
Bücher sind immer wieder für eine Überraschung gut: mit „Wenn ich ein Löwe wäre“ der auf Jargsblog bereits mehrfach positiv rezensierten Isabel Pin begegnen wir wieder einem Buch, dass Interaktivität geradezu herausfordert und auf jeder Doppelseite mit der gleichen Formulierung dazu auffordert, sich mit dem enstprechenden Tier zu identifizieren. Der titelgebende Löwe würde brüllen, damit alle zu ihm kommen, die Katze auf der nächsten Doppelseite miauen, wenn sie Durst hat, und die auf sie folgende Ziege meckern, wenn sie schlechte Laune hat. Damit nicht genug, hat dieses zwei integrierte Griffe an der Seite und ein Loch in der Mitte, damit ein kleines Kind sich die jeweilige Doppelseite vor das Gesicht halten und die entsprechende Aussage selbst inszenieren kann. Ob Löwe, Ziege, Katze, Frosch oder die anderen Tiere – Erwachsene und Kinder dürften mit diesem wunderbar illustrierten und auch in der buchtechnischen Ausführung sorgfältig gestalteten und gefertigten Buch gleichermaßen ihren Spaß haben. Zeigt es doch, wie vielfältig die Möglichkeiten von Büchern als vorgeblich alter, aber durchaus bewährter und in der „Benutzeroberfläche“ unschlagbar ausgereifter Kulturtechnik immer noch sind. Da erstaunt es kaum noch, dass auch dies wieder ein Buch aus dem von mir sehr geschätzten Bajazzoverlag ist.
Empfohlen ab drei Jahren aufwärts für kurzweilige, inspirierende und interaktive Vorlesemomente.
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