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Lunchbox / Regie: Ritesh Batra. Darst.: Irrfan Khan, Nimrat Kaur, Nawazuddin Siddiqui, […]

Mumbai, Indien. Die junge Mutter Ila kocht jeden Tag für ihren Mann Rajiv und schickt ihm das Essen in einer Lunchbox ins Büro, die vom Liefersystem der Dabbawalas dorthin gebracht wird. Eines Tages kocht sie nach einem Rezept der alten Nachbarin „Auntie“, mit der sie sich über den Belüftungsschacht unterhält, ein ganz besonderes Rezept und hofft, dass ihr zunehmend gleichgültiger Mann sich ihr wieder zuwendet. Doch das Essen landet durch einen unwahrscheinlich erscheinenden Fehler im Dabbawala-Liefersystem im Büro des kurz vor der Frührente stehenden, griesgrämigen und unwillig seinen Nachfolger Shaikh einarbeitenden Witwers Saajan Fernandes, der normalerweise von einem günstigen Restaurant um die Ecke sein Essen geliefert bekommt und von der Köstlichkeit des Essens sehr überrascht ist.

Da Ilas Mann, der vermutlich eine Affäre hat, am Abend so gleichgültig ist wie immer und ganz offensichtlich ihr Essen nicht bekommen hat, legt Ila am nächsten Tag auf Rat von „Auntie“ einen Brief in die Lunchbox. Wieder erhält Saajan das Essen, isst alles auf und beschwert sich in seiner Antwort, dass es versalzen gewesen wäre. Am Tag darauf antwortet er, dass etwas zu viel Chili darin gewesen wäre. Zwischen den beiden so unterschiedlich erscheinenden und unter ihrer Einsamkeit leidenden Menschen entwickelt sich nach und nach ein Briefwechsel: Saajan, der sich auf das Essen jeden Tag freut, taut auch gegenüber Shaikh sichtlich auf und beginnt sich gegenüber Ila zu öffnen. Beide schreiben sich von ihren Erlebnissen, Ängsten, Erinnerungen und Gedanken – und allmählich beginnt sich etwas an ihrer Wahrnehmung und ihrem Leben zu verändern.

Ritesh Batra hat einen überaus berührenden Film inszeniert. Er gibt seiner Geschichte und den beiden Protagonisten Zeit, sich zu entwickeln und unterstützt die melancholische Atmosphäre des Films mit ungewöhnlich langen Einstellungen und in Schlüsselszenen subtil Akzente setzender Musik. Dabei bleibt Ritesh Batra trotz der romantischen Note des Film auf dem Boden der Tatsachen und setzt statt auf große Szenen auf minimalistisch gestaltete Settings, die sowohl die emotionale als auch die über das Essen transportierte sinnliche Seite des Films unterstützen. Ilas Küche, Saajans Büro und Essplatz bilden die zentralen Kulissen des Films, ergänzt von Szenen aus dem Strassen-, Rad- und Bahnverkehr der quirligen Metropole.

Ein feiner, berührender und lange nachwirkender Film für die ganze Familie.

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