalls. Meine Familie und die meisten meiner Altersgenossen fuhren allerdings in diesen offiziell Frühjahrsferien genannten, meistens aber komplett verregneten und naßkalten Urlaubszeiten nie zum Skifahren. Höchstens Eislaufen war drin. Mit Glück auf der zugefrorenen Alster, wenn auch selten. Meiner Vermutung nach hat Hamburg deshalb so früh Ferien, weil irgendwann in den 1950er Jahren einige Hamburger Honoratioren das lobbygeneralstabsmäßig höchst oben durchdrückten, damit ihre aufs Johanneum gehenden Sprösslinge, die dereinst die gutgehende Kanzlei (oder Arztpraxis oder Privatbank oder Reederei) übernehmen würden, mit Papa 300er Benz und Papas Chauffeur am Steuer in den Alpen abhängen konnten, bevor der niedere Plebs aus anderen Bundesländern dort einfiel. Ich ging derweil mit meinem besten Freund H. in die Fossiliensammlung des Geomatikums oder auf Butterfahrt nach Sonderburg – was immer schön war und komplett arztkinderfrei.

Es nutzt nun natürlich alle graue Theorie nichts, wenn wieder die Ski- oder Frühjahrsferien anstehen und die freie Zeit außerhalb der Schule gefüllt sein will. Also fährt die hamburgische Familie richtigerweise in den Süden. Natürlich Weiterlesen

Der Schatz auf Pagensand / Uwe Timm

Das Motiv der Schatzsuche prägt etliche Kinder-und Jugendromane, verbinden sich damit doch Assoziationen von Abenteuer, Gefahr, Geheimnis und freundschaftlichem Zusammenhalt, nicht selten in Kombination mit Elementen von Verrat, Betrug und Ruchlosigkeit, denen die Hauptpersonen trotz ihres Alters in der Regel kindliche Phantasie und Kreativität, Witz und jene unerschuetterliche hartnaeckigkeit entgegensetzen, die ein Ziel verfolgende Kinder auszeichnet. So ist es bei modernen Interpretationen dieses Motivs von Seeräubermoses bis …, von der Klassiker wie der Schatzinsel oder …. ganz zu schweigen.

Uwe Timms Abenteuer spielt im Jahr 1954 in Hamburg. Benno, Georg, Jan und Jutta, alle um die 11 Jahre alt, stehen kurz vor Ende des Schuljahres. Der aufgeweckte, intelligente Benno, der aus einfachen Verhältnissen stammt, hat Probleme mit der Rechtschreibung, wird von seinem Deutschlehrer fies gemobbt und das Gymnasium verlassen müssen. Georg , Jan und Jutta sind zunächst skeptisch, als er ihnen vorschlägt, auf einer Elbinsel nach Störtebekers Schatz zu suchen. Doch Benno, der alles zu dem Thema gelesen und sogar im Staatsarchiv recherchiert hat, überzeugt die drei: sie legen ihr Taschengeld zusammen und Weiterlesen

Erobern Steine den Planeten?

Bei diesem Sonnenwetter bleibt in meinem verspäteten Frühlingsurlaub leider keine Zeit für das Lesen von Büchern und das Verfassen von Rezensionen. Dabei sind die tägliche Tour zur Schule und zurück, Vorbereitungen für das Mittagessen und andere Haushaltstätigkeiten nicht unbedingt die wesentlichen zeitbindenden Faktoren. Überraschenderweise ist es der unspekatulär erwscheinende Entschluss, den Balkonbelag zu sanieren, der gegen den erklärten Protest des männlichen Zwillings überfällig ist, hat sich doch in der geliebten zeh Jahre alten Beplankung mittlerweile allen Ölungen zum Trotz allerlei holzzersetzendes organisches Material angesiedelt.

Eine unscheinbare Entscheidung mit weitreichenden Folgen. Denn sowohl die Entsorgung der alten Beplankung bei dem neuen, komplett anders anzufahrenden Recyclinghof als auch das Besorgen der neuen Balkonbeläge wuchsen sich zu einer wahren homerischen Odyssee durch den flächendeckend mit Baustellenengpässen durchsetzten Westen der Stadt aus. Aber wie schon Odysseus weiland auf seiner nicht enden wollenden Reise eine Erfahrung nach der anderen sammelte, konnte ich mich – glücklich die Weiterlesen

Zurückbleiben bitte! oder: übernehmen die Kinder die Macht?

Generationen von U-Bahn-Passagieren in Hamburg waren daran gewöhnt: vor dem Schliessen der U-Bahn-Türen erklang ein herzhaft geschnarrtes, in den letzten Jahren sanft vom Tonband ertönendes „Zurückbleiben bitte“ (Beispiel: hier), dass über die Jahre noch mit Warntönen und Blinklichtern technisch aufgepeppt wurde.

Das ist vorbei: die Blinklichter und die Warntöne bleiben, aber die Ansage „Zurückbleiben bitte!“ gibt es seit Montag nicht mehr. Nicht, dass das unbedingt zu bedauern wäre und sicher sind die Gründe dafür durchaus schlüssig. Allerdings hatte es einen gewissen touristischen Wert: Auswärtiger Besuch war immer sehr angetan von der Durchsage – vor allem zu Zeiten, als der Text eher wie „Zrrübleim bidde“ klang und zu lautmalerisch ausgekosteten, erheiternden Wiederholungen einlud. Nun, dass Ministry of sound wird ja irgendwann gegründet und gründet dann sicher ein Museum obsoleter Ansagen.

Als Vater von Zwillingen allerdings bekommt das „Zurückbleiben bitte!“ für mich zumindest in musikalischer Hinsicht eine ganz neue Konnotation: bisher war ich Weiterlesen

Starke Böen, Salatobstteigtaschen und die Cap San Diego: der Besuch mit Zwilling 2

Bereits im September hatte ich ja über den Besuch auf der Cap San Diego mit dem Zwillingsjungen geschrieben und angekündigt, dass ich bei Gelegenheit auch mit seiner Zwillingsschwester einen Besuch auf dem Musumsschiff machen und darüber berichten würde, war ich doch selbst neugierig darüber, wie der zweite Besuch ausfallen würde.

Nun war es also soweit. Während T. sich auf einem Kindergeburtstag befand, freute sich Th. schon wie eine Schneekönigin auf den Ausflug zu den Landungsbrücken. Im Gegensatz zu September hatten wir früh im November recht stürmisches, wechselhaftes Wetter, was feste, fast schon seegeeignete Kleidung ratsam erscheinen liess.

Während T. eher dazu neigte, dass Schiff in einer rasenden Geschwindigkeit zu durchqueren, um ja alles zu sehen und in seinem technikaffinen Hirn abzuspeichern, setzte Th. die Schwerpunkte eher auf Weiterlesen

Bordsteinkönig : meine wilde Jugend auf St. Pauli / Michel Ruge

Er brauchte Gewalt, sie war wie eine Bestätigung für ihn. Allmählich wurde sie für ihn zu einer Droge. Es beginnt ganz langsam, wie bei jeder Sucht. Man wird angezogen von einem romantischen, naiven Bild des Straßenkampfes und der Männlichkeit. Am Ende zerstört einen die eigene Sehnsucht. (S. 266)

Wer in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren in Hamburg in den sogenannten „besseren“ Stadtteilen aufwuchs, kam meistens wenig in Berührung mit der dem Kiez und den Jugendlichen, die in den düsteren Vierteln aufwuchsen. Manchmal sah man in der Schule vielleicht einen, der eine Bomberjacke trug und trotz seiner kiezfernen Sozialisation zu irgendeiner der sich zunehmend bildenden Jugendgangs gehörte. Aber das war die Ausnahme. Man ahnte dumpf, dass etwa der Stadtteil St. Pauli dabei war, sich zum sozialen Brennpunkt zu entwickeln. Den Fischmarkt und die Landungsbrücken besuchte man durchaus … aber dahinter war Niemandsland, ein Gebiet, dass man als Teenager nicht unebdingt betrat. So jedenfalls ging es mir als angehenden Erwachsenen, der erst später in seinen frühen Zwanzigern die Freuden großstädtischen Partynachtlebens auszukosten begann.

Wer dort aufwuchs, dürfte in der Regel keine einfache Sozialisation und in der Regeln auch vergleichsweise wenig Chancen gehabt haben. Michel Ruge wurde 1969 in St. Pauli geboren. Seine sehr junge Mutter war Kellnerin, sein Vater betrieb drei Bordelle.

In „Der Bordsteinkönig“ berichtet er auf ebenso eindringliche wie Weiterlesen

Über Schiffsbesuche, Zwillingsnotwendigkeiten und analogen Zauber

Wenn sie klein sind, werden Zwillinge ja gerne zusammen eingeladen. Das verändert sich mit den Jahren insbesondere bei jenen Zwillingen, die sowohl dem Jungs- als auch dem Mädchenuniversum jeweils einen Vertreter zuzuordnen haben: so findet sich ein Zwilling auf einem Geburtstag wieder, während der andere mit Vater oder Mutter daheim bleibt. Nun ist ja nichts unschöner, als wenn ein begeisterter Zwilling von einer rauschenden Geburtstagsparty heimkehrt und der andere außer den üblichen, oft genutzten heimischen Möglichkeiten (Spielplatz, Bücherlesen, Tierpark, Einkaufsnotwendigkeiten) so gar nichts erlebt hat.

Zum Glück bietet Hamburg da einiges an Möglichkeiten. Da ich vor Jahren mit der besten Freundin von allen und mit ihrem (mittlerweile schon studierenden) Sohn die Cap San Diego besuchte und unser Weiterlesen

Sohnemänner / Regie u. Drehb.: Ingo Haeb. Darst.: Peter Franke, Marc Zwinz, Renate Delfs …

Der rebellische, in die Jahre gekommene Edgar ist konsterniert: plötzlich ist seine hochbetagte Mutter Hilde aus dem heruntergekommenen Altenheim verschwunden, in dem er sie kurzfristig unterbringen musste. Schnell stellt sich heraus, dass sein Sohn Uwe dahintersteckt: der wohnt mit seinem gut betuchten Lebensgefährten Johannes in einem opulent ausgestatteten Schwarzwaldhof und hat sie aus Hamburg entführt, um seiner geliebten Oma, bei der er aufgewachsen ist, einen angenehmeren Lebensabend zu bieten.

Das kann Edgar nicht auf sich sitzen lassen: er fährt in den Schwarzwald, um klar Schiff zu machen. Das ist gar nicht so einfach, denn Weiterlesen

Film am Mittwoch : Fernschreiber

Als Kind habe ich meine Mutter oft nach der Schule von der Arbeit in einer Import-/Exportfirma in der Hamburger Feldbrunnenstrasse abgeholt, die ich über die U-Bahn Hallerstrasse erreichen konnte: dort durfte ich mir, falls ich noch warten musste, die Zeit mit dem Büromaterial vertreiben, mit dem die Firma handelte, oder eine alte mechanische Schreibmaschine benutzen. In dem Büro einer Import-/Export-Firma stand auch ein Weiterlesen

Unterwegs mit Jargsblog : Für eine Handvoll Möhren

Natürlich ist es betrüblich, wenn der eigene Urlaub schon vorbei ist, während die Familie noch die Vorzüge des südlichen Brezelparadieses nutzt, täglich im Badesee schwimmt und morgens bis 9:00 Uhr schlafen kann.

Andererseits gibt es freie Tage und mit der Abwesenheit der Familie die Chance für Extratouren und Ausflüge, gerade bei diesem von mir so geliebten trockenheissen wetter. So sattelte ich am vergangenen Mittwoch den „Hobel“, mein altes, ein wenig heruntergekommenes Herrenrad mit der wunderbaren Drei-Vierhalbe-Nabenschaltung (eigentlich ein Fünfgänger) und der infernalisch lauten Trommelbremse, packte den Kompass, ein wenig Verpflegung und zwei große Weiterlesen

Lüders – Buchhandlung & Antiquariat in Hamburg

Eine meiner Lieblingsbuchhandlungen hat ihr Domizil im Heussweg 33 in Hamburg-Eimsbüttel: „Lüders – Buchhandlung & Antiquariat„.
Ein relativ winziger Laden mit einer feinen Auswahl an aktuellen und antiquarischen Titeln, freundlichen Weiterlesen

Die Piratenamsel / Uwe Timm


Der Beo Padde bekam seinen Namen, weil er beim Fliegenlernen immer wie ein Frosch herumhüpfte. Abgesehen davon lernt er wie alle Beos, wie man einen Tiger, einen Bach oder das Keckern eines Affen nachmacht. Und natürlich lernt er sprechen.
Aber eines Tage ist es vorbei mit der Dschungelherrlichkeit: Padde gerät mit anderen Vögeln in ein Netz und landet mit anderen Vögeln auf einem Schiff nach Hamburg und schliesslich im Zoogeschäft von Herrn Schulte, genannt Henkel-Ohr. Zum Glück trifft er Weiterlesen

1200 Tage Samstag : Weltumsegelung mit Hippopotamus / Sönke Roever

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Auch wer kein Segler ist, kennt vielleicht diese Träume: ein Schiff besteigen, fortsegeln, fremde Küsten und Länder bereisen, Menschen aus anderen Kulturen begegnen. Sönke und Judith Roever beschliessen, von Hamburg bis nach Neuseeland zu segeln. Während Sönke Roever mit dem Segeln bereits einige Erfahrung hat, ist Judith Roever Neuling auf diesem Gebiet. Sie kündigen ihre Jobs und ihre Wohnung, lagern alles ein und kaufen ein Schiff, das groß genug ist für den Törn und „Hippopotamus“ getauft wird. Nach der Ausrüstung ihres mit einem kleinen Motor ausgestatteten Segelschiffes stechen sie 2007 in See und nehmen über den Weiterlesen

Pilgrim / Fjarill

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Da müssen sich manchmal zwei begegnen, und schon wird etwas Neues, Wunderbares daraus. Fjarill (schwedisch für „Schmetterling), bestehend aus der schwedischen Sängerin und Pianistin Aino und der Geigerin Hanmari aus Südafrika, sind sich in Hamburg begegnet und haben bereits mit ihrem ersten Album „Stark“ einen wunderbaren Beweis ihrer Kreativität und ihres musikalischen Mutes vorgelegt. Mit „Pilgrim“ haben sie 2008 nochmal nachgelegt und vereinen wiederum Elemente aus Weiterlesen

Wasser und Seife / Regie, Drehb. und Kamera: Susan Gluth. Musik: Nils Koppruch

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Hamburg. Stadtteil Flottbek. Die Stadt schläft. Doch drei Frauen sind chon wach, arbeiten ungelernt für geringen Minimallohn in Hitze, feuchter Luft, grossem Lärm. Es dampft, zischt und rummelt. Große Wäschetrocknern wummern, Dach- und Sanierungsarbeiten steigern den Lärm, und dann bricht noch ein Rohr. Auch der Chef Weiterlesen

Absolute Giganten – Elvis, 3 Freunde und ein 74er Granada: Respekt/ Regie und Drehb.: Sebastian Schipper. Darst: Frank Giering, Florian Lukas, u.a.

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Drei Hamburger Jungs. Drei dicke Freunde. Walter arbeitet als Mechaniker in einer heruntergekommenen Autowerkstatt, Ricco, der sich als Rapper fühlt, in einem Fast-Food-Restaurant. Floyd, der Dritte im Bunde, hat gerade eine Bewährungsstrafe hinter sich. Er will neu anfangen und auf einem Containerschiff anheuern. Doch seine beiden besten Freunde erfahren erst Weiterlesen