Das schönste Mädchen der Welt / Regie: Aron Lehmann. Darst.: Aaron Hilmer, Damian Hardung, Luna Wedler, Jonas Ems […]

Als staatlich anerkannter Grossnasenträger, der zu Schulzeiten so manchen Spott und gelegentliche Zollstöcke im Gesicht ertragen musste, überdies in der sozialen Hackordnung eher unter die Verlierer am untersten Ende der sozialen Nahrungskette unter der Rubrik „Exoten, Freaks und Sonderlinge“ einsortiert wurde, waren schon die Verfilmungen „Roxanne“ mit Steve Martin und Daryl Hannah (1987) sowie Derpardieus legendärer Cyrano von 1990 besondere filmische Ereignisse für mich, legte sich hier doch die Kraft der Poesie auf besondere Weise über die inhaltliche Leere der Schönheit. Edmond Rostands weitgehend fiktives Versepos über den Schriftsteller Cyrano de Bergerac, der als Erfinder der Science Fiction gilt, inspirierte nun auch den deutschen Regisseur Aron Lehmann zu einer modernen Adaptation.

Der 17jährige Cyril, von seinen Mitschülern wegen Weiterlesen

Der Nebelmann / Regie: Donato Carrisi. Schauspieler: Toni Servillo, jean Reno, Alessio Boni […]

Der bekannte Sonderermittler Vogel (Toni Servillo), der wegen seiner unkonventionellen Ermittlungsmethoden bekannt und auch umstritten ist, sucht mitten in der Nacht in einem kleinen Ort in den norditalienischen Alpen den Kontakt zum Psychologen Augusto Flores (Jean Reno). In Rückblenden und aus Weiterlesen

Papa Moll und die Entführung des fliegenden Hundes / Regie: Manuel Flurin Hendry.

Eigentlich läuft alles gut für Papa Moll. Doch kurz vor einem Wochenende, dass er allein mit den Kindern verbringt, nimmt das Unheil seine Lauf: die Wasserleitungen sind beschädigt und sein Sohn Fritz ärgert den Dorfpolizisten. Dazu kommt noch Molls Chef: der will die wirtschaftlich angelaufene, einstmals legendäre Schokoladenfabrik durch Weiterlesen

Schellen-Ursli / Regie: Xavier Koller. Nach dem Buch von Selina Chünz & Alois Carigiet. Darst.: Jonas Hartmann; Julia Jeker; Laurin Michael (…)

Guarda, ein Dorf im Unterengadin, Kanton Graubünden, Schweiz, etwa um 1900 (n.u,Z.). Im Sommer hilft der 11jährige Uorsin seinen Eltern, einem Käser und seiner Frau, bei der Arbeit oben auf der Alp, hütet Ziegen und packt mit an. Er ist befreundet mit Seraina, deren Eltern ebenfalls in den Bergen arbeiten. Beim Almabtrieb im Herbst kommt es zu einem Unglück: obwohl Weiterlesen

Jargsblogs beste Scheiben 2013: Film

Auch im Bereich Film gilt es, eine Jahresbilanz zu ziehen: ich hoffe, es darf eine Scheibe mehr sein, da ich bei der Musik leider nur neun auserwählte Alben präsentieren konnte, die den Kriterien der radikal-subjektiven Best-of-Wahl für 2013 standhalten konnten. Einfach war es wieder nicht, da es 2013 eine ganze Reihe wunderbarer und beeindruckender Filme gab.
Die Auswahl ist wieder bunt gemischt und umfasst Kinderfilme ebenso wie Weiterlesen

Das Grüffelokind / Regie: Johannes Weiland ; Uwe Heidschötter. Nach dem Buch von Axel Scheffler und Julia Donaldson

Zum Glück machen Axel Scheffler und Julia Donaldson nicht den Fehler, ihren wunderbaren Grüffelo und sein „Grüffelokind“ mit all zuu vielen medialen Abzweigungen und Zusatzprodukten zu versehen. So bleiben einem diese beiden Figuren weiterhin liebenswert, bewegen sie sich unverbraucht durch das eigene mediale Gedächtnis.

Deshalb ist nach der Verfilmung des „Grüffelo“ die Verfilung des zweiten Bilderbuches „Das Grüffelokind sehr empfehlenswert.

„Wie jedes Kind, so ist auch da Grüffelokind neugierig: Trotz der Warnung des Vaters, dass im Wald die grosse böse Maus wohnt, die Grüffelokinder frisst, bricht es auf und Weiterlesen

Last Ride / Regie: Glendyn Ivin. Drehb.: Mac Gudgeon n. d. Roman „The Last Ride“ von Denise Young. Darst.: Hugo Weaving ; Hugo Weaving, Tom Russell [u.a.]

Ein düsterer Film über Vater und Sohn auf der Flucht – in dieser Kurzversion der Geschichte klingt es, als läge dem Film „Last Ride“ ein ähnliche Geschichte zugrunde wie der beeindruckenden Literaturverfilmung „The Road“ (nach dem Roman von Cormack McCarthy). Doch die grenzenlose Vaterliebe, die wir in der filmischen Dystopie „The Road“ sehen und den Vater mit letzter Kraft seinen Sohn in den vermutlich rettenden Süden bringen lässt, ist hier in einem zeitlosen Gegenwartsdrama vielfach gebrochen und tritt auf verstörende, widersprüchliche Weise zutage.

Wir wissen zunächst nicht, warum Kev mit seinem 10jährigen Sohn Chook unterwegs ist und was das Motiv für die Flucht ist. Erst als er sich an einer Tankstelle die Haare stutzt und danach den weißen Pickup mit abmontierten Nummernschildern zwischen alten Autos stehen lässt, wird offensichtlich, dass es einen düsteren Grund gibt für das rastlose Unterwegssein: Chook fragt Kev nach Weiterlesen