
Bereits Youn Sun Nahs Album „Voyage“ hatte eine euphorische Besprechung auf Jargsblog erhalten. Mit „Same Girl“ hat die mittlerweile international bekannte südkoreanische Sängerin ein wunderbares Album vorgelegt, auf dem sie sowohl Songs covert als auch mit Neu- und Eigenkompostionen glänzt. Zauberhaft ihre erfrischenden Interpretationen etwa des oft abgenudelten Klassikers „My Favorite Things (Rodgers/Hammerstein) oder von Randy Newmans „Same Girl“, überraschend die nur von Akustikgitarre begleitete, zugleich energiegeladen und poetisch vorgetragene Version des Metallica-Songs „Enter Sandman“. Überaus beeindrucken kann sie mit ihrem furiosen Scatgesang beim kraftvollen „Breakfast In Baghdad“, dem Lieblingslied meines fünfjährigen Sohnes auf dieser CD, wenn er im Auto mitfährt. Schön auch das humorvolle „Pancake“, eine Eigenkomposition. Insgesamt ist „Same Girl“ ein Album, auf dem Youn Sun Nah ihre grossen Talente in ihrer gesamten grossen Bandbreite zeigen kann – von kraftvollem Vocal-Jazz über Scatgesang bis zum Chanson, mit warmer, zarter und nahezu intimer Stimme, die jedoch stets die Distanz zu Kitsch und Zuckerguss wahrt und damit zu einem nachhaltigen Hörgenuss wird.
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