Camouflage – Hasch mich, ich bin der Mörder / Regie: Jean Girault. Darst. : Louis de Funès, Claude Gensac, Michel Galabru, Bernard Blier (…)

Der Drehbuchautor und Schriftsteller Antoine Brisebard plant einen Kriminalroman: für mehr Realismus übt er mit seinem Freund Andrien Tonelotti eine Szene, in der die Hauptfigur einen Mann erschiesst. Just in diesem Moment platzt die Haushälterin der Brisebards herein, fällt in Ohnmacht und ist erst beruhigt, als Brisebard ihr erklärt, worum es geht.

Aber weder die Haushälterin noch Tonelotti ahnen, dass es weit ernster um Brisebard bestellt ist: er wird von einem Monsieur Jo erpresst und plant dessen Ermordung. Als am Abend alle fort sind, bereitet er sich penibel vor. Doch alle Vorbereitung nutzt nicht, denn Brisebard Weiterlesen

The Lady In The Van / Regie: Nicholas Hynter. Drehb.: Alan Bennett. Darst.: Maggie Smith, Alex Jennings […]

Der Schriftsteller Alan Bennett kauft ein kleines Haus in Camden, einem Bezirk von London. London. Dort begegnet er Miss Sheperd, einer obdachlosen Frau, die in einem Verbeulten Lieferwagen lebt, den sie von Zeit zu Zeit in eine andere Straße versetzt. Bennett hilft ihr, den Wagen anzuschieben, als dieser wie so oft nicht anspringt. Aufmerksam geworden auf die eigenbrötlische Frau, deren Fahrzeug niemand so recht vor seiner Haustür stehen haben will, bietet er ihr eines Tages an, vorübergehend in der Auffahrt zu seinem Haus zu parken.

Einmal angekommen, färbt der Verfall des Fahrzeugs und seiner Bewohnerin zwangsläufig Weiterlesen

Picknick mit Bären / Regie: Ken Kwapis. Darst.: Robert Redford ; Nick Nolte ; Emma Thompson […]

Der alternde Reiseschriftsteller Bill Bryson kehrt nach einer Beerdigung heim und kommt beim abendlichen Spaziergang an dem hinter dem Haus vorbeiführenden Frnwanderweg Appalachian Trail vorbei: gelangweilt vom Rentnerdasein, beschliesst er gegen den Willen seiner Frau und seiner Familie, den Trail komplett abzulaufen. Einzig die Auflage, sich einen Wanderpartner zu suchen, nimmt er ernst: leider ist Weiterlesen

On the move : Mein Leben / Oliver Sacks

And now, weak, short of breath, my once-firm muscles melted away by cancer, I find my thoughts, increasingly, not on the supernatural or spiritual, but on what is meant by living a good and worthwhile life — achieving a sense of peace within oneself. I find my thoughts drifting to the Sabbath, the day of rest, the seventh day of the week, and perhaps the seventh day of one’s life as well, when one can feel that one’s work is done, and one may, in good conscience, rest. [Quelle: Sabbath. In: The New York Times. Sunday Review, 14. August 2015

Was habe ich seine Bücher verschlungen! Der britische Neurologe, Schriftsteller und Essayist Oliver Sacks, der am 30. August verstarb, vermochte mit seinen Fallgeschichten wie kaum ein anderer zeitgenössischer Autor das Interesse an den Hintergründen komplizierter Krankheitsbilder zu wecken und an der Neurologie im Allgemeinen. Im Fokus standen dabei neurologisch bedingte Erkrankungen, die sich in Wahrnehmungsstörungen, besonderen Fähigkeiten oder psychischen Beeinträchtigungen manifestierten. Seine anekdotenhaften Essays waren dabei spürbar von ungemein großer wissenschaftlicher Neugier, zugleich aber auch Weiterlesen

Gastbeitrag: Hans Fallada – Eine Liebeserklärung

Ein Gastbeitrag zur „5 Jahre Jargsblog“ von Heike Pohl (Textwerk)

Lieber Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen,

es hat eine ganze Weile gedauert, bis unser beider Wege einander kreuzten. Zu verdanken habe ich diese Zufallsbekanntschaft
dem Aufbau Verlag und der Wiederentdeckung Ihres wunderbaren Romans „Jeder stirbt für sich allein“. Namentlich sind Sie mir freilich längst zuvor begegnet und ich wünschte, Ihr bewegender und zugleich beängstigender Roman würde zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen.

Sie haben, wie ich lesen darf, ein recht bewegtes Leben hinter sich, waren morphium- und alkoholabhängig, haben mit Weiterlesen