
„Und hier bin ich und will so viel geben / Und hier bin ich und glaube an ein wunderschönes Leben / Und daran, dass in den allerschwersten Zeiten das Gefühl zu teilen / Einen überleben lässt / Und egal was sie sagen, das werd ich niemals verneinen“ („Faule Menschen“).
Gitarre, Klavier, hin und wieder etwas Perkussion und dazu diese glockenhelle, glasklare Stimme: Maike Rosa Vogels neues Album begeistert damit, Alltägliches treffend und humorvoll-beiläufig mit schönen, ungekünstelten Worten zu besingen, mal mit zerbrechlicher, mal mit kraftvoll sich gegen die im Song beklagten Zeitläufte behauptender Stimme. Sie singt vom schwankenden Selbstbewußtsein, von Zweifeln, Fremdheit und Mißerfolg, von Sehnsucht und Glück, mal trotzig, mal zärtlich und immer authentisch und echt, besingt Privates und wird doch politisch in bester Singer/Songwritertradition. Dazu gehört dann auch, die Gitarre zu schlagen statt sich von einem Schlagzeuger musikalisch treiben zu lassen. Ein ungekünsteltes musikalisches Kleinod von der Wahlberlinerin, die bereits mit Element of Crime auf Tour war und sich von Sven Regener einige Teile des Albums produzieren liess.
Startseite » Scheibenwelt » Musik » Alternative Singer/Songwriter » Unvollkommen / Maike Rosa Vogel