Jargsblogs beste Scheiben : Nachlese Film 2016

Die Filmauswahl auf fünf zu beschränken, erwies sich für diese Nachlese der besten Filme, die ich im ablaufenden Jahr geschaut habe, als überaus schwer. Daher sind es jetzt doch relativ spontan und entsprechend dem radikal-subjektiven Ansatz dieses Blogs sieben Filme geworden, die allerdings durchaus herausragen aus den vielen guten Filmen, die ich dieses Jahr gesehen habe.

Fúsi ist Mitte Vierzig, extrem übergewichtig, wortkarg und lebt noch bei seiner Mutter. Er, arbeitet als Gepäckpacker auf dem Flughafen von Reykjavik, nimmt nie Urlaub und war auch noch nie auf Reisen. Von seinen Kollegen wird er wegen seiner Statur und seiner Unerfahrenheit mit Frauen gemobbt und verbringt seine Freizeit mit dem Nachstellen von Weltkriegsschlachten im Modell, mal allein, mal mit seinem einzigen Freund. Eine Freundin hatte der gutmütige Fúsi tatsächlich noch nie, hat sich aber in seinem Leben eingerichtet, hinterfragt es nicht und lässt es seinen gewohnten Gang gehen. Doch dann Weiterlesen

Jargsblogs beste Scheibenwelten: Nachlese Filme 2014

Die Bandbreite der 2014 besprochenen Filme reichte vom Kinderfilm über die Dokumentation bis zum abendfülllenden Spielfilm: die Auswahl bei den Filmen versucht dieser Bandbreite gerecht zu werden.

Im Alter muss man schauen, wo man bleibt. Das macht uns „Paulette“ in dem gleichnamigen Film vor. Ein wunderbarer, politischer absolut unkorrekter Film, der seine unsympathische Hauptfigur über den kreativen Haschisch-Handel einen Weiterlesen

Jargsblogs beste Scheiben 2013: Film

Auch im Bereich Film gilt es, eine Jahresbilanz zu ziehen: ich hoffe, es darf eine Scheibe mehr sein, da ich bei der Musik leider nur neun auserwählte Alben präsentieren konnte, die den Kriterien der radikal-subjektiven Best-of-Wahl für 2013 standhalten konnten. Einfach war es wieder nicht, da es 2013 eine ganze Reihe wunderbarer und beeindruckender Filme gab.
Die Auswahl ist wieder bunt gemischt und umfasst Kinderfilme ebenso wie Weiterlesen

Jargsblogs Beste 2012 : Filme

Filmrezensionen waren im letzten Jahr seltener auf Jargsblog zu finden als in den Vorjahren. Doch unter den auf Jargsblog besprochenen Fiolmen gab es auch 2012 solche, die besondern beeindruckend waren:


Jack in Love von und mit Philip Seymour Hoffman ist eine leise romantische Liebeskomödie mit ernst-melancholischen Untertönen, die eine Lanze bricht für ungewöhnliche, introvertierte Menschen, die nicht in die Norm passen und sich sehr wohltuend vom üblichen Hollywood-Blockbuster-Liebesschwulst abhebt.


Mit „Love“ legte William Eubank einen intensiven, weit über sein Genre hinausragenden Science-Fiction-Film von großer psychologischer und Weiterlesen

Ein Sommersandtraum / Regie u. Drehbuch: Peter Luisi. Darst. : Fabian Krüger, Frölein Da Capo, …

Das misanthropische Musikgenie Benno, als Dirgent einst gescheitert, arbeitet als Philatelist in einer Briefmarkenhandlung. Benno ist Ordnungsfanatiker, liebt Beethoven und schöne Frauen. Täglich trinkt er seinen Kaffee bei Sandra, die eine Cafebar in dem gleichen Haus betreibt, in dem Benno wohnt. Zu Bennos großem Missfallen übt Sandra, die von einer Karriere als Musikerin träumt, allabendlich lautstark ihre Songs in der Bar und muss daher regelmäßig Bennos Beleidigungen und Beschimpfungen über sich ergehen lassen.
Doch eines Morgens ist alles anders: Benno findet Sand in seinem Bett. Schnell stellt er fest, dass er selbst den Sand verliert, der Sand aus seinen Weiterlesen

Best of Jargsblog 2011 : Filme und Musik

Nach „Best of Jargsblog 2011: Bücher“ folgt heute der zweite Teile mit Musik und Filmen, wie immer radikal subjektiv aus dem Augenblick heraus entschieden, was in Anbetracht der Fülle des Gehörten, Gesehenen, Besprochenen nicht leicht fällt.

Filme:


Herausragend als Familienfilm und erster Film, den die >Zwillinge vom Jarg im Kino gesehen haben, war im Sommer 2011 der wunderbare norwegische Kinderfilm „Mein Freund Knerten“, der seit kurzer Zeit auch auf DVD erhältlich ist und von dem offenbar weitere Teile zu erwarten sind.


Literaturverfilmungen sind so eine Sache: oft ist der von einem Buch berührte Leser enttäuscht, wenn er die Bilder in seinem Kopf mit den Bildern des Films konfrontiert sieht. Anders bei „The Road“ nach dem Roman von Cormack McCarthy: ein Film, der die erschütternde Wucht des Romans gekonnt auf die Leinwand bringt.


Regisseurin Urszula Antoniak ist mit „Nothing Personal“ – sicher auch durch die hervorragende Besetzung, ein wunderbares cineastisches Kammerspiel um zwei einsame Menschen gelungen, tragisch und beglückend zugleich, dass einen sprachlos zurücklässt.


Das Science-Fiction-Filme wesentlich mehr bitten können als Geballer, rasende Raumschiffe und exotische geschöpfe zeigt Duncan Jones Film
„Moon“ mit Sam Rockwell in zentralen Rollen: ein gesellschaftskritischer Film, der sich mit existentiellen Fragen zur menschlichen Identität beschäftigt und dafür eine eindrucksvolle Sprache findet.

Der französische Film „Sommer an der Seine“ weicht wohltuend ab von all den seichten Ach-wie-schön-sind-Paris-und-die-Liebe-Filmchen und inszeniert einen Kunstraub zu einer gelungenen Mischung aus Liebesdrama, Krimi und der Geschichte zweier Brüder.

Musik:


Die Entdeckung des Jahres 2011 war für jarg die Entdeckung der außergewöhnlichen Musik von Elliott Smith, ausgelöst durch „An introduction to Elliott Smith“. Der geniale Musiker hat in seinem leider zu kurzen Leben eine Fülle aussergewöhnlicher Songs geschaffen, zu denen diese Sammlung einen guten Einstieg bietet.


Aus Familiensicht erwies sich im Sommerurlaub das aktuelle Album von Jupiter Jones als Dauerläufer im Auto bei Fahrten durch Angeln an der Ostsee. Kraftvolle Musik, wunderbar besungen, die man bedenkenlos auf „repeat“ stellen konnte.


Echte Songwriter-Songs, und das auch noch auf Deutsch, bietet Bosse auf seinem Album „Wartesaal“, das musikalisch und textlich in den Bauch und nicht selten in die Beine geht.


Elbow zeigen mit „Built a rocket boys“, dass es sich in Zeiten des musikalischen Häppchen-Downloads lohnt, auf der Albumkultur zu beharren, und schaffen ein Werk aus einem Guss mit Songs, die Geschichten erzählen und musikalisch mal kraftvoll, mal zurückhaltend instrumentiert sind. Ein echter Ohrgenuss!


Das ist keine Musik, die man nebenbei beim Möhrenschnitzeln hören kann: wer sich aber Selah Sue anvertraut, entdeckt im Alöbum der belgischen Songwriterin eine musikalische Bandbreite, verbunden mit schön getexteten Songs, die das ganze Potential der jungen, ungewöhnlichen Musikerin aufscheinen und auf mehr hoffen lassen.

500 Buch-, Musik- und Filmbesprechungen auf Jargsblog

Jargsblog feiert die 500. Rezension – und das bis Ende Oktober mit täglichen Besprechungen von aussergewöhn-
lichen Büchern, Filmen, Musik. Den Anfang machen
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„Geschichten aus der Vorstadt des Universums“ von Shaun Tan
unter anderem gefolgt von
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„Ondine – Das Mädchen aus dem Meer“
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„Die Geschichte der Liebe“ von Nicole Krauss
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„Der Rosinenkönig“ von Fredrik Sjöberg
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„Was ist da passiert?“ von Bruno Heitz
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„Der Fliegenfänger“ von Willy Russell
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„Selah Sue“ von Selah Sue

„Abends um 10“ von Kate de Goldi
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„Pigeon English“ von Stephen Kelman
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„Krawinkel und Eckstein – Die Erfindung“ von Wouter van Reek
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„Tage & Nächte“ von Sigrid Zeevaert
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„Bootsmann, Lütt Matten und all die anderen“ von Benno Pludra