
Reno, Nevada. Dichter Schneefall. Die beiden Brüder Jerry Lee und Frank Flannigan, beide Mitte 20, schlagen sich mit Jobs durch und geben das Geld für Alkohol und Glückspiele aus. Der alhohol- und spielsüchtige Vater suchte vor langer Zeit das Weite, Die Mutter starb, als die beiden noch Teenager waren. Jerry Lee ist betrunken und überfährt besoffen einen kleinen Jungen, der sofort tot ist. Verzweifelt wendet er sich an den jüngeren Frank, und beide flüchten aus der Spielerstadt. Ein paar Tage später sind sie wieder da, doch Jerry Lee hält die Schuld nicht aus und versucht sich umzubringen. Frank erzählt ihm im Krankenhaus absurde Geschichten, um ihn und sich abzulenken von ihrer zerstörten Jugend, ihrem tristen, aussichtlosen Leben in Motelzimmern und von Franks unglücklicher Liebe zu Annie James. Mitten im Schneesturm beschliessen sie nochmals zu fliehen, kaufen Bier und Whiskey und legen die Willie-Nelson-Kassette ins Autoradio. Eine einfache, gerade erzählte Geschichte um zwei unglückliche junge Männer und ihre gescheiterten Träume, deren Flucht tragisch endet und doch einen neuen Anfang birgt. Ein wunderbares Buch, ein Roadmovie in Worten.
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