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Unterwegs mit Jargsblog : durchs Holsteiner Auenland auf einen Kaffee in Bad Bramstedt

Es war noch recht frisch am letzten Mittwochmorgen, als ich aufs Fahrrad stieg, um so weit in den Norden von Hamburg vorzustoßen wie noch nie bei einer Tagestour. Zum Glück wird einem ja schnell warm beim Radfahren: die Grenzen meiner üblichen Fahrradbekleidung waren allerdings nur durch Schnelligkeit zu überschreiten, was notwendigerweise so langsam den Umstieg auf winterliche Radausrüstung impliziert.

Trotz fehlender Sonne zeigte sich der Herbst in seinem ganzen Zauber, während das Fahrrad mit steter Kurbeldrehung über die Feldwege schnurrte und zwei, drei stein- und schlaglochreiche Holperpisten in langsamer Slalomfahrt bewältigte. Es ist erstaunlich, wie wenig Verkehr man an einem normalen Werktag auf diesen Nebenstrecken hat: ein, zwei Hektiker gibt es natürlich immer, aber es geht doch weitaus gesitteter zu als im Hamburger Verkehr und selbst die rasante Gemüsehänger durch die Gegend kübelnden Riesentrecker fahren durchaus vorausschauen und rücksichtsvoll. Lediglich wenn der Radweg die Kleinstädte auf der Strecke passiert, kommt es ab und an zu kleineren Konflikten: manchmal bedingt durch unsinnige Verkehrsführung, manchmal durch Autofahrer selbst.

In Bad Bramstedt war dann nach 50 km endlich ein Kaffee fällig, bevor ich mich rasch wieder auf die Rückfahrt machte, verbunden mit dem bei meinen Fahrradtouren im Falle sich bietender Gelegenheit fast schon rituellen Honigkauf bei einer Imkerei in Nützen und mit einem Schlenker zum Pferd.

Eine schöne Ecke. Bad Bramstedt hat einen ganz entzückenden Kurpark nebst Kneippanlage, den man durchfahren kann, wenn man das südlich der Stadt gelegene, von einer steinig-huckligen Piste durchzogene Wäldchen durchquert hat. Ein Wäldchen, in dem sich übrigens auch ein Trimm-Dich-Pfad befindet. Die Gegend hier heisst übrigens Holsteiner Auenland, was natürlich sofort Assoziationen zum „Herrn der Ringe“ weckt. Ich habe aber vergeblich nach kleinen flauschfüßigen Hobbits auf Minifahrrädern Ausschau gehalten, die durch das Unterholz flitzen. Zwar hörte ich eine Weile lang stetig anschwellenden mächtigen Lärm, aber das kam nur von ein paar tausend Blechorks auf der zu querenden Autobahn, die mich nicht weiter behelligten, sondern mit sich beschäftigt waren.

Beim nächsten Mal mache ich dann die grosse Kurve gen Westen und Süden und schliesse an die bisher schon erkundeten und vertrauten Gebiete an. Das wird dann im Winter sein und mit der bis dahin erstandenen passenden Kleidung.



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14 Kommentare zu “Unterwegs mit Jargsblog : durchs Holsteiner Auenland auf einen Kaffee in Bad Bramstedt

  1. Wunderschoene Bilder, lieber Jarg, und ein wirklich lesenswerter Bericht. 🙂 Sehe ich das ricxhtig, dass es 100 Kilometer waren? RESPEKT!
    Hab‘ einen feinen Restsonntag,
    Pit

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    • Danke, lieber Pit. Ja, das waren 100 km. Da es bis Bad Bramstedt 50 sind, hätte ich nur noch ca. 60 bis Kiel bzw bis zur Ostsee weiterfahren müssen, musste aber leider wg eibes Termins rechtzeitig zurück. Jetzt arbeitet das natürlich in meinem Velozipädistenhirn und sucht nach Gelegenheit. Immerhin habe ich jetzt auch die richtigen Winterrradelklamotten.
      Eine zauberhafte Woche wünscht dir Jarg

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      • Da werde ich aber wirklich neidisch, oder deprimiert. 😉 Aber im Ernst: ich bewundere Dich!
        Die Woche hier soll wirklich gut werden: nachts runter auf 5! Grad, tagsuber aber immer noch bis zu 25 und auch knapp druber, dazu eine leichte Brise, trockene Luft [gut unter 50%], und strahlender Sonnenschein: so kann es bleiben!

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      • Mein wahrscheinlich unerreichbares Vorbild ist ja seit kurzem der erste in dieser Fahrrad-Sendung porträtierte 95jährige Radler:
        https://www.zdf.de/gesellschaft/sonntags/radfahren-100.html
        Der ist seit 2001 110.000 km und damit im Schnitt über 7000 km pro Jahr gefahren und fährt immer noch. Ich habe am Ende in dem einem Jahr mit meinem Roadster gerade mal etwas über 4000 km geschafft.
        Hier (bin gerade in Hohenlohe) ist es sehr herbstlich – aber Mittwoch und Donnerstag soll es schön werden und bis zu 17 Grad : da geht es dann auf eine zweitägige Wanderung mit dem 12jährigen Sohn im Schwäbisch-Fränkischen Wald. Limes, kleine Schluchten und so. Freuen uns schon.

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      • Waere das schoen, wenn wir das auch erreichen wuerden: so ein Alter in solcher Fitness! Danke fuer den Link.Mein bestes Jahr war 2008, mit etwas ueber 4600 Kilometern.
        Dann wuensche ich Dir und Deinem Sohn ein paar wunderschoene Tage.
        LG,
        Pit

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      • Halb so fit in dem Alter wäre schon cool. Danke für die guten Wünsche. Wir freuen uns schon auf die Zeit zu zweit.
        Liebe Grüsse von Jarg

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