
Helena zieht mit ihrer Familie in eine neue Stadt, nicht klein und nicht groß, mit Hecken, Büschen, Bäumen und langen, langen Schatten. In der ganzen Stadt weiß man, dass es sie gibt: die Ratten in den Schatten. So wird auch Helena gewarnt, denn die Ratten in den Schatten sind böse und für einiges verantwortlich, stehlen zum Beispiel das Licht und entführen alle, die sich in den Schatten verirren: den kleinen Timmie zum Beispiel, der nur Kartoffeln aus dem Keller holen sollte, die Wanderer, die im Wald hinter der Stadt verschwanden.
Erst vergisst Helena die Geschichten, doch als eines Tages ihr Stoffäffchen Chico vom Fensterbrett fällt, erinnert sie sich an all die unheimlichen Geschichten von den Ratten in den Schatten – und nimmt all ihren Mut zusammen.
Gleich mehreren Themen – Freundschaft, Angst und Mut, Fremdheit und Vertrauen – widmet sich dieses Kinderbuch und verzettelt sich dabei kein bisschen. Christoph Marzi ist mit diesem von Monika Parciak nach Art einer Graphic Novel wunderbar illustrierten Kinderbuch eine poetische Geschichte gelungen, die sich hervorragend in die Lebens- und Gefühlswelt von Kindern einfühlt, geschickt Spannung aufbaut und sie am Ende gekonnt auflöst. Helena überwindet ihre Angst um der Freunschaft zu ihrem Stoffaffen willen – und macht dabei nach all den Vorurteilen der Stadtbewohner eine überraschende Erfahrung „in den Schatten“.
Eine seht empfehlenswerte Geschichte mit erträglichem Grusel für Kinder ab etwa sechs Jahren, zum selber Lesen ab etwa acht Jahren.
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Vielen Dank!
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Da nicht für 🙂
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