
Kurz nach dem auch hier vorgestellten „Serengeti“-Film entdeckte ich das Buch des Kunstmalers und Fotografen Matto Barfuss, der in den Medien oft als „Gepardenmann“ bezeichnet wird und sich als Tierschützer, Tierfilmer und Autor einen Namen gemacht hat.
„Die Geparden der Kalahari“ ist Ergebnis einer Reise in verschiedene Gebiete dieser riesigen Gebiete: Barfuss beobachtete eine Gepardin mit fünf Jungen im Okavango-Delta, eine weitere Gepardin, die in den Salzpfannen unter Schwertsbedingungen ihre zwei Jungen durchzubringen, sowie zwei Gepardenbrüder, die zusammen jagen.
Sein Buch ist eine außergewöhnliche Mischung aus zum Teil spektakulär nahen Fotos, photorealistisch anmutenden Grafiken und den Reiseberichten selbst: Barfuss nimmt den Leser faktisch an der Hand, lässt sich begleiten auf seinen Streifzügen und schliesslich miterleben, wie er sich vorsichtig und zurückhaltend den Tieren nähert, ohne sich ihnen aufzudrängen und doch zuweilen ihr Vertrauen gewinnt, bis sie ihn schon als fast selbstverständlichen Teil ihrer Umngebung ansehen und zum Teil verblüffend nah kommen.
Man mag Barfuss unwissenschaftliches Verhalten vorwerfen, da er sich dem Objekt seiner Beobachtung so stark nähert, dass dieses ihn wahrnimmt und dass er seine Beobachtungen und Erlebnisse in einer relativ direkten, lebensnahen Sprache zu Papier bringt. Aber gerade dadurch kommt er diesen faszinierenden Landraubtieren, die im Sprint bis zu 120 km/h erreichen können, so nah und bringt uns so ihr Verhalten, ihre erstaunliche Anpassungsfähigkeit und Geduld auf eine Weise nah, wie es ein trockener wissenschaftlicher Bericht selten vermag. Als Leser fiebert man mit, wenn Barfuss die Geparden sucht, die nachts weitergezogen sind, wenn er sich ihnen vorsichtig nähert, neugierig und doch darauf bedacht, die Tiere nicht zu verschrecken: man fiebert mit den Tieren mit und ihrem Kampf ums Überleben. Verblüffend bleibt dabei, wie nah Barfuss den Tieren zuweilen kommt und welche unendliche Geduld er aufbringt für seine Arbeit. Eine Geduld, die auch die Geparden auszuzeichnen scheint.
Ein bemerkenswertes Buch, das Lust macht auf den gleichnamigen Film und allen, die sich von Tieren und ihrem Verhalten faszinieren lassen, sehr empfohlen werden kann.
Da habe ich ja gerade den richtigen Artikel rausgesucht. Nicht nur ich, sondern auch mein Sohn sind große „Wildlife“-Fans, dies Buch werde ich ihm zu Weihnachten schenken, dann kann ich es auch selber mal lesen. Danke Marlies
LikeLike
Liebe Marlies,
gern geschehen. Ich wünsche Euch beiden viel Freude mit dem Buch und schöne Feiertage!
Jarg
LikeLike
Danke gleichfalls, werde berichten, wie es gefällt.
Marlies
LikeLike
Gerne!
LikeLike