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Eine zufällige Begegnung / Charles Chadwick


Elsie hat es nicht leicht und führt ein eher trostloses, einsames Leben: seit ihrer Geburt ist ihr Gesicht entstellt und sie selbst zu keiner Mimik fähig, was zur Folge hat, dass sich Menschen von ihr abgestossen oder erschreckt fühlen. Selbst ihre Familie scheint sich für sie zu schämen, und ihre Mutter Dorothy vermag Elsie nur sehr ungeschickt ihre Zuneigung auszudrücken.
Elsie arbeitet als Reinigungskraft in einer Klinik in London: die seltenen Besuche bei ihrer Mutter können sie nicht erfreuen. Anders als die Gärten und Parks, die sie leidenschaftlich gern besucht.
Zufällig begegnet Elsie dem wegen Mordes verurteilten und gerade nach fünfzehn Jahren aus der Haft entlassenen Sam. Als Sam fürchtet, dass der Bruder des von ihm getöteten Mannes sich an ihm rächen will, hilft Elsie ihm und aus den beiden wird nicht nur eikne zufällige Schicksalgemeinschaft, sondern es entwickelt sich etwas, was beide kaum zu kennen scheinen: Zuneigung und Nähe und eine echte Freundschaft, die beider Leben nachhaltig verändert.
Charles Chadwick veröffentlichte erst mit 72 Jahren seinen ersten Roman und hat mit „Eine zufällige Begegnung“ eine beeindruckende Geschichte um eine ungewöhnliche platonische Freundschaft geschrieben zwischen zwei Aussenseitern der Gesellschaft, sder hässlichen Elsie, deren Gesicht keine ihrer Gefühlsregungen wiederzuspiegen vermag, und dem aus der Haft entlassenen Mörder, der seiner Vergangenheit zu entfliehen und neu anzufangen sucht. Chadwick taucht tief in seine Figuren und ihren Alltag, ihr zum Teil durch ihr Aussenseitertum verschrobenes Denken ein und lässt den Leser schnell Sympathie für beide gewinnen, insbesondere für die stark gezeichnete Elsie, die sich allen Benachteiligungen zum Trotz einen eigenen Weg im Leben sucht und mit Sam einen Freund findet, der ihrem Leben eine Wendung gibt.
Ein wunderbarer Roman, der trotz großer Gefühle jeglichen Kitsch meidet und einen nicht unberührt lässt.

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