Endurance : Mein Jahr im Weltall / Scott Kelly

Der 1964 geborene Scott Kelly ist ein schlechter Schüler und weiß zunächst wenig mit seinem Leben anzufangen: einzig bei seinen Einsätzen als Rettungssanitäter während der Highschool findet er Befriedigung und tiefe Motivation, schafft es aber nicht, sich mit entsprechenden Leistungen in der Schule für ein Studium zu qualifizieren. Schule langweilt ihn – und auch das Studium scheint er nicht durchstehen zu können, da er sich nicht auf den Unterricht konzentrieren kann. Heute sagt er, dass er vermutlich ADS hatte.

Erst als er Tom Wolfes „Die Helden der Nation“ liest, ändert sich etwas für ihn: das legendäre, 1983 verfilmte Buch über die amerikanischen Testpiloten, die in einer langen Kette von Erfolgen und Mißerfolgen nach dem Zweiten Weltkrieg Hochgeschwindigkeits- und Raketenflugzeuge testen und schliesslich das Mercury-Programm zum Erfolg führen, ändert etwas in ihm. Von diesem Tag an Weiterlesen

The Innovators: Die Vordenker der digitalen Revolution von Ada Lovelace bis Steve Jobs / Walter Isaacson

Menschliche Kreativität beinhaltet Werte, Absichten, ästhetische Urteile, Emotionen, persönliches Bewusstsein und Moralgefühl. Das ist es, was Künste und Geisteswissenschaften uns lehren – und weshalb diese Gebiete nicht minder wertvolle Bestandteile einer Erziehung sind als Naturwissenschaften Technik und Mathematik. Wenn wir Sterblichen unserer Seite der Symbiose von Mensch und Computer gerecht werden wollen, wenn wir die Rolle als kreative Partner unserer Maschinen weiterspielen wollen, müssen wir die Quellen unserer Fantasie, Erfindungsgabe und Menschlichkeit weiter nähren. […]An der Umkehrung des Lobgesangs auf die Geisteswissenschaften ist allerdings auch etwas Wahres. Menschen, die Künste und Geisteswissenschaften lieben, sollten sich durchaus darum bemühen, die Schönheit von Mathematik und Physik zu würdigen. Andernfalls bleiben sie an der Schnittstelle von Künsten und Wissenschaft, wo sich im digitalen Zeitalter der größte Teil der Kreativität abspielen wird, nur Zuschauer und überlassen die Kontrolle über dieses Feld den Ingenieuren (S. 564-565).

Das Wechselspiel zwischen Kunst und Technik wird schliesslich in völlig neue Ausdrucksformen und Medienformate münden. Diese innovative Entwicklung wird von Menschen betrieben werden, die imstande sind, Schönheit mit Technik, Geisteswissenschaften mit Technologie und Poesie mit Prozessoren zusammenzubringen. (S. 566)

Wer sich intensiver mit der Geschichte von Computer, Internet und Digitalisierung auseinandersetzen will, muss weit zurückgehen und im Grunde Weiterlesen

Factfulness : wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist / Hans Rosling mit Anna Rosling und Ola Rosling

Ich streite keineswegs ab, dass es akute globale Risiken gibt, um die wir uns kümmern müssen. Ich bin kein Optimist, der die Welt durch eine rosarote Brille sieht. Ich versuche nicht, zur Ruhe zu kommen, indem ich meine Augen vor Problemen verschließe. (S. 285)

Ich fordere Sie nicht dazu auf, sich keine Sorgen zu machen. Aber ich fordere Sie dazu auf, sich über die richtigen Dinge Sorgen zu machen. Ich sage nicht, dass Sie keine Nachrichten anschauen oder die Handlungsaufforderungen der Aktivisten ignorieren sollen. Ich fordere Sie dazu auf, nicht auf das Rauschen zu hören, aber die globalen Risiken im Auge zu behalten. Ich sage nicht, dass Sie keine Angst haben sollen, aber ich sage, dass Sie kühlen Kopf bewahren und die globalen Kooperationen unterstützen sollten, die wir jetzt brauchen, um diese Risiken zu reduzieren. Kontrollieren Sie all Ihre dramatischen Instinkte. Lassen Sie sich weniger von den imaginären Problemen einer überdramatisierten Welt stressen und seien Sie dafür wachsamer gegenüber den realen Problemen und den Möglichkeiten, sie zu lösen. (S. 290)

Wenn man die Nachrichten verfolgt oder sich in den steten Neuigkeitenstrom der Social Media stürzt, kann man ein überaus negatives Bild unserer Gegenwart bekommen. Überall scheint es bergab zu gehen, scheinen Demokratie, Gesundheit, Wohlstand und Frieden massiv bedroht zu sein. Doch ist das tatsächlich so? Ist in den letzten Jahren alles immer schlechter geworden? Hans Rosling, der 2017 verstorbene, weltweit anerkannte Professor für Internationale Gesundheit und Gründer der Gapminder-Stiftung, will uns mit seinem Buch die Augen dafür öffnen, wie die Welt tatsächlich ist. Dabei deckt er auf, dass Weiterlesen

Volk ohne Wagen : Streitschrift für eine neue Mobilität / Stephan Rammler

Die Autoindustrie verdient Geld, indem sie Autos verkauft. Aber rein theoretisch ist es überhaupt kein Problem, dieselbe Menge an Wertschöpfung zu erzeugen, indem man Mobilitätsdienstleistungen verkauft. Das ist die große Grundidee. Das ist natürlich viel zugemutet, das sich vorzustellen und diese Veränderung auch sich vorzustellen. Aber letztlich könnte die Autoindustrie mit viel weniger Aufwand wahrscheinlich dasselbe Niveau an Wertschöpfung erzeugen.“

Allein 46 Millionen Personenkraftwagen gibt es in Deutschland, die täglich durchschnittlich maximal 1-2 Stunden bei einer Besatzung von nicht mal 1,5 Personen im Schnitt bewegt werden. Es sind also weit mehr Steh- als Fahrzeuge in Deutschland und der Flächenverbrauch allein an Parkraum ist enorm. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum es sich über eine Mobilitätskultur zu debattieren lohnt. Der Mobilitäts- und Zukunftsforscher Stephan Rammler legt in seinem sehr lesenswerten und in dem auf das Auto wirtschaftlich und verkehrspolitisch extrem Weiterlesen

Warum landen Asteroiden immer in Kratern? 33 Spitzenantworten auf die 33 wichtigsten Fragen der Menschheit / Martin Puntigam. Florian Freistetter. Helmut Jungwirth

Es ist vielleicht nicht die vordringlichste Frage unserer Zeit: dennoch ist es gerade in Zeiten grassierender, zumeist allerdings eingebildeter Nahrungsmittelunverträglichkeiten vielleicht nicht unwichtig zu wissen, ob der Leib Weiterlesen

Das Mysterium der Tiere: Was sie denken, was sie fühlen / Karsten Brensing

Auch am Anfang des 21. Jahrhunderts und nach vielen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die alte Mythen und überholte religiöse Vorstellungen zur angeblich besonderen und herausgehobenen Stellung des Trockennasenaffen namens Mensch auf diesem Planeten entkräftet haben, sieht sich ein Großteil der Menschheit gegenüber den Tieren immer noch als überlegen an: schliesslich können wir strategisch planen, bestehen komplizierte Tests, haben ein Selbstbild von uns, haben eine Kultur, die sich über Generationen entwickelt und verändert und geben uns Namen. Natürlich heben viele auch hervor, dass angeblich nur der Mensch über Gemeinschaftssinn, eine „Theory of Mind“ und vor allem über Sprache verfüge.

Bei genauerer Betrachtung bleibt von all diesen Weiterlesen

Früher war alles schlechter: Warum es uns trotz Kriegen, Krankheiten und Katastrophen immer besser geht / Guido Mingels

Wenn man sich die Nachrichten anguckt, könnte man den Eindruck bekommen, dass sich alles, aber auch wirklich alles zum Schlechten gewendet hat. Tatsächlich aber, konstatiert der SPIEGEL-Autor, geht es uns in vielen essentiellen Dingen so gut wie noch nie: in insgesamt 52 Datenblättern, ergänzt von erläuternden Kommentaren, entlarvt er viele der derzeit kolportierten Ängste und Sorgen als unbegründet. Die Bandbreite reicht von der tatsächlich weltweit gestiegenen Lebenserwartung über die angeblich drohende, tatsächlich am Ende des Jahrhunderts mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Erliegen kommende Bevölkerungsexplosion bis hin zum abnehmenden Weiterlesen

Size matters : Das Buch über wahre Größe / Marc Ritter ; Tom Ising

In Zeiten von „Alternative Facts“ und sogenannten „Fake News“ sowie dem Sieg von Bildern und Memen über den Text kommt der Aufbereitung von Fakten eine besondere Bedeutung zu. Marc Ritter und Tom Ising versuchen in ihrem Buch „Size matters“ erfolgreich, 52 Sachverhalte anhand von plakativen, Dinge in ihren Weiterlesen

Wieviel wiegt ein Berg? : Wissenschaft über der Baumgrenze / Jacopo Pasotti ; Johannes von Vacano

Natürlich kann man, wenn man etwas über Plattentektonik, Erosion und den Aufbau des Erdkerns wissen will, ein entsprechendes, populär aufgemachtes Sachbuch über Geologie lesen. Gleiches gilt, wenn man etwas über die Lebens- und Überlebensbedingungen in großen Höhen erfahren will und vielleicht dann gerne zu einschlägigen Kletterabenteurerbüchern und Survivalratgebern greifen mag. Der italienische Autor und Fotograf Jacopo Pasotti, der gerne klettert und sich immer zu den Bergen hingezogen fühlte, hat Weiterlesen

Wie man mit dem Feuer philosophiert : Chemie und Alchemie für Furchlose / Jens Soentgen. Illustriert von Vitali Konstantinov

Die Chemie ist beileibe keine neue Wissenschaft – und unsere gegenwärtigen Vorstellungen von der modernen Chemie mit ihren hochtechnisierten Fabriken, klinisch reinen Laboren und empfindlichen Messinstrumenten und Apparaturen lassen oft vergessen, wie weit in die Vergangenheit die Wurzeln der Chemie zurückreichen. Wer heute etwa despektierlich auf die Alchemisten zurückblickt und ihre Bemühungen, Gold zu erzeugen, vergisst, mit welcher Neugier und unbändiger Experimentierlust sie sich verschiedensten Substanzen zuwandten, um nicht selten überraschende und unerwartete Entdeckungen zu machen. Forschende Mönche, goldsuchende Alchemisten, Salpetersieder prägten die frühe Geschichte der europäischen Chemie. Selbst in den Urwäldern Amazoniens hat sich vor langer Zeit eine rohe Form der Chemie Weiterlesen

Unberechenbar : warum das Leben zu komplex ist, um es perfekt zu planen / Vince Ebert

Kein einziges Glaubenssystem fordert die Menschen auf, das System in zweifel zu ziehen. Die Wissenschaft tut das. Skeptisch gegenüber den eigenen Ideen zu sein ist ihr Grundgedanke, denn man kann sich nie sicher sein, ob eine Theorie zu 100 Prozent korrekt ist. Aber man kann ihre Behauptungen überprüfen. Man muss sie sogar überprüfen (S. 149).

Schaut man sich den Buchmarkt an, das blühende Coachinggewerbe, den Boom der Datingportale oder die wachsende Verbreitung von Fitnesstrackern, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass offenbar alles im Leben nicht nur messbar, sondern planbar und beeinflussbar ist. Gleiches gilt für die unverwüstliche Unternehmensberaterbranche, den Erfolgszugs des Controllings und die hohe Aufmerksamkeit, die jede Art von Weiterlesen

Das geheime Leben der Bäume : was sie fühlen, wie sie kommunizieren – die Entdeckung einer verborgenen Welt / Peter Wohlleben

Nicht so die Birke, die sich ganz auf sich allein gestellt durchschlagen möchte. Doch auch sie bildet Holz, sogar noch viel schneller, und auch sie möchte und kann sich vermehren. Und woher kommt diese Energie? Kann diese Art etwa wirkungsvoller Fotosynthese betreiben als andere? Nein, das Geheimnis liegt in der völligen Verausgabung. Birken hetzen durch ihr Leben, leben dabei über ihre Verhältnisse und laugen sich letztendlich selber aus. (S. 165)

Im Frühjahr diesen Jahres sah ich den wunderbaren Film „Das Geheimnis der Bäume“ von Luc Jacquet, der mich und die Zwillinge gleichermaßen bezauberte und ein tiefes Gefühl der Bewunderung und des Respekts vor Bäumen und ihren Leistungen hinterliess. Das meinem Beitrag vorangestellte Zitat aus dem Film – Tiere und Menschen beherrschen den Raum – Bäume beherrschen die Zeit – könnte auch am Anfang dieser Rezension stehen. Nicht nur, weil der Titel dieses Buches an den erwähnten Film erinnert, sondern weil der Weiterlesen

Physik für echte Männer / Martin Apolin. Ill. von Mandy Fischer

Um gleich mit Missverständnissen aufzuräumen: natürlich ist dieses Buch auch für echte Frauen gleichermaßen geeignet. Martin Apolin, promovierter Physiklehrer und Physikdozent aus Wien, hat etliche unkonventionelle Schulbücher geschrieben, darunter das in Österreich sehr populäre Buch „Big Bang“ für Oberstufenschüler. Wer nun aber erwartet, dass hier physikalisches Wissen dröge abgearbeitet wird, wird schnell eines besseren belehrt.

Denn Apolin kann nicht nur überaus anschaulich erklären, sondern auch noch mit Witz. Und das ist wohl etwas, was nur Weiterlesen

Die Verzauberung der Welt : eine andere Geschichte der Naturwissenschaften / Ernst Peter Fischer

Der erste Blick täuscht uns. Worauf es ankommt, ist der zweite Blick, und der zeigt Folgendes: Wissenschaft beginnt immer noch mit rätselhaften Erscheinungen der Natur, aber sie wandelt sie nicht mehr in verständliche Antworten um, sondern in solche, die noch rätselhafter sind als das Ausgangsphänomen. Wissenschaft entwertet nichts, von dem, was sie erklärt. Vielmehr verwandelt sie die wundersamen Geheimnisse der Wirklichkeit in die noch größeren Geheimnisse ihrer Erklärung. Und mit dieser Einsicht kehren wir zur Ausgangsfrage nach der guten Antwort zurück. Eine vo der Wissenschaft gegebene Antwort ist dann gut, wenn sie den Fragenden ein Rätsel liefert oder Gedankenspiel eröffnet, mit dem sie sich anschliessend weiter beschäftigen können.(S. 72ff)

Es ist eines der großen Missverständnisse unserer Zeit, wenn davon geredet wird, dass die Naturwissenschaften der Welt den Schleier genommen und sie dadurch langweilig und fad gemacht, ja sie entzaubert haben. Tatsächlich haben die modernen Naturwissenschaften und die Romantik Weiterlesen

On the move : Mein Leben / Oliver Sacks

And now, weak, short of breath, my once-firm muscles melted away by cancer, I find my thoughts, increasingly, not on the supernatural or spiritual, but on what is meant by living a good and worthwhile life — achieving a sense of peace within oneself. I find my thoughts drifting to the Sabbath, the day of rest, the seventh day of the week, and perhaps the seventh day of one’s life as well, when one can feel that one’s work is done, and one may, in good conscience, rest. [Quelle: Sabbath. In: The New York Times. Sunday Review, 14. August 2015

Was habe ich seine Bücher verschlungen! Der britische Neurologe, Schriftsteller und Essayist Oliver Sacks, der am 30. August verstarb, vermochte mit seinen Fallgeschichten wie kaum ein anderer zeitgenössischer Autor das Interesse an den Hintergründen komplizierter Krankheitsbilder zu wecken und an der Neurologie im Allgemeinen. Im Fokus standen dabei neurologisch bedingte Erkrankungen, die sich in Wahrnehmungsstörungen, besonderen Fähigkeiten oder psychischen Beeinträchtigungen manifestierten. Seine anekdotenhaften Essays waren dabei spürbar von ungemein großer wissenschaftlicher Neugier, zugleich aber auch Weiterlesen

Die Henne und das Ei : auf der Suche nach den Ursprüngen des Lebens / Renée Schroeder. Mit Ursel Nendzig

„Wir erkennen, dass erworbene Eigenschaften sich sehr wohl auf die Gene niederschlagen und vererbbar werden. Dass es ein genetisches Gedächtnis gibt. Dass das Verhalten in der Umwelt, vor allem Essens- und Lebensgewohnheiten, sich auf unser Genmaterial auswirkt. Wenn dem so ist, gibt es eine sehr wichtige Folge: Dass es sich doch lohnt, in unsere Bildung, in unsere Gesundheit zu investieren. Damit sich die richtigen Umweltfaktoren auf unsere Gene niederschlagen. Wir erkennen die Größenordnung der Verantwortung, die daraus erwächst. […] Dass die Dinge nicht von außen – und schon gar nicht von oben – gesteuert werden, sondern dass sie aus uns selbst passieren. Dass wir als Teil der Umwelt für Sie verantwortlich sind.“(S. 134-135)

Es ist eine der ältesten Fragen der Menschheit: woher kommen wir? Verbunden ist sie zumeist mit der Frage nach der Herkunft des Lebens. Seriöse Antworten auf diese Fragen oder zumindest haltbare Hypothesen finden wir erst mit den modernen Wissenschaften, die uns heute mehr Erkenntnisse über den Ursprung und die wahrscheinliche Entwicklung des Lebens ermöglichen als es noch vor ein paar hundert Jahren mit den damaligen Methoden überhaupt möglich war: wir forschen heute mit Instrumenten, die weit über die naturgegebenen Wahrnehmungsmöglichkeiten des Menschen hinausreichen und daher tiefere Einblicke in den Bauplan der Natur und die Evolution des Lebens ermöglichen.

Eine große Rolle spielt dabei in den vergangenen Jahren die Forschung im Bereich der Biochemie. Die 1953 in Brasilien geborene Österreicherin Renée Schroeder leitet den Bereich Biochemie und Zellbiologie am den Max F. Perutz Laboratories in Wien und forscht selbst vor allem im Bereich der Ribonukleinsäure und ist unter anderem bereits Mitglied der Bioethik-Kommission der österreichischen Bundesregierung gewesen.

In „Die Henne und das Ei“ spürt sie zusammen mit ihrer Co-Autorin undogmatisch und mit großer wissenschaftlicher Leidenschaft den großen Fragen nach dem Ursprung und der Entwicklung des Lebens nach, zeigt, welche Erkenntnisse durch die Weiterlesen

Als die Erde eine Scheibe war : die kuriosesten Irrtümer der Wissenschaft / Graeme Donald

„Es irrt der Mensch, so lang er strebt“ heisst es schon in Goethes Faust. Im Irren sind wir Menschen besonders beharrlich, denn der feste Glaube an abstruse, rational oft rasch widerlegte „Erkenntnisse“ ist wohl so alt wie die Menschheit. Donald Graeme widmet ihm ein ganzes Buch und spannt dabei den Bogen weit.

So beschäftigt er sich mit der obskuren Phrenologie oder „Schädelkunde“, die sich mit Rückschlüssen von der Schadelform auf den Charakter der Menschen beschäftigte und mittelbar ursächlich war für den Völkermord in Ruanda in den 1990er Jahren. Schon hundert Jahre vorher hatte Mark Twain die Phrenologie als Humbug entlarvt, als er inkognito in Weiterlesen

Darm mit Charme : alles über ein unterschätztes Organ / Giulia Enders

Grummelige Stimmungen, Freude, Unsicherheit, Wohlbefinden oder Sorgen kommen nicht nur isoliert aus dem Schädel. Wir sind Menschen mit Armen und Beinen, Geschlechtsorganen, Herz, Lingen und Darm. Die Verkopfung unserer Wissenschaft hat uns lange blind dafür gemacht, dass auch unser Ich mehr als das Gehirn ist. Die Forschung am Darm hat in letzter Zeit einiges dazu beigetragen, den Spruch „ich denke, also bin ich“ vorsichtig zu hinterfragen. (S. 148)

Über den Darm, dieses im Untergrund seine Arbeit verrichtende Organ, von dem wir nichts hören, spüren oder anderweitig wahrnehmen wollen, redet man doch nicht, oder? Jedenfalls hatte ich bisher nicht das Gefühl, dass der Darm zum Smalltalk-Repertoire auf Partys oder in Weiterlesen

Die Krone der Schöpfung : die grössten Irrtümer über uns Menschen / Gunter Müller

Man ist also selbst nur ein ehrfurchterregend-furchtbarer Zufall, den der kosmische Zufall gewählt hat – „survival of the luckiest“. Letztendlich ist die menschliche Existenz nicht mehr als eine Art Unfall, oder besser – ein Witz. (S. 84)

Selbstüberschätzung gehört zu den prägenden Wesensmerkmalen des Menschen. Wir halten uns gern für den Mittelpunkt des Universums, manche von uns gar als auserwählte Spitzenlebewesen eines angeblich allmächtigen Schöpfers. Schliesslich haben wir ja so einen klaren Verstand, stehen an der Spitze der Nahrungskette, sind das absolute Alphatier auf diesem Planeten?

Ist das wirklich so? Gunter Müller berichtet über zahllose Studien und Versuche, die uns Menschen in Weiterlesen

Gedankenlesen durch Schneckenstreicheln : was wir von Tieren über Physik lernen können / Martin Puntigam, Werner Gruber, Heinz Oberhummer

Wir sehen mehr, als es zu sehen gibt. […] Also Obacht! Es geht hier um Zusammenhänge, die wir unbewußt herstellen. Weil unser Gehirn so funktioniert, wie es funktioniert, und wir deshalb glauben wollen, was wir glauben wollen. Und bei Betrügereien und Scharlatanerien wie Astrologie, Homöopathie, Religion und Ähnlichem wird genau aus diesem menschlichen Bauartfehler vorsätzlich und bewußt Gewinn gezogen. (S. 49-50)

Wir Menschen bilden uns ja immer recht viel auf unsere Fähigkeiten ein. Und in der Tat ist es sicher kein Spaß, Tier zu sein in einer Welt, die von Menschen dominiert wird. Aber Puntigam, Gruber und Oberhummer geht es in ihrem Buch natürlich um mehr, denn sie möchten uns anhand zahlloser skuriller oder verblüffender Weiterlesen

Kon Tiki : ein Floss treibt über den Pazifik / Thor Heyerdahl

„Manchmal ruderten wir mit dem Gummiboot in die Dunkelheit hinaus, um unsere Behausung auch einmal nachts von draußen zu besehen. […]. Einzig, daß wir lebten, fühlten wir tief und stark. Und uns wurde bewußt, daß die Menschen auch schon vor dem Zeitalter der Technik das gleiche empfunden und getan hatten – in einem noch tieferen Sinne als wir. Die Zeit hörte gleichsam auf zu existieren. Alles wahrhaft Seiende war, wie es immer gewesen und immer sein würde“ (S. 139-140)

Es gibt Bücher, die sind untrennbar mit der eigenen Kindheit verbunden und bilden so etwas wie den persönlichen Lesekanon der Lektüren, an die man sich immer und unter allen Umständen erinnern zu können scheint. So ein Buch ist für mich „Kon Tiki“ von Thor Heyerdahl, dass ich mir damals wie viele andere Bücher aus der Bücherhalle ausgeliehen hatte und schier atemlos verschlang.

Jetzt, viele Jahre später und selbst Vater geworden, las ich das Buch ein weiteres Mal während des Urlaubs in Angeln, erneut fasziniert vom Wagemut Heyerdahls und seiner Mannschaft, mit einem einfachen, nach alter Art gebauten Floß aus Balsaholz den Pazifik von Peru aus zu queren, um schliesslich nach 101 Tagen Weiterlesen

Der viktorianische Vibrator : törichte bis tödliche Erfindungen aus dem Zeitalter der Technik / Frank Patalong

Als Mensch ist man geneigt, die Zeit, in der man lebt, als ungeheuer innovativ zu bezeichnen und zu erleben. Das war vor knapp zwanzig Jahren mit dem Internet so und das ist seit ein paar Jahren mit den Smartphones, den iPads, den Navigationsgeräten und anderen technischen Neuerungen so: der Mensch strebt stets nach neuem und kann sich die Zeit vor 100 Jahren nur als sehr düster und rückständig vorstellen. Natürlich neigt er auch dazu, die modernen Errungenschaften weitgehend kritiklos zu benutzen und auch mögliche Gefährungen auszublenden.

Nur: von hundert oder hundertfünfzig Jahren ging es den Menschen ebenso wie uns heute. Auch siehen stürzten sich begierig auf neue Errungenschaften, die bejubelt und gefeiert und teilweise exzessiv in alle Lebensbereiche ausstrahlten und Anwendungen fanden, wo eine Anwendung aus heutiger Sicht unsinnig, gar schädlich erscheint. Auch sie waren bereit, horrend hohe Preise für neue, als revolutionär erscheinende Produkte zu bezahlen, deren Nutzen in der Rückschau in keinem Verhältnis zu den Kosten zu stehen scheint.

Alles schon mal dagewesen? Ja, in gewisser Weise schon. Frank Patalong führt uns durch eine Reise in die Vergangenheit und amcht an einigen technischen und wissenschaftlichen Entdeckungen und Entwicklungen klar, dass Weiterlesen

Sacks, Oliver: Onkel Wolfram : Erinnerungen

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Wer die Bücher von Oliver Sacks liest, merkt zweierlei: der Mann kann erzählen und er verfügt über ein leidenschaftliches Interesse daran, Zusammenhänge, Ursachen und Hintergründe zu verstehen. Wer wiederum „Onkel Wolfram“, Sacks Erinnerungen an seine Kindheit in London, liest, weiss am Ende, warum Weiterlesen

Das Sonnensystem : eine Entdeckungsreise … / Marcus Chown

Bereits 2010 veröffentlichte die Edition Fackelträger ein das aussergewöhnlich schöne Sachbuch „Die Elemente“ von Theodore Gray. Daher waren die Erwartungen an das vorliegende, etwas größere Dimensionen betrachtende Sachbuch entsprechend hoch – und sie wurden nicht enttäuscht.
Der britische Physiker Marcus Chown liefert mit dem vorliegenden Titel ein Weiterlesen

Menschenkinder : Plädoyer für eine artgerechte Erziehung / Herbert Renz-Polster

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„Wir müssen nochmal grundsätzlich über die´Kindheit nachdenken. Ist sie wirklich nur eine Strecke, auf der sich Kinder für ihren Job warmlaufen? Warum ist sie so schnell von einem Projekt der Kinder zu einem Projekt der Erwachsenen geworden? Warum halten wir es so schlecht aus, wenn unsere Kinder in ihren eigenen Welten leben? Ist das wirklich nur die Angst vor möglichen Gefahren?“ (Herbert Renz-Polster: Menschenkinder, S. 68).
Stellen Sie sich vor, sie würden in der Steinzeit leben. Würden Sie a) ihr Kind nachts am anderen Ende der Höhle schlafen lassen, damit Sie Ihre Ruhe haben, es b) einfach stehen lassen, wenn es zum Jagen und Sammeln geht und Sie partout keine Weiterlesen

Aus der Dunkelkammer des Bösen : neue Berichte vom bekanntesten Kriminalbiologen der Welt / Mark & Lydia Benecke

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Immer wieder stehen wir fassungslos vor brutalen Verbrechen – ausgeführt mit großer Gewalt, ob im Affekt oder geplant, kaltblütig oder in wilder Raserei – und fragen uns, wie ein Mensch zu solchen Taten fähig sein kann.
Mark Benecke, bekannter Kriminalbiologe mit etllichen Veröffentlichungen zur fornesischen Entomologie und Autor populärer Sachbücher zum Thema, beschäftigt sich zusammen mit seiner Frau, einer Psychologin, mit bekannten und weniger bekannten Fällen aus Vergangenheit und Gegenwart und zieht dabei den Bogen unter anderem vom hierzulande kaum bekannten amerikanischen Serienmörder Dr. Holmes über den österreichischen Serientäter Jack Unterweger bis hin zu den Fällen Kampusch und Fitzl. Die Bandbreite der Verbrechen reicht dabei von Weiterlesen

Naturgeschichte(n): Über fitte Blesshühner, Biber mit Migrationshintergrund und warum wir uns die Umwelt im Gleichgewicht wünschen / Josef H. Reichholf

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Warum haben Menschen nur noch auf dem Kopf Haare, sind ansonsten aber unbehaart? Überlebt immer der Stärkere? Weshalb lieben wir Blumen? Warum haben Vögel Federn, wenn nicht zum Fliegen oder Wärmen? Warum sind Zenras gestreift, Elefanten aber nicht? Sind Wale ein Rückschritt der Evolution? Warum ging der Mensch aus Afrika fort und was hat das mit den Streifen der Zebras Weiterlesen

Arktis und Antarktis : von Pinguinen, Polarlichtern und stürzenden Stürmen / Roland Knauer ; Kerstin Viering

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„Wenn Menschen aufhören, Neues zu entdecken, hören sie auf, Menschen zu sein“ (Fridtjof Nansen)
Wir beginnen erst jetzt zu verstehen, wie komplex die klimatischen Zusammenhänge auf unserem Planeten sind, wie perfekt sich viele Lebensformen an extreme Bedingungen, wie sie etwa in den Polargebieten herrschen, angepasst haben, und entdecken doch immer wieder neue Fragen. Zeitgleich schmilzt uns vielleicht ein Teil der Antworten buchstäblich unter unseren Füßen weg, da der menschliche Einfluss auf das Klima mittlerweile vor allem am Nordpol deutlich zu spüren ist, wo Lebensräume sich drastisch verändern – mit ungeahnten Auswirkungen nicht nur für die Tiere und Pflanzen dort, sondern langfristig auch für uns und unsere Lebensräume.
Roland Knauer und Kerstin Viering haben sich in „Arktis und Antarktis“ den Polargebieten angenommen: sie berichten von der Weiterlesen

Monsterwellen: Auf der Suche nach der Urgewalt des Meeres / Susan Casey


Kaventsmänner, gigantische, plötzlich und unvorhersagbar auftretende Wellen, die jedes vorstellbare Maß überschreiten, aglten bis vor kurzem häufig als Seemannsgarn. Schiffe wurden für durchschnittliche maximalen Wellenhöhen ausgelegt, die oft nicht ausreichten, selten auftretende große Wellen zu überstehen. Die grössten Wellen, die Jarg je gesehen hat, trafen vor etlichen Jahren an die Steilküste des portugiesischen Alentejo, als fern in England ein heftiger Sturm tobte und der Atlantik um Europa stark aufgewühlt war. Dort oben auf den hohen Klippen bekam man nicht nur die Gischt zu spuren und den lauten Aufprall der Wellen, sondern spürte die Kraft des Meeres unter den Füssen, da jede Welle den Felsen zu erschüttern schien. Eine tief beeindruckendes Erlebnis, die meinen Respekt vor den Kräften des Meeres noch mehr steigen liess. Doch das, was ich dort erlebte, wird von den Kräften, die Susan Casey in ihrem Buch „Monsterwellen“ beschreibt, mit Sicherheit weit in den Schatten gestellt.
Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat sich die amerikanische Adventure-Journalistin mit ihrem Thema beschäftigt und findet einen besonderen, gleichsam dreifachen Zugang zu ihrem Thema: über Weiterlesen

Wer nichts weiss, muss alles glauben : jetzt mit Weltformel ; [Science Busters]/ Werner Gruber; Heinz Oberhummer; Martin Puntigam

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Seit vier Jahren verbinden die österreichischen „Science Busters“ – ein Professor für Kern- und Astrophysik, ein Experimentalphysiker und ein Kabarettist – nun schon erfolgreich Naturwissenschaft mit Kabarett und beweisen so, dass Forschung und Wissen Spaß machen können.

Das Buch ist ein Parforceritt durch ihre mittlerweile 27 verschiedenen, auf deutschsprachigen Bühnen dargeboteten Programme. Die drei respektlosen, selbstironischen, fest auf dem Boden der Wissenschaft stehenden und dementsprechend gegenüber Pseudo- und Parawissenschaften skeptisch-immunen Autoren entlarven Mythen über Lichtfasten und Homöopathie, Blutwunder und den angeblichen Mozarteffekt, versuchen sich an einer Erklärung der Auferstehung durch

Weiterlesen

Die Schöpfungslüge: Warum Darwin Recht hat / Richard Dawkins

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Leider gibt es nicht nur in „Gods own country“, den USA, eine ausgesprochen große Zahl nicht selten hochgebilderten Menschen, die daran glauben, dass die Welt erst seit ein paar tausend Jahren existiert und sämtliche Lebewesen inklusive des Menschen von einem „genialen Schöpfer“ so angelegt wurden, wie wir sie heute vorfinden: auch in Europa sind je nach Land 20-40% der Erwachsenen offenbar davon überzeugt, dass es die Erde erst seit 10.000 Jahren gibt und ein Schöpfer alles perfekt geplant habe. Etliche Organisationen, die zum Teil ,mit erheblichen Geldmitteln ausgestattet sind, kämpfen darum, absurde kreationistische Ideen wie das „Intelligent Design“ gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie in den Lehrplänen der Schulen zu verankern.
Der britische Biologe Richard Dawkins, der zuletzt mit „Gotteswahn“ für Aufregung sorgte, kämpft seit Jahren gegen die vereinfachenden und zum Teil hanebüchen Weiterlesen

Der Schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse / Nicholas Taleb

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Noch im 17. Jahrhundert war ganz klar: Schwäne sind weiss, andere Farben gibt es bei Schwänen nicht. Dann entdeckte Cook Australien – und damit auch schwarze Schwäne. Für Nicholas Taleb ist das plötzliche Vorhandensein der nie oder selten in Betracht gezogenen Existenz schwarzer Schwäne der Ausgangspunkt: er wirft einen ungemein spannenden Blick auf unsere Welt und die starke, doch von uns stets Weiterlesen

Schwarmintelligenz : Wie einfache Regeln Großes möglich machen / Len Fisher

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Sicher haben Sie solche Beobachtungen auch schon gemacht und staunend davorgestanden: ganze Wolken von Vögeln, die sich gemeinsam im schnellen Flug bewegen ; Fische, die sich zu riesigen Schwärmen formieren und synchron und mit ausserordentlicher Eleganz einem Hindernis oder einem Fressfeind ausweichen ; Tausende von Ameisen, die einen perfekt erscheinenden, komplexen Staat organisieren.
Len Fisher ist Physiker an der Universität Bristol und Träger des IgNobelpreises für seine Untersuchungen über die optimale Eintunkzeit von Keksen. Bekannt wurde er unter anderem auch durch sein Buch „Die Reise zum Mittelpunkt des Frühstückseis“. Er beschäftigt sich in „Schwarmintelligenz“ mit der Schönheit und Effizienz von Tierschwärmen. Doch das Buch geht weit darüber hinaus: Fisher untersucht Weiterlesen

Die Elemente : Bausteine unserer Welt / Theodore Gray

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Wer einmal – vielleicht weiland im ungeliebten Chemieunterricht – das Periodensystem der Elemente durchschaut hat, kann sich seiner Faszination, der ihm innewohnenden klaren Schönheit und seiner logischen, auf den universellen Gesetzen der Quantenmechanik aufbauenden Struktur kaum noch entziehen.

Der Autor Theodore Gray ist Mitbegründer des wahrscheinlich nur Mathe- und Naturwissenschaftsnerds bekannten Softwareunternehmens „Wolfram Research“, Autor für „Popular Science“ und Schöpfer einer weitverbreiteten fotografischen Darstellung des Periodensystems. Gray besitzt zu Hause eine schier unüberschaubare, 2000 Exponate umfassende Sammlung von Elementen in allen möglichen Zuständen: als Pulver, Körner, Brocken, Kristall, Gas oder Flüssigkeit, im Rohzustand oder nach Verabeitung und Aufbereitung. Mit „Die Elemente“, einem mehr als 500 Weiterlesen

Cutler, Adam: Die Muschel auf dem Berg : über Nicolaus Steno und die Anfänge der Geologie

Für die meisten Menschen bis auf wenige unverbesserliche Kreationisten gehört das Wissen um den Ursprung von Fossilien heute zur Allgemeinbildung: Versteinerte Seetiere weisen uns heute selbstverständlich darauf hin, dass am Fundort früher ein Meer gewesen sein muss. Dem 17. Jahrhundert waren solchen Gedanken fremd, und wer sie äußerte, widersetzte sich den Denkverboten der Kirche und ihrer dogmatisch Weiterlesen

Kruszelnicki, Karl: Wie Telefone Fische fangen.

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Karl Kruszelnicki ist Professor für Physik in Sydney, Autor zahlreicher populärwissenschaftlicher Bücher und in Australien dafür bekannt, naturwissenschaftliche Themen mit seinen Radiosendungen und Comedy-Auftritten unterhaltsam und nachhaltig zu präsentieren. Mit „Wie Telefone Fische fangen“ hat er eine Sammlung kurioser Geschichten aus der Wissenschaft zusammengestellt: er erklärt, warum einem die Beschäftigung mit Taubendreck Weiterlesen

Bryson, Bill: Eine kurze Geschichte von fast allem.

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Bill Bryson ist vielen durch seine amüsanten Reiseberichte bekannt. Ausgangspunkt für sein neues Buch ist sein lang zurückliegender unbefriedigter Wissendurst bei der Betrachtung einer sterbenslangweiligen Abbildung des Erdinneren: die ungeklärten Fragen von damals wie „Warum verbrennen wir uns nicht die Füsse, wenn das Erdinnere so heiss ist?“ führten letztlich zu diesem Buch, dass vor allem eine Antwort auf die Frage ist, warum Weiterlesen

Weisman, Alan: Die Welt ohne uns : Reise über eine unbevölkerte Erde

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Wohl jeder hat sich schon einmal vorgestellt, wie die Welt aussähe, wenn der Mensch plötzlich von einem Tag auf den anderen verschwindet. Dem amerikanischen Journalisten Alan Weisman reichte das nicht: er hat mit Hilfe der Erkenntnisse von Naturwissenschaftlern, Architekten und Ingenieuren genauer nachgeforscht, zeichnet ein Bild der Erde ohne Menschheit und kommt zu überraschenden Erkenntnissen. Manhattans Strassen werden zu Weiterlesen

Oliver Sacks: Der einarmige Pianist : Über Musik und das Gehirn

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Über 1600 Titel listet der Online-Buchhändler Amazon beim Stichwort Gehirn auf: die thematische Bandbreite reicht vom Gehirnjogging über Lernforschung, spezifisch weibliche und spezifisch männliche Gehirne, Wahrnehmung, Bewusstsein und Unterbewusstsein bis hin zu anatomischer Detaildarstellung. Aber nur wenige Bücher dürften geneigte Leserinnen und Leser dermaßen begeistern für die komplexe Welt zwischen unseren Ohren wie das neue Buch „Der einarmige Pianist“ des bekannten New Yorker Neurologen Oliver Sacks (u. a. Autor von „Awakenings“), das sich mit dem auf den ersten Blick speziell erscheinenden Thema „Musik und das Gehirn“ auseinandersetzt. Breit spannt Sacks den Bogen zwischen Weiterlesen

Yogeshwar, Ranga: Sonst noch Fragen? – Warum Frauen kalte Füße haben und andere Rätsel des Alltags

Was meinen Sie – kann Müsli Leben retten? Die Antwort auf diese Frage wird jetzt nicht unbedingt massenhaft Kinder dazu bewegen, ihr morgendliches Verlangen auf Haferflocken, Nüsse und Rosinen statt auf süsse Nusscreme-Aufstriche zu richten. Aber solche und ähnliche Fragen und Antworten – insgesamt 108 an der Zahl – sind es, die Ranga Yogeshwars Buch „Sonst noch Fragen?“ so spannend machen, dass man es gar nicht mehr Weiterlesen