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Micmacs – Uns gehört Paris! / Regie: Jean-Pierre Jeunet. Drehb.: Guillaume Laurant … Kamera: Tetsuo Nagata. Musik: Raphaël Beau. Darst.: Dany Boon ; Julie Ferrier ; André Dussollier …

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Bazil (Dany Boon, bekannt aus „Bienvenue chez les Ch’tis – Willkommen bei den Sch’tis“) verliert früh seinen Vater, der beim Entschärfen einer Landmine stirbt. Auch seine Mutter stirbt früh. Bazil erleidet einige Jahre Heimerziehung, bis er schliesslich flieht und sich ein eigenes Leben aufbaut: in seinen Dreissigern hat er eine eigene kleine Wohnung und arbeitet in einer Videothek. Wir sehen ihn abends, als er sich nebenbei einen Film mit Humphrey Bogart anschaut und halblaut alle Dialoge mitspricht, bis er vom Lärm einer motorisierten Verfolgungsjagd vor die Tür der Videothek gelockt wird – und ihn eine verirrte Kugel mitten in die Stirn trifft.
Bazil überlebt, doch da die Kugel nicht entfernt wurde, drohen ihm permanent Anfälle und der jähe Tod. Plötzlich ohne Wohnung und Arbeit, schlägt sich Bazil draussen durch – bis ihn der verknorzte Canaille und seine Freunde aufnehmen: Canaille (Jean-Pierre Marielle) wohnt unter einem Berg aus Schrott und Müll – zusammen mit der mütterlichen Tambouille (Yolande Moreau), dem kunstvolle Maschinen aus Schrott bauenden Petit Pierre(Michel Crémadès), Fracasse(Dominique Pinon), der menschlichen Kanonenkugel, der alles mit dem Blick bemessenden Calculette (Marie-Julie Baup), der schnellsprechenden Wortstanze Remington (Omar Sy) und der Schlangenfrau La Môme Caoutchouc(Julie Ferrier). Alle Sieben halten zusammen, teilen alles miteinander und leben mitten im modernen Paris ein gleichsam verzaubertes, magisches Leben wie aus einer anderen Welt.
Seit ihn die Kugel in den Kopf getroffen hat, sucht Bazil nach einem Weg, der Waffenindustrie seine Verletzung und den Tod seines Vaters heimzuzahlen. Er begibt sich auf eine Mission – und wird schon bald von seiner neuen „Familie“ daran erinenrt, dass er Verbündete hat. Zusammen machen sie sich auf in den Kampf gegen einen scheinbar unangreifbaren Feind …
Jean-Pierre Jeunet ist nach „Die fabelhafte Welt der Amelie“ mit den „Micmacs“ (Frz.: Micmacs à tire-larigot) ein weiterer Film voller wunderbarer, bezaubernder Bilder gelungen, meisterhaft in der Kameraführung, opulent in seinen durchweg leicht gelb schimmernden Bildern und Ideen, voller schräger, skuriller Gestalten und zahllosen liebevollen Details wird hier mit großer Komik und Finesse eine Rachegeschichte erzählt, wie man sie sich auch in der Wirklichkeit wünschte – ohne Revolver, aber mit einem wunderbar ausgeklügelten Plan, der die Bösewichte am Ende auf das Beste vorführt. Ähnlich wie bei Amelie zeigt der Film eine fantastische, absurd-surreale Parallelwelt, die sich über die Realität legt und den Zuschauer mit einem Sog in die Geschichte zieht, dem man sich nur schwer entziehen kann. Zu recht mehrfach für den „Cesar“ nominiert. Jargs Empfehlung: mindestes zwei- bis dreimal sehen!!

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