Echt jetzt? Die beknacktesten Aktionen der Menschheit / Tom Phillips

Wenn man schon vom Baum gestiegen ist und den aufrechten Gang entwickelt hat, sollte man vielleicht nicht wieder raufsteigen, runterfallen und sterben: genau das passierte einem Individuum der Art Australopithecus afarensis vor etwa 3,2 Millionen Jahren, wenn man aktuellen Studien an den erhalten gebliebenen Fossilien glauben darf. Wer anthropologisch interessiert ist, wird den Namen kennen, den ihre Entdecker ihr gaben: Lucy. Seitdem weist die Geschichte der Trockennasenaffen und der Weiterlesen

Der Mensch oder das Wunder unseres Körpers und seiner Millionen Bewohner / Jan Paul Schutten. Ill. von Floor Rieder

Es gibt unzählige Bücher über den menschlichen Körper, seinen Aufbau und seine Funktionen. Manche sind überaus sachlich, punkten mit kühlen Graphiken und Illustrationen, andere mit spektakulären Bildern und knappen, eher anreissenden Texten und dann jene, die sich bestimmte Themen herausgreifen, die besonders spannend sind. Das Buch von Jan Paul Schutten und dem Illustrator Floor Rieder, die mich vor Jahren mit ihrem Buch über Evolution begeistern konnten, geht Weiterlesen

Ursprünge : Wie die Erde uns erschaffen hat / Lewis Dartnell

Wir wissen heute eine Menge über die Geschichte der Menschheit und die Bandbreite unserer Erkenntnisse wird unter anderem gespeist von archäologischen und paläontologischen Funden sowie tiefgreifenden genetischen Analysen. Lewis Dartnell, der vor kurzem mit seinem „Handbuch zum Neustart der Welt“ für Aufmerksamkeit sorgte, geht der Geschichte des Lebens und damit auch unserer Entwicklung und Geschichte in buchstäblich tiefschürfender Weiterlesen

Spiel des Lebens : Wie der Mensch die Natur und sich selbst zähmte / Alice Roberts

„Die Geschichte der Menschheit hätte einen ganz anderen Verlauf genommen, wenn die anderen Arten, mit denen wir interagieren, sich anders verhalten hätten, wenn sie zum Beispiel ganz gefehlt hätten oder nicht zu fangen oder zu domestizieren gewesen wären. Manchmal gehen wir an die Geschichte oder Urgeschichte so herab, als wären wir Menschen so sehr Herr über unser eigenes Schicksal, dass äußere Einflüsse kaum eine oder gar keine Rolle spielen. Doch die Geschichte einer Art kann niemals für sich genommen erzählt werden. Jede Art existiert in einem Ökosystem, wir sind alle miteinander verbunden und voneinander abhängig. Und alle Interaktionen, die sich im Laufe unserer verflochtenen Geschichten abgespielt haben, sind durchsetzt von Glücksfällen und Zufälligkeiten.“ (S. 328)

In den letzten Jahren ist die prähistorische Geschichte der Menschheit, wie sie aus archäologischen Funden sichtbar wird, um aktuelle Erkenntnisse aus der Genetik, Anthropologie und Klimageschichte bereichert und zum Teil revolutioniert worden. Die britische Medizinierin, Paläopathologin und Fernsehmoderatorin setzt den Fokus dabei zunächst weniger auf die vom Menschen gefundenen Überreste und Artefakte, sondern rekonstruiert die Kulturgeschichte wesentlicher Weiterlesen

Darwin in der Stadt : Die rasante Evolution der Tiere im Großstadtdschungel / Menno Schilthuizen

Es beginnt mit einer Stechmücke: der renomierte Evolutionsbiologe Menno Schilzhuizen steht in einem überfüllten Verbindungsgang der Londoner U-Bahn und beobachtet eine frisch geschlüpfte Stechmücke des Gattung Culex pipiens molestus. Die Gegenwart von Stechmücken in modernen U-Bahnsystemen mag vielen egal sein und einige wenige beunruhigen. Tatsächlich ist diese Stechmücke unter dem Weiterlesen

Die Reise unserer Gene : Eine Geschichte über uns und unsere Vorfahren / Johannes Krause mit Thomas Trappe

In Zeiten, in denen der tot geglaubte Rechtsextremismus in Form von populistischen Bewegungen in ganz Europa wieder auftrumpft und demokratieferne Parteien wie die sogenannte Afd ungeniert an rassistische Positionen anknüpfen, kommt wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit dem Thema Migration und der Entwicklung des modernen Menschen in Gegenüberstellung zu den kruden Thesen und Vorurteilen engstirniger Weiterlesen

Der Neandertaler in uns [MeetYour Ancestors] / Regie: Vikram Yayanti. Beteiligt: Ella Al-Shamahi, Andy Serkis […].- [BBC]

In meiner Jugend galten Neandertaler noch als relativ grobschlächtige, eher tumbe entfernte Verwandte des Menschen, die zwar aufrecht gehen und einfache Werkzeuge herstellen konnten, aber sonst im Vergleich mit uns nicht allzu viel auf dem Kasten hatten und den Menschenaffen näher standen als uns. Dieses Bild hat sich durch die Forschungen und Funde der letzten dreissig Jahre und vor allem durch den Aufstieg der Gentechnik als Forschungsmethode massiv gewandelt.

Die zweiteilige BBC-Dokumentation „Der Neandertaler in uns“ geht diesem Wandel und den atemberaubenden Erkenntnissen jüngerer Zeit nach: Wir begleiten die Weiterlesen

Aufstieg und Fall der Dinosaurier : eine neue Geschichte der Urzeitgiganten / Steve Brusatte

Dinosaurierphasen hat wohl jeder in seiner Kindheit. Manchmal auch mehrere. So war es auch bei mir: doch wenn ich an die ersten Bücher über Dinosaurier denke, die ich las, und das Bild dieser Tiere damals mit dem von heute vergleicht, lassen sich fundamentale Unterschiede ausmachen. Damals in meinem „Was-ist-Was“-Band waren Dinosaurier durchgehend grau, galten als träge, eher tumbe Kaltblüter, die ihrem Nachwuchs sich selbst überliessen und ihr Aussterben letztlich sich selbst und ihrer schieren Größe zu verdanken hatten.

Dieses Bild der Dinosaurier hat sich mittlerweile komplett überholt. Und es kommt noch besser: Dinosaurier sind Weiterlesen

Die Wespe, die sich Raupen als Sklaven hielt : Die verrücktesten Überlebensstrategien aus dem Tierreich / Matt Simon

In knapp vier Milliarden Jahren Evolution haben sich aus den ersten Mikroben unzählige Spezies entwickelt, die sich immer wieder vor Probleme gestellt sahen: Freßfeinde, Konkurrenten bei der Fortpflanzung, pflanzliche oder tierische Nahrung, die eigene Strategien gegen das Gefressenwerden entwickelt hatte. Letztlich überlebten diejenigen Individuen, die aufgrund individueller Eigenschaften diese Probleme am besten lösen konnten. Wenn man zum Beispiel aufgrund des hohen Aufwands nicht so gerne Mutter werden mag, kann man als hermaphroditischer Plattwurm das Ganze auch mit dem Weiterlesen

Verwandtschaft ist ein Knochenjob: Was Fossilien über unsere Herkunft verraten / Kai Jäger

Wissenschaft ist ja manchmal eine trockene Angelegenheit, was buchstäblich auch für die Paläontologie gilt, und so zeichneten sich Fossilien- und Geologiebücher zumindest vergangener Jahrzehnte dementsprechend oft durch wenig inspirierende Aufbereitung ihres prinzipiell faszinierenden Stoffes aus. Der Science-Slam-Gewinner Kai Jäger, seines Zeichens Paläontologe, versteht es mit seinem Buch, für seine Wissenschaft zu werben und zu begeistern: ausgesprochen anschaulich führt er uns nicht nur in die für das Verständnis notwendigen Grundlagen der Geologie unseres Planeten ein und widmet sich typischen Fragestellungen der Paläontologie, sondern er räumt Weiterlesen

Dinosaurier: Die Urzeitriesen in spektakulären Bildern / John Woodward

Vermutlich hat fast jeder in seiner Kindheit ein oder mehrere Phasen, in denen er oder sie von Dinosauriern fasziniert ist. Jedenfalls ging es mir als Kind so. Bei genauer Betrachtung hält diese Faszination – verbunden mit allgemeinem Interesse an der Erd- und Naturgeschichte und erweitert um das Interesse an der Entwicklungsgeschichte des seltsamen Tieres namens Mensch – bis heute an. Nun war es früher so, dass man aus Dinosaurierfossilien zwar auf überaus bizarre Formen schloss. Farblich aber bewegte man sich in entsprechenden Kindersachbüchern damals hauptsächlich im Bereich verschiedener Grautöne.

Da hat sich in den vergangenen Jahren eine Menge getan. Das vorliegende Buch aus der Reihe „DK Wissen des für seine gut gemachten Sachbücher bekannten Dorling-Kindersley-Verlages zeigt das sehr eindrucksvoll und gibt einen guten, für Laien hervorragend aufbereiteten Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand beim Thema Dinosaurier. So geht man heute davon aus, dass es möglicherweise ähnlich Weiterlesen

Evolution oder Das Rätsel von allem , was lebt / Jan Paul Schutten / Floor Rieder

Wie das Leben auf der Erde entstand und sich zu seiner heutigen Vielfalt entwickelte, gehört zu einer der spannendsten und immer wieder von neuen Erkenntnissen bereicherten Themen der Wissenschaft. Der niederländische Autor Jan Paul Schutten geht ihnen nach in Form einer langen Reihe von zunächst meist seltsam erscheinenden Fragen, die zunächst nur am Rande mit dem Thema zu tun haben scheinen. So fragt er etwa, was ein Pantoffeltierchen kann, ein Roboter aber nicht, aus wie vielen Zellen wir bestehen, ob Salz Weiterlesen

50 Tiere, die unsere Welt veränderten / Eric Chaline

Schafe, Kühe, Katzen und Bienen: auch Sie würden diesen Tieren sicher sofort zuschreiben, dass sie auf die menschliche Gesellschaft und ihre Entwicklung einen entscheidenden Einfluss gehabt haben. Aber ein kleines Insekt, dass bei der Französischen Revolution eine Rolle gespielt haben soll (Menschenfloh)? Eine schnöde Fliege, die erheblich Weiterlesen

Missgeschicke der Evolution : Warum Sie diese Tiere trotzdem lieben sollten / Lisa Signorile

Wir Menschen neigen ja doch deutlich dazu, Tiere entweder mit dem Bambi-Blick zu betrachten (dann sind sie süß und erfahren meistens auch signifikant mehr Schutz) oder mit dem Gegenextrem, einer aus Ekel oder Abscheu gespeisten Neugier. Und natürlich liegt gerade bei den uns befremdlich, da nicht in unsere anthropozentrische Weltsicht passenden Tieren wie etwa dem Sackkrebs, der während seines Larvenwachstums die Kontrolle über seine Opfer (Krabben) übernimmt und außer über ein Hormon- und Fortpflanzungssystem keine eigenen Organe hat. Was sich im ersten Moment seltsam ausnimmt, erweist sich bei genauerer Betrachtung nicht als „Missgeschick“, sondern als Weiterlesen

Die Henne und das Ei : auf der Suche nach den Ursprüngen des Lebens / Renée Schroeder. Mit Ursel Nendzig

„Wir erkennen, dass erworbene Eigenschaften sich sehr wohl auf die Gene niederschlagen und vererbbar werden. Dass es ein genetisches Gedächtnis gibt. Dass das Verhalten in der Umwelt, vor allem Essens- und Lebensgewohnheiten, sich auf unser Genmaterial auswirkt. Wenn dem so ist, gibt es eine sehr wichtige Folge: Dass es sich doch lohnt, in unsere Bildung, in unsere Gesundheit zu investieren. Damit sich die richtigen Umweltfaktoren auf unsere Gene niederschlagen. Wir erkennen die Größenordnung der Verantwortung, die daraus erwächst. […] Dass die Dinge nicht von außen – und schon gar nicht von oben – gesteuert werden, sondern dass sie aus uns selbst passieren. Dass wir als Teil der Umwelt für Sie verantwortlich sind.“(S. 134-135)

Es ist eine der ältesten Fragen der Menschheit: woher kommen wir? Verbunden ist sie zumeist mit der Frage nach der Herkunft des Lebens. Seriöse Antworten auf diese Fragen oder zumindest haltbare Hypothesen finden wir erst mit den modernen Wissenschaften, die uns heute mehr Erkenntnisse über den Ursprung und die wahrscheinliche Entwicklung des Lebens ermöglichen als es noch vor ein paar hundert Jahren mit den damaligen Methoden überhaupt möglich war: wir forschen heute mit Instrumenten, die weit über die naturgegebenen Wahrnehmungsmöglichkeiten des Menschen hinausreichen und daher tiefere Einblicke in den Bauplan der Natur und die Evolution des Lebens ermöglichen.

Eine große Rolle spielt dabei in den vergangenen Jahren die Forschung im Bereich der Biochemie. Die 1953 in Brasilien geborene Österreicherin Renée Schroeder leitet den Bereich Biochemie und Zellbiologie am den Max F. Perutz Laboratories in Wien und forscht selbst vor allem im Bereich der Ribonukleinsäure und ist unter anderem bereits Mitglied der Bioethik-Kommission der österreichischen Bundesregierung gewesen.

In „Die Henne und das Ei“ spürt sie zusammen mit ihrer Co-Autorin undogmatisch und mit großer wissenschaftlicher Leidenschaft den großen Fragen nach dem Ursprung und der Entwicklung des Lebens nach, zeigt, welche Erkenntnisse durch die Weiterlesen

Urmel saust durch die Zeit / Max Kruse

„Ich finde es wichtig, dass die Kinder, das kennen lernen, was uns die Wissenschaft enthüllt. Wenn Sie so wollen, ist das ein aufklärerischer Impuls. Außerdem ist mir der Respekt gegenüber der Natur, den anderen Lebewesen ein großes Anliegen. Denn die Evolutionsgeschichte zeigt es deutlich: Der Mensch ist Teil der Natur und steht nicht über ihr; schließlich sind alle irdischen Lebewesen miteinander verwandt.“ (Max Kruse über „Urmel saust durch die Zeit„)

Es war ja klar. Professor Habakuk Tibatong baut einen Raumzeitgleiter – und das Urmel drückt natürlich einfach auf den Weiterlesen

Die Geschichte der Skelette: oder warum alle mit allen verwandt sind / Jean-Baptiste de Panafieu ; Patrick Gies

Skelette sind nicht nur ein Ding gewordenes „Memento mori“, die uns an unsere eigene Vergänglichkeit erinnern, sondern weitaus mehr: sie erinnern uns an unsere eigene, weit zurückreichende Geschichte, die uns mit allen anderen Wirbeltieren verbindet und darüber hinaus reicht bis in die weit zurückliegende Zeit, als das Leben auf diesem Planeten seinen Anfang nahm. $00 Millionen Jahre weit reicht die Geschichte der Wirbeltiere zurück und damit in eine Zeit, als der erste Fisch lebte, von dem aus sich der Stammbau der Tiere entwickelte, die einen biegsame Rückenstab namens „Chorda“, die Wirbelsäule, haben.

Verschiedene Vertreter rezenter Chorda- oder Wirbeltiere stellen Jean-Baptiste de Panafieu und der Fotograf Patrick Gies in „Die Geschichte der Skelette“ vor. Sie verfolgen ihre Thematik anhand Weiterlesen

Tatsache Evolution / Ulrich Kutschera

„Nichts in der Biologie ergibt einen Sinn, außer im Lichte der Evolution“ (Theodosius Dobzhansky, zitiert nach a.a.O., E-Book-Ausgabe, S. 376)

Während meiner Testreihe zu E-Book-Readern entdeckte ich in der „Onleihe zwischen den Meeren“ das lesenswerte Buch „Tatsache Evolution“ von Ulrich Kutschera, dessen gehaltvoller Lektüre ich mich nicht mehr entziehen konnte:
Die Bedeutung von Charles Darwin für die Befreiung der Wissenschaft von theologischen Fesseln und für die Begründung der modernen synthetische Evolutionstheorie kann heute gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Evolution wird in der seriösen Wissenschaft aufrgund der evidenten Belege heute als Tatsache betrachtet und die synthetische Evolutionstheorie als Weiterentwicklung und Korrektur der Ansätze für Darwin und anderen zur Erklärung der Entstehung und laufenden Entwicklung des Lebens kontinuierlich verbessert, ausdifferenziert und ergänzt:

„Heute stehen folgende auf Darwins Thesen-System basierende Befunde fest. Alle Organismen entwickelten sich im Zuge realhistorischer Abstammungsprozesse (Evolution) aus bakteriellen Ur-Formen; der Artenwandel vollzog sich in der Regel graduell, obwohl es im Verlauf der Erdgeschichte Evolutions-Schübe gegeben hat. […] Die von Darwin (1859/1872) postulierte Vervielfachung der Arten im Verlauf der Erdgeschichte (Diversifikation) ist. z. B. bei den Trilobiten, Käfern, Säugetieren und Blütenpflanzen eindeutig belegt und die von Darwin und Wallace (1858) erstmals im Detail vorgestellte natürliche Selektion hat alle diese Evolutionsprozesse in entscheidendem Maße vorangebracht.“ (a.a.O., S. 373)

Kutschera weist aber auch auf die neuesten Erkenntnisse etwa der Makroevolution oder von Konstantin Mereschkowsky begründeten Symbiogenese hin. Am Beispiel u.a. des Elefantenzahns weist er nach, dass die Natur mitnichten perfekt entwickelte Organismen hervorbringt und stellt der irrationalen Lehre vom Intelligent Design (Kreationismus) zusätzlich die erdrückenden Belege für die realhistorischen Prozesse der Evolution entgegen. Ausführlich geht er auf die verschiedenen Erdzeitalter, auf Evolutionsschübe und der Einfluss einer dynamischen Erde auf die Ausformung und Entwicklung von Lebensformen ein.

»Zu Zeiten Darwins war die Evolution eine Hypothese. Heute kann sie als erwiesen betrachtet werden.« (Theodosius Dobzhansky, a.a.O., S.

Trotz des immensen Fachwissens, das sich hinter Kutscheras Zeilen spüren lässt, gelingt es ihm, sein Thema anregend und mit wissenschaftshistorischen Reminiszenzen angereichert zu vermitteln. Dabei setzt er den Fokus auf Charles Darwin und seine Forschungen, zieht aber den Bogen über die Aktualisierungen bzw. Bestätigungen seiner Theorien, die Ansätze anderer Wissenschaftler bis hin zum heutzutage schier unüberschaubaren, weil stark ausdifferenzierten Forschungsgebiet der Evolutionsbiologie.
»Zu Zeiten Darwins war die Evolution eine Hypothese. Heute kann sie als erwiesen betrachtet werden.« Theodosius Dobzhansky
Ein Sachbuch für den interessierten Laien, das anregt, sich mit dem faszinierenden Thema Evolution und der Geschichte unseres Lebens und unserer individuellen biologischen Existenz zu beschäftigen, die mehrere Milliarden Jahre alt ist.

Menschenkinder : Plädoyer für eine artgerechte Erziehung / Herbert Renz-Polster

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„Wir müssen nochmal grundsätzlich über die´Kindheit nachdenken. Ist sie wirklich nur eine Strecke, auf der sich Kinder für ihren Job warmlaufen? Warum ist sie so schnell von einem Projekt der Kinder zu einem Projekt der Erwachsenen geworden? Warum halten wir es so schlecht aus, wenn unsere Kinder in ihren eigenen Welten leben? Ist das wirklich nur die Angst vor möglichen Gefahren?“ (Herbert Renz-Polster: Menschenkinder, S. 68).
Stellen Sie sich vor, sie würden in der Steinzeit leben. Würden Sie a) ihr Kind nachts am anderen Ende der Höhle schlafen lassen, damit Sie Ihre Ruhe haben, es b) einfach stehen lassen, wenn es zum Jagen und Sammeln geht und Sie partout keine Weiterlesen

Naturgeschichte(n): Über fitte Blesshühner, Biber mit Migrationshintergrund und warum wir uns die Umwelt im Gleichgewicht wünschen / Josef H. Reichholf

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Warum haben Menschen nur noch auf dem Kopf Haare, sind ansonsten aber unbehaart? Überlebt immer der Stärkere? Weshalb lieben wir Blumen? Warum haben Vögel Federn, wenn nicht zum Fliegen oder Wärmen? Warum sind Zenras gestreift, Elefanten aber nicht? Sind Wale ein Rückschritt der Evolution? Warum ging der Mensch aus Afrika fort und was hat das mit den Streifen der Zebras Weiterlesen

Die Schöpfungslüge: Warum Darwin Recht hat / Richard Dawkins

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Leider gibt es nicht nur in „Gods own country“, den USA, eine ausgesprochen große Zahl nicht selten hochgebilderten Menschen, die daran glauben, dass die Welt erst seit ein paar tausend Jahren existiert und sämtliche Lebewesen inklusive des Menschen von einem „genialen Schöpfer“ so angelegt wurden, wie wir sie heute vorfinden: auch in Europa sind je nach Land 20-40% der Erwachsenen offenbar davon überzeugt, dass es die Erde erst seit 10.000 Jahren gibt und ein Schöpfer alles perfekt geplant habe. Etliche Organisationen, die zum Teil ,mit erheblichen Geldmitteln ausgestattet sind, kämpfen darum, absurde kreationistische Ideen wie das „Intelligent Design“ gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie in den Lehrplänen der Schulen zu verankern.
Der britische Biologe Richard Dawkins, der zuletzt mit „Gotteswahn“ für Aufregung sorgte, kämpft seit Jahren gegen die vereinfachenden und zum Teil hanebüchen Weiterlesen

Bryson, Bill: Eine kurze Geschichte von fast allem.

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Bill Bryson ist vielen durch seine amüsanten Reiseberichte bekannt. Ausgangspunkt für sein neues Buch ist sein lang zurückliegender unbefriedigter Wissendurst bei der Betrachtung einer sterbenslangweiligen Abbildung des Erdinneren: die ungeklärten Fragen von damals wie „Warum verbrennen wir uns nicht die Füsse, wenn das Erdinnere so heiss ist?“ führten letztlich zu diesem Buch, dass vor allem eine Antwort auf die Frage ist, warum Weiterlesen