
„This is a life we chose, a life we lead, and there is only one guarantee: None of us will see heaven“.
USA, Winter 1931 in der Zeit der großen Depression. In der Kleinstadt Rock Island hat der alternde irische Gangsterboss John Rooney (Paul Newman) das Sagen. Seine rechte Hand, ist Michael „Mike“ Sullivan (Tom Hanks), den er mehr liebt als seinen unfähigen Sohn Connor (Daniel Craig). Mike Sullivan setzt Rooneys Interessen notfalls mit tödlicher Gewalt durch, da er Rooney seit langem verpflichtet ist: seine Frau und seine beiden Söhne aber lässt der Profikiller über den wahren Inhalt seiner Arbeit im Ungewissen, da er unbedingt verhindern möchte, dass seine Söhne den gleichen Weg des Unrechts gehen wie er. Eines Tages wird sein 13jähriger Sohn Michael Zeuge eines Mordes, den Connor im Beisein von Mike Sullivan begeht, um weiter seinen Vater betrügen zu können. Zunächst scheint zu genügen, dass Sullivan beteuert, sein Sohn werde Schweigen. Doch dann wird Connor von seinem Vater vor der Führungsebene bloßgestellt. Er stellt Sullivan eine Falle und erschiesst währenddessen seine Frau und den jüngeren Sohn. Sullivan flieht mit seinem Sohn und sinnt auf Rache. Als er selbst bei Al Capones Stellvertreter Frank Nitti in Chicago keine Unterstützung findet und die Mafia einen sadistischen Profikiller auf ihn ansetzt, beginnt zugleich Sullivans Rachefeldzug und die Flucht der beiden.
„Road to Perdition“ ist eine düstere Reflexion über die Gewalt und ihre Auswirkungen auf Täter und Zeugen mit einer Hauptfigur, die zugleich treusorgender Vater, heimlich aber auch Profikiller ist. Die Gewalt wird im Film nicht als spannungssteigernder Selbstzweck gezeigt: stets geschehen die Taten schnell, ohne das der Zuschauer die blutigen Details allzu nah sieht, während die Kamera den Fokus auf den Täter richtet. Während des Films verändert sich die Vater-Sohn-Beziehung, kommen beide sich näher, wenn auch in der doppelten Bedeutung des Filmtitels bereits das Ende vorgezeichnet ist: Sullivan will seinen Sohn bei dessen Tante in einem Ort namens „Perdition“ unterbringen … ein Wort, dass zugleich „Verdamnis“ bedeutet.
„Road to Perdition“ mittelbar japanische Vorbilder, nämlich das Manga „Kozure Ōkami“ (englich: „Lone Wolf and Cub“ ; dt.: „Wolf mit dem Kind“, 1972) von Kazuo Koike und dem Zeichner Goseki Kojima: dieses beeinflusste Max Allan Collins mehrteilige Graphic Novel „Road to perdition“. Hervorragend sind Tom Hanks in der Rolle des Profikillers mit Herz, Paul Newman als alternder Gangsterboss Rooney und Daniel Craig als hinterhältiger, unfähiger Sohn von Rooney.
Ein bis zur letzten Minute spannender Film, der zum Klassiker des Genres werden wird wegen seiner gut erzählten, brillant in düstere Bilder gesetzten Geschichte, deren Dramatik hevorragend durch die Musik von Thomas Newman unterstützt wird.
Ein toller Film, den man ruhig mehrmal sehen kann.
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Ganz klar! Und auch noch mit Paul Newman, den ich ja sowieso gerne sehe.
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Ein wirklich großartiger Film!
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Mittlerweile ein Oldie im doppelten Sinne. Packend und greifbar inszeniert, dabei schafft es der Film trotz Hollywood Assemblee, mehr als ein Blockbuster zu sein.
Rauhe Schale, mit einem weichen Kern.
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Unbedingt. Hat das Zeug zum Klassiker und wird auch nach mehrmaligem Ansehen nicht langweilig!
Herzlich grüsst
Jarg
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