
Madison County, Iowa: Francesca Johnson (Meryl Streep) stammt aus Italien, ist mit einem amerikanischen Farmer verheiratet und hat zwei Kinder. Vordergründig zufrieden, ist das Leben der ausgebildeten Lehrerin doch im alltäglichen Einerlei gefangen.
Als Mann und Kinder auf eine Landwirtschafsmesse fahren, bleibt sie allein zurück. Während sie ihren täglichen Verrichtungen nachgeht, fährt der weitgereiste, weltoffene Fotograf Robert Kincaid (Clint Eastwood) vor, der für National Geographic an einem Bildband über die überdachten Brücken des Madison County arbeitet und eine bestimmte Brücke sucht. Nach kurzem Versuch, den Weg zu beschreiben, steigt Francesca zu ihm in den Wagen und leitet ihn zur Brücke. Fasziniert von Roberts, lädt sie ihn nach der Rückfahrt auf einen Eistee ins Haus ein. Sie kommen sich in den nächsten Tagen näher und Francesca eröffnen sich plötzlich ungeahnte Gefühle und Möglichkeiten. Ein tiefer innerer Konflikt scheint bevorzustehen …
Auch wenn dem Film wie der Romanvorlage einige Schwächen und Oberflächlichkeiten zur Last gelegt werden können und die Rahmenhandlung (Rückblick, transortiert über die erwachsen gewordenen Kinder, die nach dem Tod der Mutter von der Affäre erfahren) etwas zu sehr ausgewalzt wird: ein wunderbarer Film, der beweist, dass auch (manche?) Männer beim Filmegucken Taschentuchpakate neben sich benötigen können. Clint Eastwood und Merryl Streep ergänzen sich vortrefflich und machen aus einer auf den ersten Blick vielleicht banal erscheinden Liebesgeschichte großes Kino.
Und dann ist da diese Szene: er sitzt im Auto vor ihr, an die geschenkte Halskette am Innenrückspiegel greifend, sie sitzt neben ihrem Mann im Wagen dahinter, die Hand an der Türklinke, bei der meiner besten Freundin und mir diese vollkommen gegensätzlichen (typischen) Eingebungen kommen. Ich: „Ja, drück die Klinke, steige aus!“ Beste Freundin: „Nein, es wird nicht gehen“. Ein wunderbarer Liebesfilm. Taschentuch? Taaaschennntuuuuch!!!!
Startseite » Scheibenwelt » Film » Spielfilm » Drama » Die Brücken am Fluß – The Bridges of Madison County / Regie: Clint Eastwood.
Ja, ohne Taschentuch geht da gar nichts – ich erinnere mich gut, dass die Tränen flossen am Ende des Films… Gut, dass das Leben nicht so oft solche Situationen bereitstellt, es wäre nicht auszuhalten, oder?
Obwohl, manchmal – hach, wünschte ich es mir…. 😉
Uta
LikeLike
Tragischer Film halt … und deshalb immer wieder schön.
LikeLike