Zwischen zwei Sternen : Roman / Becky Chambers. Aus dem Amerikanischen von Karin Will

„Eigentlich ist es ganz leicht zu verstehen“, sagte Pepper. Sie streckte die Beine aus und legte die Fußknöchel übereinander. „Es ist das Gleiche, was die Verbesserten uns Fabrikkindern angetan haben. Es ist das Gleiche, was die Harmagianer den Akaraks angetan haben oder den Felasens oder einer der anderen Spezies, die sie unterjocht haben. Und ihr Äluoner, ihr habt die KIs doch überhaupt erst erfunden. Empfindungsfähigen Code gibt es erst, seit ihr ihn geschrieben habt.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Leben ist etwas Beängstigendes. Keiner von uns hier besitzt das Regelbuch. Keiner von uns weiß, was wir hier eigentlich machen. Und all das Beängstigende kann man noch am ehesten aushalten, wenn man glaubt, die Kontrolle zu haben. Wer glaubt, die Kontrolle zu haben, der meint, er wäre ganz oben, und wenn man ganz oben ist, dann sind die Leute, die anders sind als man selbst … nun, die müssen dann irgendwo unter einem stehen, nicht wahr? Alle Spezies tun das. Sie tun es immer und immer wieder. Es spielt keine Rolle, ob sie es sich gegenseitig antun oder einer anderen Spezies oder jemandem, den sie erschaffen haben.“ Sie nickte zu Tak. “ Du hast doch Geschichte studiert. Du weißt Bescheid. Die ganze Geschichte ist eine endlose, unüberschaubare Abfolge der schrecklichen Dinge, die wir einander angetan haben.“
„Nicht die ganze Geschichte“, wandte Tak ein. „Vieles davon, ja. Aber es gibt auch Dinge, die gut sind. Es gibt Kunst und Städte und Wissenschaft. All das, was wir entdeckt haben. All das, was wir gelernt und verbessert haben.“ (S. 414)

Als KI-System des Raumschiffs Wayfarer war Lovelace praktisch mit allem verbunden: mit ihrem Schiff, den Raumfahrern, für deren Schutz und Wohl sie da war und mit allem Wissen der Welt. Sie war gleichzeitig in allen Räumen des Schiffes und für die Besatzungsmitglieder mehr Vertraute als künstliches System. Doch als die Wayfarer in Not geriet, konnte nur ein Reboot sie retten (zur Vorgeschichte vgl. „Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“).

Jetzt ist alles anders: sie findet sich in einem Weiterlesen

Funny Bones : Tödliche Scherze / Regie: Peter Chelsom. Darsteller: Oliver Platt ; Lee Evans ; Jerry Lewis […]

Heute gilt es einen besonderen Film zu empfehlen. Nicht nur, weil Jarg ihn an einem glühend heissen Tag im wunderbaren Sommer ’95 in einem Kino in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofs gesehen und dabei mit seiner damaligen Freundin den ganzen Saal komplett für sich allein hatte. „Funny Bones“ ist eine Tragikomödie der besonderen Art:

Tommy Fawkes, Sohn eines großen und berühmten Komiker Georges Fawkes, erlebt die absolute Katastrophe, als er in Las Vegas erstmals vor einem großen Publikum auftritt, und zieht sich, gedemütigt und erneut im Schatten seines erfolgreichen Vaters stehend, nach Blackpool zurück. Dort hat er seine Kindheit erlebt, und dort, in der Kleinkunstszene, sucht er nicht nur vordergründing nach Anregungen, sondern vor allem gute Gags, die er schamlos kopieren möchte. Besonders fasziniert ist er von einer mit Weiterlesen

Monthy Python’s Der Sinn des Lebens / Regie: Terry Jones. Darst.: Graham Chapman, John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones, Michael Palin

Chairman: Item six on the agenda, the Meaning of Life. Now Harry, you’ve had some thoughts on this.
Harry: That’s right, yeah. I’ve had a team working on this over the past few weeks, and what we’ve come up with can be reduced to two fundamental concepts. One, people are not wearing enough hats. Two, matter is energy. In the Universe there are many energy fields which we cannot normally perceive. Some energies have a spiritual source which act upon a person’s soul. However, this soul does not exist ab initio as orthodox Christianity teaches; it has to be brought into existence by a process of guided self-observation. However, this is rarely achieved owing to man’s unique ability to be distracted from spiritual matters by everyday trivia.
[Pause.]
Max: What was that about hats again?

(Quelle: Wikiquotes, abgerufen am 9.8.2013)

Über den Sinn des Lebens wurde schon viel geschrieben, gesagt, gepredigt, verkündet, intoniert, in bewegten Bildern gezeigt. Kaum jemand aber hat die Absurdität menschlichen Lebens und die abstrusen Sinngebungskonstrukte dieser seltsamen Trockennasenaffenart namens Homo sapiens so wunderbar auf den komödiantischen Weiterlesen