Schmetterlinge : Warum sie verschwinden und was das für uns bedeutet / Josef H. Reichholf

Nicht die Großstadt ist das Ende der Natur, sondern das Maisfeld (Josef Reichholf: „Schmetterlinge“, S. 240)

Der Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe Josef H. Reichholf zählt zu den Wissenschaftlern, die über ihr Fachgebiet und in seinem Fall auch darüber hinaus nicht nur verständlich zu berichten wissen, sondern auch spannend, unterhaltsam und anregend. Im vorliegenden Buch setzt sich Reichholf mit einem aktuellen Thema auseinander: dem Verschwinden der Insekten und hier insbesondere der Schmetterlinge, die in seiner Berufslaufbahn wiederholt eine besondere Rolle gespielt haben. Dabei ist spürbar, wie sehr Reichholf von seinem Untersuchungsobjekt fasziniert ist: schon in Weiterlesen

Das Genie der Honigbienen / Éric Tourneret; Sylla de Saint Pierre; Jürgen Tautz

Es gibt Bienenbücher, es gibt schöne Bienenbücher – und es gibt Bienenbücher, die so schön und bemerkenswert sind, dass man sie nicht mehr aus der Hand legen möchte. Zur letztgenannten Kategorie zählt der vorliegende Bildband, der unter Mitwirkung des bekannten Bienenforschers Jürgen Tautz (s.a.) entstand und mit seinen überwältigenden Fotos Staunen macht: der Fotojournalist Éric Tourneret hat seine breit gestreuten Fähigkeiten als Fotograf genutzt, um von winzigen mikroskopischen Details bis hin zu größeren Perspektiven die Welt Weiterlesen

Alles, was bleibt : Mein Leben mit dem Tod / Sue Black

Obwohl wir immer mehr geneigt sind, den Tod aus unserem Alltag zu verdrängen, begegnet er uns unausweichlich irgendwann: mit dem Tod von Freunden, Angehörigen und irgendwann mit dem eigenen Tod. Die 1961 geborene Sue Black ist eine der renommiertesten forensischen Anthropologinnen Englands und ist auch international für ihr Wissen und ihr Engagement bekannt. Eine ihrer wesentlichen Motivationen für ihre Arbeit ist, anhand der sterblichen Überreste herauszufinden, was einem Menschen widerfahren ist oder den Hinterbliebenen die Gewissheit um das Schicksal eines verschwundenen Angehörigen zu geben. Sie arbeitet für die Polizei in Mord- und Vermisstenfällen, aber auch für nationale und internationale Organisationen im Kriegs- oder Katastrophenfall. Zugleich ist ihr Institut aber auch zuständig für die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses, für den Sektionen am menschlichen Leichnam einen wichtigen und für Sue Black unverzichtbaren teil der Ausbildung ausmachen.

In „Alles, was bleibt“, das ihren Weiterlesen

Big History : Die Geschichte der Welt – vom Urknall bis zur Zukunft der Menschheit

Im 20. Jahrhundert begannen wir Menschen, unsere Umgebungen, unsere Gesellschaften und sogar uns selbst umzugestalten. Ohne es wirklich zu wollen, haben wir Veränderungen eingeführt, die so rasch und massiv waren, dass unsere Art gewissermaßen zu einer neuen geologischen Kraft wurde. Aus diesem Grund vertreten viele Wissenschaftler die Auffassung, der Planet Erde sei in ein neues geologisches Zeitalter, das Anthropozän oder das „Zeitalter der Menschen“ eingetreten. Es ist das erste Mal in der vier Milliarden Jahre währenden Geschichte der Biosphäre, dass eine einzige biologische Art zur beherrschenden Kraft der Veränderung geworden ist. In nur ein oder zwei Jahrhunderten sind wir unversehens in die Rolle von Piloten gedrängt worden, die den Planeten lenken sollen, ohne wirklich zu wissen, welche Instrumente sie im Auge behalten, welche Knöpfe sie drücken und wo sie landen sollen. Es ist Neuland für uns Menschen und für die gesamte Biosphäre (S. 292).

In der Vergangenheit kam kaum jemand auf die Idee, die Geschichte unseres Sonnensystems, unseres Planeten und des Lebens, das darauf entstand, mit der etwa 200.000jährigen Geschichte der menschlichen Zivilisation und ihrer Zukunft zu verbinden. Der von dem australischen Historiker David Christian geprägte Begriff „Big History“ steht eben für diese These und umfasst die Weiterlesen

Unbekannte Mitbewohner : Das Who’s Who unserer tierischen Nachbarn / Ruthild Kropp ; Carina Heberer

Es gibt eine ganze Reihe von Tieren, die es sich in der Nähe des Menschen gemütlich gemacht haben, über die wir aber bis auf Oberflächlichkeiten oft nur wenig wissen. Zum Teil, weil wir eigentlich wie bei Schaben oder Kellerasseln, Motten oder Milben – von den Tieren eigentlich nichts wissen wollen. Zum Teil, weil wir meinen, alles über sie zu wissen – wie etwas beim
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Ausgestorben, um zu bleiben: Dinosaurier und ihre Nachfahren / Bernhard Kegel

Wenn das Thema Dinosaurier aufkommt, hat man als halbwegs sprachbegabtes intelligentes Wirbeltier natürlich sofort entsprechende Bilder von längst vergangenen Erdzeitaltern im Kopf: gigantische, relativ tumbe Riesenwesen, die in einen permanenten Kampf um fressen und gefressen werden verwickelt sind, stets hungrig umherstreifende Exemplare des Tyrannosaurus Rex, deren Annäherung man am zarten Beben des Bodens spürt, riesige Pflanzenfresser, die ihren meterlangen Schwanz schwerfällig hinter sich herschleifen. Und natürlich sind Dinosaurier alle tot. Der renommierte Biologe Bernhard Kegel führt uns nicht nur durch die Geschichte der Dinosaurierforschung, die schon immer eine Geschichte voller Missverständnisse und Fehlinterpretationen war, sondern bringt uns zugleich den Weiterlesen

Stadtwild : Von Amsel bis Zauneidechse : 99 Tiere, die man in der Stadt entdecken kann / Nicolas Bogislav von Lettow-Vorbeck

Aufgrund der zunehmenden Industrialisierung der Landwirtschaft und dem damit einhergehenden großflächigen Artenschwund erweist sich die Natur in den Städten mittlerweile oft als erstaunlich vielfältig: Der Journalist und Naturfreund Lettow-Vorbeck, der unter anderem auch für Landlust und Yps schreibt, stellt in seinem Buch 99 Tierarten vor, die man mit etwas Geduld im städtischen Raum entdecken und beobachten kann.

Darunter sind altbekannte Stadtbewohner wie Weiterlesen