Von Meerjungfrauen, Kapitänen & fliegenden Fischen : Geschichten & Gedichte rund ums Wasser / herausgegeben von Renate Raecke mit Bildern von Stefanie Harjes

Wasser hat auch in unserer Zeit nichts von seiner Anziehungskraft verloren: Menschen zieht es zum Wasser hin, sind fasziniert von seiner Kraft, seinen bekannten Eigenschaften, Extremen und Bewohnern, seinen verborgenen Geheimnissen und den altbekannten und neuen Geschichten. Die Literatur für alle Altersgruppen ist voll von Anspielungen auf das Wasser, von Erzählungen, die am Wasser spielen, mit dem Wasser verbunden sind oder sich mit seinen metaphorischen Eigenschaften beschäftigt.

Renate Raecke fischt mit „Von Meerjungfrauen, Kapitänen & fliegenden Fischen“ tief im Meer der Literatur und präsentiert uns einen Weiterlesen

Weniger sind mehr / Maybebop

A-capella-Gesang hat ja seine ganz eigenen Reize und ist in den vergangenen Jahren auch im Popmusikbereich recht populär geworden. Manhattan Transfer wird auch heute noch vielen ein Begriff sein – und die in den 1980ern recht populären britischen Flying Picketts setzten seinerzeit Maßstäbe. In Deutschland kennt man vor allem Bands wie Basta, die Wiseguys, die Fuenf oder Ganz Schön Feist – oder auch die Prinzen, die nicht selten aber auch Instrumente einsetzen und daher nicht ganz der „reinen Lehre“ zugeordnet werden können.

In den letzten Jahren ist zum Glück auch die 1992 gegründete Band „Maybebop“ bekannter geworden, die ich schon immer für besser hielt als die sehr populär, aber eben auch zuweilen recht seicht geworden Wise Guys. Die stark dem Weiterlesen

Zitat am Freitag: Char über das Sehen

Der Mensch, würde er von Zeit zu Zeit nicht
souverän die Augen schliessen,
er sähe zu guter Letzt nicht mehr,
was angeblickt zu werden verdient.

Rene Char, französischer Dichter (1907-1988)

Zitat aus: René Char, Poésies/Dichtungen. Frankfurt am Main, 1959. S. 139. Gefunden in: Matthias C. Müller: Alle im Wunderland : Verteidigung des gewöhnlichen Lebens (Rezension in Vorbereitung)

Ich und du und Müller Kuh und 1000 Kaffeebohnen : das große Max-Kruse-Buch / Max Kruse. Mit Bildern von Christine Brand

Pirr schirr kabirr
puff knuff kabuff
wirsch kabelwitsch knall
Ich bin überall!

(Max Kruse: Der Überall. Aus: Ich und du und Müllers Kuh und 1000 Kaffeebohnen, S. 20)

Der 1921 geborene Max Kruse, der noch mit über 90 Jahren schreibt (am PC!), gehört längst zu den Klassikern der deutschen Kinderliteratur. Wer erinnert sich nicht neben den unsterblichen Urmel-Büchern an „Der Löwe ist los“, „Don Blech“, „Lord Schmetterhemd“ und andere wunderbare Bücher von ihm – viele von ihnen in ihrer Bekanntheit befördert von der Augsburger Puppenkiste?
„Ich und du und Müllers Kuh und 1000 Kaffeebohnen“ versammelt einen Querschnitt aus Kruses Gedichten und Erzählungen und zeigt, wie vielseitig und Weiterlesen

Von Anfang bis Zebra : ABC-Gedichte / James Krüss. Mit vielen Bildern von Sabine Wilharm

„Wörter, die mit N beginnen,
nützen, um draus versefroh
manch verdrehtes Garn zu spinnen,
und das geht zum Beispiel so:

Neckt das Nashorn die Narzisse,
neckt das Nebelhorn den Nerz.
Neckt der Nüsseknacker Nüsse
neckt die Niere gern das Herz.

[…]

ABC-Bücher gibt es wie Sand am Meer – aber wenige Perlen sind darunter. Dieses Buch ist eine solche Perle sowohl in optischer als auch in sprachlicher Hinsicht. Für die Optik zeichnet Sabine Wilharm verantwortlich, die mit ihren wildskurillen Bildern („Schinken & Ei“ ; „Zum Strand“) auf Jargsblog bereits mehrfach Erwähnung findet.
Für die Verse steht der unvergessene James Krüss, der hier mit Weiterlesen

Fips der kleine Nasenbär / Sybille Hein

„Weil Fips, der kleine Nasenbär,
furchtbar gern ein Flugtier wär,
sammelt er schon lange Zeit
für ein buntes Federkleid“

Es gibt einige Illustratorinnen und Illustratoren von (Kinder)Büchern, die ich besonders schätze: zu ihnen zählt Sybille Hein, die einen ganz eigenen Stil entwickelt hat und dazu auch noch sprachlich ansprechende Worte findet. Deshalb freue ich mich über jedes neue Buch von oder mit ihr – so wie über dieses und seine gereimte, bebilderte Geschichte:
Fips, der kleine Nasenbär aus dem Zoo, hat nur einen großen Traum: fliegen zu können. Dafür Weiterlesen

In Hamburg lebten zwei Ameisen und weitere Gedichte von Joachim Ringelnatz / Illustriert von Christine Sormann

Wer Jarg näher kennt, weiß, dass er Ringelnatz und seine Gedichte (und auch seine vielen unbekannte Prosa) sehr schätzt. Viele von ihnen sind bereits moderne Klassiker und werden mit jeder Generation neu entdeckt. Natürlich greift Jarg daheim bei Gedichtbedarf gerne zur schönen, rot gebundenen Werkausgabe von Ringelnatz oder zur Gesamtausgabe seiner Gedichte (beide erschienen bei Diogenes) oder nimmt sich die alte, kleine, fein illustrierte Auswahl aus dem Karl H. Henssel-Verlag mit auf die Zugfahrt. Aber es geht für Einsteiger auch anders:
Einen ersten, ansprechend und humorvoll von Weiterlesen

Vom Morgen zum Abend / Eva-Maria Ott-Heidmann

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Mit schönen Reimen und bunten, detailreichen Bildern begleitet dieses Buch Anna und Weiterlesen

Lieder von Liebe und Tod / Bobo

Ein Album mit deutschen Volksliedern und vertonten klassischen und romantischen Gedichten weckt nicht unebdingt hohe Erwartungen: viele Volkslieder kennt man in den unterschiedlichsten klassischen Interpretationen. Auch das vertonte Gedicht lässt einen zunächst eher an die klassisch-strenge, von zumeist zeitgenössischer Musik inspirierte und umspielte Variante denken.
Bobo (In White Wooden Houses) alias Christiane Bobolina Hebold, der ausgewiesene Theatermusiker Sebastian Herzfeld (präpariertes Klavier) und Annette Kaftan (Saxophon und Bassklarinette) wagen mit „Lieder von Liebe und Tod“ eine Neuinterpreation, die gekennzeichnet ist von extrem Weiterlesen

Gedicht für einen Goldfisch / Jean-Pierre Siménon ; Olivier Tallec ; Franz Hohler

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Arthur ist in Sorge. Sein kleiner Goldfisch Leo langweilt sich zu Tode. Aber seine Mutter weiss Rat und gibt Arthur den Tipp, Leo ein Gedicht zu geben. Ein Ge-dicht? Arthur überlegt, was das sein könnte. Im Kühlschrank ist keins, auch nicht im Besenschrank, unter dem Bett. Da geht er zu Manolo, dem Fahrradhändler, Frau Kugler, der Bäckersfrau und dem alten Mahmud. Er erfährt, dass ein Gedicht den Himmel auf der Zunge spüren und den Herzschlag der Weiterlesen

Knickel, knackel, Knobelbecher – verzwickt-verzwackte Zungenbrecher / Regina Schwarz ; Sven Leberer

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Langsam löst sich der Knoten in meiner Zunge, nachdem ich diess Buch meinen Kindern am Abend vorgelesen habe, vieles wiederholen musste und wir aus dem Lachen nicht mehr rauskamen. Regina Schwarz hat für ihr Zungenbrecherbuch eine ganze Reihe schwieriger Zungenbrecher geschrieben wie:
Schluckspechte schlucken
ohne zu Weiterlesen

Fünfter sein / Ernst Jandl ; Norman Junge

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Die meisten Kinder lieben Reime, Sprachspiele und Gedichte. Von Ernst Jandl, dem genialen Dichter, Wortverdreher und Sprachspieler, stammt das Gedicth „Fünfter sein“, in dem es schlicht um das Warten beim Weiterlesen