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Serengeti / Regie und Drehbuch: Reinhard Radke

Es gibt unzählige Naturdokumentationen. Und es gibt Naturdokumentationen, die so wundervoll gemacht sind, dass man sie nicht mehr vergisst. „Serengeti“ des deutschen Zoologen und Tierfilmes Reinhard Radke gehört zu den letztgenannten.

In seinem 2011 in die Kinos gekommenen Film setzt Radke den Fokus auf den Jahreslauf in der Serengeti und folgt den den Wanderungen von Millionen von Tieren, geprägt von Dürre, Regen, fruchtbaren und kargen Zeiten, von Geburt, Tod und den nachstellungen durch Löwen, Geparde, Leoparden und Krokodilen. Im Mittelpunkt der Handlung stehen neben Zebras, Antilopen und Elefanten vor allem die willenstarken Gnus, die alljährlich in riesigen Herden die Serengeti durchqueren und sich dabei weder durch Wassermangel noch durch Steilhänge an wilden, von Krokodilen beachten Flüssen nicht aufhalten lassen.

Radke gelingen spektakuläre Bilder von Tieren und Landschaften, die er dramaturgisch geschickt inszeniert und mal mit Zeitlupe, mal mit Zeitraffer ablaufen lässt. Nicht selten stockt einem der Atem, so schön sind die Landschaften, so dramatatisch die Situationen, denen sich die Tiere – ob Jäger oder Gejagte – ausgesetzt sehen. Die Überwindung des Steilhangs des Flusses Mara durch die Gnus etwa hat Radke so meisterhaft gefilmt, dass die Bilder lange nachwirken und man den unbedingten Überlebenswillen der Tiere. Der Kommentar ist auf das wesentliche reduziert und begleitet die opulenten Bilder mit gut ausgewählten Informationen, ohne sich in den Vordergrund zu speilen. So können die einmaligen Filmbilder ihre Wirkung voll entfalten.

Auch und gerade weil der Film die gegenwärtige Rolle des Menschen in der Serengeti und die durch ihn erfolgten Veränderungen der Landschaft komplett ausblendet, kann er seine Wikrung voll entfalten: er zeigt uns die Serengeti und damit eine Wildnis dieses Planeten in einem ursprünglichen, wilden Zustand und macht damit einmal mehr deutlich, was es zu schützen gilt und was wir zu verlieren drohen.

Der an einem Sonntagnachmittag zwillingsgetestete Film ist ausgesprochen familiengeeignet, werden doch selbst Jagdszenen niemals blutig oder reisserisch in Szene gesetzt. Der Altersempfehlung von sechs Jahren wurde ich jedoch folgen und eher noch ein Jahr drauflegen.

8 Kommentare zu “Serengeti / Regie und Drehbuch: Reinhard Radke

      • Danke für den Tipp. Boykottiere ja gerade Amazon in vielerlei Hinsicht – aber wenn meine Filmquelle preislich zu weit drüber liegt, werde ich vielleicht doch schwach 😉

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