Sieben Jahre sind vergangen, seitdem Jane mit ihrem Mann Bill „Ham“ Hammond vor den brutalen „Bishop Boys“ und ihrem Anführer, dem sadistischen John Bishop, geflohen ist. In New Mexico hat sie mit Bill ein neues Leben angefangen und mit ihm eine Tochter bekommen. Doch Bishop und seine Leute haben sie aufgestöbert. Als „Ham“ mit acht Kugeln im Rücken vor der Bande flieht und lebensgefährlich verletzt heimkehrt, beschließt Jane, alles zu tun, um das Leben ihrer Familie zu retten. Sie besorgt sich Waffen und es gelingt ihr, ihren alten Verlobten Dan Frost um Hilfe zu bitten, obwohl die beiden sich durch Dans lange Abwesenheit im Krieg weit voneinander entfernt haben. Sie verschanzen sich mit dem um sein Leben kämpfenden Ham auf der Ranch – wohl wissend, dass Janes unbedingter Überlebenswille allein gegen die Bishopbande nicht ausreichen wird …
Western mit starken Frauenfiguren in den Hauptrollen sind immer noch überaus selten. Natalie Portman gelingt es, die zwischen ihrer traurigen Vergangenheit und Gegenwart zerrissene, um das Leben ihres Mannes und ihrer Tochter kämpfende Jane überzeugend zu verkörpern. Der hervorragend in Szene gesetzte, dramaturgisch geschickt aufgebaute Film arbeitet mit Rückblenden, die die gemeinsame Vergangenheit von Dan und Jane beleuchten und stärkt damit die sich immer weiter dramatisch zuspitzende, in der Gegenwart spielende Geschichte um die Bedrohung durch die Bishop-Bande.
Dabei gewinnt die Story zusehends an Fahrt bis zum furiosen Finale. Der Zuschauer identifizierte sich dabei stark mit Jane und ahnt schnell, dass sie und Dan eine ausgesprochen traurige Geschichte verbindet. Nach und nach enthüllt sich diese Geschichte im Film: so wird am Ende deutlich, warum Jane Dans Fluchtpläne ablehnt und stattdessen fest entschlossen ist, endgültig mit der Bishop-Bande abzurechnen.
Ein spannender Neo-Western, schön fotografiert und gespielt, dabei trotz filmisch notwendigen brutalen Gewaltszenen nicht ohne Tiefe und mit einem durchaus überraschenden Ende. Bestes Popcornkino also.
Hatte ihn in der Stabi erst kürzlich in den Fingern und dann doch verworfen. Jetzt krall ich ihn mir. Thanks 😉
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Unbedingt. Lohnt sich wirklich.
Herzlich grüßt dich
Jarg
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Yepp! War Klasse. Beste Grüße
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Das freut des Bloggers Herze! 🙂
Beste Grüße vom Jarg
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Klingt gut. Unser letzter „Frauen“-Western war Bandidas mit Senora Cruz – aber das war ja eine (durchaus gelungene, wie ich fand) Komödie. Da ich aber mit meiner Frau gar zu brutale Filme nicht schauen kann ( 🙂 ) frage ich nach: Wie schlimm sind denn die von Dir angesprochenen Gewaltszenen?
Liebe Grüße!
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Es gibt mehrere heftigere Szenen – nicht so schlimm wie in „Game of Thrones“, das wir gerade schauen (gefühlt 10 % Hand vor Augen), aber schon hart.
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Ha, ha – das mit GoT kenne ich :-). Meinen Dank.
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Dann bin ich nicht allein 🙂
Gern geschehen!
Herzlich grüßt Jarg
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Hab ich in den USA gesehen, gefiel mir TOTAL gut … und dieser Post weckt schöne, wenn auch Erinnerungen mit Weh …. danke :o) … Gruß aus Wien …
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Gern geschehen. Solche Filme in den USA zu sehen erhöht natürlich den Reiz. Herzliche Grüße ins schöne Wien, das ich leider bisher nur literarisch bereiste, aus Hamburg von
Jarg
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