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Das große Rennen von Belleville – Les Triplettes de Belleville / Sylvain Chomet

Nadame Souza, ihr kleiner Enkel Champion und der leicht durchgeknallte, verfressene Hund Bruno leben in einem winzigen Haus direkt an der Eisenbahn. Champion, der offenbar ohne Eltern aufwächst, kann sich nichts Schöneres vorstellen als Fahrrad zu fahren. Aufgrund seines offensichtlichen Talentes setzt Oma Souza ihm und sich ein Ziel: die Tour de France. Fortan wird Champion hart trainiert, durchgewalkt und gepäppelt, bis es eines Tages soweit ist und er an den Start geht. Doch während Oma und Bruno mit ihrem Begleitfahrzeug – einem Citroen H samt stoischem Fahrer – eine Panne haben, wird Champion samt zweier anderer Rennfahrer von zwei vierschrötigen Kerlen entführt. Oma Souza und Bruno nehmen sofort die Verfolgung auf: zum Glück können sie mit einem Tretboot dem aus dem Hafen auslaufenden geheimnisvollen Schiff folgen, auf dem Champion sein muss, und gelangen so in die Stadt Belleville.

Dort verliert sich zunächst die Spur von Champion. Oma und Bruno haben keinen Sous mehr, aber durch einen glücklichen Zufall geraten sie an die berühmten Schwestern „Les Triplettes de Belleville“, die einst in den 1920er Jahren die Varietes der Stadt mit ihrer Musik zum Rasen brachten, jetzt in einem heruntergekommenen Haus leben und sich auf eigene Art durchs Leben schlagen. Gemeinsam wollen sie Champion befreien und nehmen es mit einem Gegener auf, der sehr viel mächtiger und grausamer ist, als sie zunächst ahnen …

„Das große Rennen von Belleville“ kam 2003 in die Kinos, war für zwei Oscars nominiert und hat auch nach 15 Jahren nichts von seinem schrägen Charme verloren. Sylvain Chomet hat ein wunderbar gestaltetes, herrlich absurdes Abenteuer vorgelegt, das mit einer äußerst expressiven Gestaltung, einer herrlich verrückten und zugleich überaus komischen Story, skurrilen, liebevoll gestalteten Figuren und wunderbarer Musik punktet. Ein cineastisches Meisterwerk des Trickfilms, das verdientermaßen damals auf vielen Festivals begeisterte und allein wegen des im Zentrum stehendes Songs der „Triplettes“ sehenswert ist. Freude des Fahrrads wiederum und hier besonders des Rennrades werden sich an den drastisch ins Absurde gesteigerten und doch den Kern des Sports treffenden Szenen über die Anstrengung des leistungsorientierten Radfahrens erfreuen.

Ein wunderbarer, optisch berauschender, spannender und komischer Film für alle Freunde des besonderen Trickfilms. Zugleich aber auch ein Film für alle Fahrradfahrer, denn so pointiert wie hier wurden die fordernden Anstrengungen des Radelns wohl noch nie im Trickfilm in Szene gesetzt.

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