
Schlüsselroman um die französischen Linksintellektuellen, ihre Beziehungen, Rivalitäten und Kämpfe nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Aus der Sicht zweier Protagonisten, den für Albert Camus stehenden Henri Perron und der Psychologin Anne Dubreuilh, hinter der sich de Beauvoir selbst verbirgt, wird der Leser in die Welt der französischen Linken nach dem zweiten Weltkrieg eingeführt, als der alle in der Résistance-Bewegung einigende Gegner geschlagen ist und Machtkämpfe, die Fragen nach der Verantwortung des Schriftstellers und die Bedeutung der Wahrheit zu Zerfall und Spaltung führen. Eine Liebesgeschichte zwischen Anne und einem amerikanischen Schriftsteller (in der Realität: Nelson Algren) ist geschickt eingeflochten in diesen dichten, hochliterarischen und doch spanndend geschriebenen Roman mit ausgesprochen lebendig wirkenden Figuren. Auch fast 20 Jahre nach der Lektüre dieses mir von meiner besten Freundin geschenkten Buches hat dieser zeitlose Roman nichts von seiner Faszination für mich verloren.
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