Helle Nächte / Regie: Thomas Arslan. Darst.: Georg Friedrich, Thomas Göbel […]

Der Bauingenieur Michael (Georg Friedrich), ein eigenbrötlerischer Einzelgänger, sieht sich plötzlich mit Entwicklungen konfrontiert, auf die er keinen Einfluss mehr hat. Kurz nachdem er die Nachricht vom Tod seines Vater erhält, der einsam in einer norwegischen Hütte lebte und den er fünf Jahre nicht gesehen hat, eröffnet ihm seine Freundin, dass sie wegen einer beruflichen Chance allein für ein Jahr ins Ausland gehen möchte. Seine Schwester verweigert sich dem Begräbnis des Vaters, weil sie ihm auch im Tod nicht verzeihen kann. Also beschliesst Michael, zusammen mit seinem 14jähriger, bei der geschiedenen Frau aufwachsenden Sohn Luis (Thomas Göbel), zu dem er lange Weiterlesen

Der Vater, der vom Himmel fiel : Roman / J. Paul Henderson

England. Lyle Bowman, 83jähriger Vater der seit sieben Jahren nicht mehr miteinander redender erwachsener Söhne Billy und Greg, wollte eigentlich nur eine Pause von den Malerarbeiten in seinem Haus machen. Doch leider greift er statt zum Wasserglas zum Glas mit dem Pinselreiniger, wankt daraufhin mit Süßhunger zum Supermarkt und wird kurz darauf in deutlich alkoholisiertem Zustand überfahren. Jetzt treffen sie alle wieder aufeinander: Greg, schwarzes Schaf der Familie, der nichts recht machen konnte und als Professor für Geschichte in den USA arbeitet, Billy, der Verlagsvertreter und Fußphobiker, der Weiterlesen

Meinen Hass bekommt ihr nicht: „Freitag Abend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass bekommt ihr nicht./ Antoine Leiris

Antoine Leiris, französischer Journalist, ist mit dem 17 Monate alten Sohn Melvin Marvin daheim, als islamistische Attentäter in Paris den Anschlag auf das Bataclan verüben während eines Konzertes, das auch seine Frau Helene besucht. Nach Stunden der Ungewissheit wird klar, dass auch sie unter den 89 Todesopfern ist, Leiris seine geliebte Frau und Melvin seine Mutter verloren hat.

In seiner Trauer und seinem Entsetzen greift Leiris zur einzigen Waffe, die er hat: dem Wort. Auf Facebook veröffentlicht er einen Weiterlesen

Kiss the cook – So schmeckt das Leben! / Regie: Jon Favreau. Darst.: Jon Favreau, Sofía Vergara, John Leguizamo, Scarlett Johansson […]

Carl Casper war mal ein aufstrebender Stern in der Gourmetwelt. Doch seit er als Chefkoch in einem gut frequentierten Restaurant in Los Angeles arbeitet, kann er kaum noch zeigen, was in ihm steckt und ist zunehmend frustriert von seinem Alltag, trotzdem sein Team hinter ihm steht. Als ein Streit mit einem Restaurantkritiker öffentlich eskaliert und zum Hype in den sozialen Netzwerken wird, wirft er Weiterlesen

Laurel Canyon / Regie u. Drehb.: Lisa Cholodenko. Darst.: Francis McDormand ; Kate Beckinsale [u.a.]

Hollywood Hills, Laurel Canyon, Wohnviertel der Musiker und Nonkonformisten. Sam, Sohn der unkonventionellen, dem Lebensstil von „Sex, Drugs und Rock’n Roll“ auch im reiferen Alter zusprechenden Musikproduzentin Jane, zieht mit seiner Freundin, der Wissenschaftlerin Alex, in das leere Haus seiner Mutter. Leider ist Jane Weiterlesen

Krieg : Roman / Jochen Rausch

Es vergeht unendlich viel Zeit, bis eine vergangene Liebe nur noch eine Erinnerung ist und kein Schmerz mehr. Wenn es überhaupt je gelingt. (S. 220)

Einsam und zurückgezogen, nur mit seinem Hund an der Seite lebt der ehemalige Lehrer Arnold in einer heruntergekommenen Hütte in den österreichischen Bergen, die er der Erbin eines Bildhauers abgekauft hat. Er hat alles verloren: sein Sohn Chris, der gegen den Willen seiner pazifistischen Eltern Soldat wurde Weiterlesen

Last Ride / Regie: Glendyn Ivin. Drehb.: Mac Gudgeon n. d. Roman „The Last Ride“ von Denise Young. Darst.: Hugo Weaving ; Hugo Weaving, Tom Russell [u.a.]

Ein düsterer Film über Vater und Sohn auf der Flucht – in dieser Kurzversion der Geschichte klingt es, als läge dem Film „Last Ride“ ein ähnliche Geschichte zugrunde wie der beeindruckenden Literaturverfilmung „The Road“ (nach dem Roman von Cormack McCarthy). Doch die grenzenlose Vaterliebe, die wir in der filmischen Dystopie „The Road“ sehen und den Vater mit letzter Kraft seinen Sohn in den vermutlich rettenden Süden bringen lässt, ist hier in einem zeitlosen Gegenwartsdrama vielfach gebrochen und tritt auf verstörende, widersprüchliche Weise zutage.

Wir wissen zunächst nicht, warum Kev mit seinem 10jährigen Sohn Chook unterwegs ist und was das Motiv für die Flucht ist. Erst als er sich an einer Tankstelle die Haare stutzt und danach den weißen Pickup mit abmontierten Nummernschildern zwischen alten Autos stehen lässt, wird offensichtlich, dass es einen düsteren Grund gibt für das rastlose Unterwegssein: Chook fragt Kev nach Weiterlesen