Together Alone / Alex Hepburn

Es ist schön und befreiend, sich diesen Kram von der Seele zu schreiben. Zuerst habe ich nur die blanken Tagebuchnotizen, die sich mit der Zeit in Reime und schließlich in Gesang verwandeln. Wie eine Transformation, eine Art recycelter Schmerz, aus dem etwas Schönes und Kreatives entsteht. Ich denke, es gibt auf der Welt viel mehr Menschen, denen es mies geht, als glückliche Menschen. Glück ist ein seltener Zustand. (Alex Hepburn. Quelle: laut.de, 16.09.2013)

Janis Joplin wurde hier ja bereits bei der Rezension zum beeindruckenden Album „Bliss Avenue“ von Dana Fuchs bemüht: natürlich greifen solche Vergleiche immer etwas zu kurz, kann man eine Künstlerin nicht darauf reduzieren, dass die Klangfarbe ihrer Stimme an jemand anderen erinnert.

Auch Alex Hepburn hat nun dieses gewisse Weiterlesen

Bad As Me / Tom Waits

Tom Waits war und ist ein Ausnahmekünstler. Im Herbst des vorvergangenen Jahres stellte er das mit seinem Album „Bad As Me“ erneut unter Beweis – und erneut zeigt auch seine Frau als verantwortliche Songwriterin für sämtliche Songs ihre Klasse. Sein aussergewöhnlicher Gesang, der diesmal gewohnt rauh, aber ungewöhnlich melodienah daherkommt, wird musikalisch unterstützt durch Größen wie Flea (Red Hot Chili Peppers) und Les Claypool, alten musikalischen Haudegen wie David Hidalgo und dem medizinischen Wunder und Gitarrengenie Keith Richards.
Die Bandbreite reicht von melancholisch-traurigen Songs wie dem sehr Weiterlesen

Jargsblogs Beste 2012 : Musik

Auch bei der Musik fällt die Auswahl schwer, obwohl auf Jargsblog in diesem Jahr deutlich weniger Musikalben rezensiert wurden wie in den Vorjahren. Aber natürlich finden sich auch hier wieder akustische Perlen:


Wer Arcade Fire oder Mumford % Sons mag, wird auch an diesem Kammerpopalbum Gefallen finden. „My head is an Animal“ von Of Monsters an Men bietet zwölf außergewöhliche Songs: Die Stücke sind bei aller Opulenz äßerst filigran und mit viel Liebe zum Detail arrangiert und verbinden Klänge von Weiterlesen

Yellow & Green / Baroness

Für den geneigten Hörer, der Baroness bisher nicht kannte oder sie mit der Einordnung als Progessive-Metal-Band vorab aus dem Kanon der eigenen musikalischen Vorlieben ausschloss, könnte das dritte, in drei Jahren entstandene Album Yellow & Green eine durchaus geeignete Eintsiegsdroge sein. Virtuos, mit durchaus METALischem Impetus, aber auch deutlich erkennbaren Weiterlesen

Stop drop and roll!!! / Foxboro Hot Tubs


Musikalisch in den 60er-Jahre-Pop einzutauchen, ist ja seit einiger Zeit recht angesagt und gelingt mal mehr, mal weniger gut. Die amerikanischen Punk-Rocker von Greenday lassen sich in ihrem mit anderen gegründeten Nebenprojekt Foxboro Hot Tups offensichtlich stark von Band aus dieser Zeit wie den Kinks, Buddy Holly, The Who, The Clash und anderen inspieren und surfen stilistisch mit Weiterlesen

Layla and other assorted lovesongs / Derek and The Dominoes

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Derek and the Dominoes? Wer soll das denn sein? Und dann noch so ein altmodisches Plattencover. Tatsächlich versteckt sich hinter „Derek“ kein Geringerer als Gitarrenlegende Weiterlesen

Build a rocket boys! / Elbow


Leider droht ja in unserer Zeit des Musikhäppchendownloads die Albumkultur verloren zu gehen. „Built a rocket boys“ von Elbow zwigt eindrucksvoll, was ein gut gemachtes Album zu leisten vermag: es nimmt den Hörer mit auf eine akustische Reise, verlangt ihm aber auch die volle Aufmerksamkeit ab, verweigert, als Hintergrundplätschern gehört zu werden.
Die Musik von Elbow lässt auch gar nichts anderes zu, den bereits der erste, sacht mit einem Ticken beginnende Track „The Birds“ um die Begegnung eines Weiterlesen