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Ware Tier : billig haben wir’s am liebsten / eine Prod. von Reginald Puhl

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Wer weiter sein Fleisch, seinen Fisch und seine Eier essen will, ohne über deren Herkunft, Leben, Haltung und Tod nachzudenken, der sollte sich diesen Film lieber nicht anschauen. Denn „Ware Tier“ zeigt in drei Episoden mit drastischen Bildern, mit welchem Leid und welcher Zerstörung natürlicher Ressourcen die Lust der Menschen nach möglichst billigen Eiern, Fleisch und Fisch erkauft wird.
Sieben Milliarden Eier verzehren die Deutschen jährlich, erzeugt zumeist von hochgezüchteten, zu zehntausenden zusammengepferchten Hühnern, die keine Kraft mehr haben, Federn auszubilden und denen die Schnäbel gekürzt werden, weil sie sich sonst gegenseitig tothacken würden. Den Masthähnchen geht es in ihrem dreissigtägigen Leben nicht viel besser. Auch die 29 Miiliarden Liter Milch kommen nicht von glücklichen Rindern auf grünen Weiden, von den üblen Bedingungen der Rinder- und Schweinemast bis hin zur nicht selten qualvollen Schlachtung ganz abgesehen.
Aber der Fisch, denkt sich der hungrige Deutsche, den kann ich doch unbedenklich essen? Und weiss nicht, dass mittlerweile mehr Fisch aus aller Welt gefroren per Flugzeug auf dem Frankfurter Flughafen angelandet wird als in den drei grössten deutschen Seehäfen zusammen. Überfischte Meere, durch Schleppnetzfischerei enstandene Unterwasserwüsten und zerstörte Ökosysteme – all das muss man wissen, wenn man Fisch essen will. Die Fischfarmen, die nun das Meer so kultivieren sollen wie einst das Land, sind auch nicht viel besser: für jedes Gramm Fisch werden 5 Gramm Futtermittel mit hohem Fischzusatz verfüttert. Die Farmen selber schädigen nachhaltig die Ökosysteme, in denen sie schwimmen.
Eine drastische Dokumentation, die jeder sehen sollte, der sich bisher keine Gedanken darüber gemacht hat, welchen Preis sein Frühstücksei, sein Glas Milch, sein Käse, sein Steak und sein Fischstäbchen wirklich haben. Und wer mehr wissen will, um sich vielleicht danach endlich bewusster zu ernähren, der lese „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer oder „Anständig essen“ von Karin Duve.

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