
Die dienstlich bedingte kleine E-Book-Reader-Testreihe hatte den Vorteil, auch privat recht schnell zur Auswahl des augenscheinlich derzeit optimalsten Gerätes zu kommen. Ich konnte alle Geräte intensiv testen und mir so neben den in Elektronikgeschäften begutachteten Geräten eine kleine persönliche Marktübersicht verschaffen. Jetzt ist mein favorisiertes Gerät nach etlichen Wochen Wartezeit endlich da: es ist der Kobo Glo in silber/weiß.
In Erwartung des Gerätes hatte ich mir Mark Twains „Meine geheime Autobiographie“ in der Onleihe vorgemerkt. Gestern brachte ich dann den Kobo Glo und die notwendige Adobe Digital Edition zum Laufen (was sehr einfach ist). Heute stand das Buch von Mark Twain dann zum Download bereit. Erwartungsgemäß „fatzte“ alles und jetzt liegen rund 1100 Seiten vor mir, was die Lektüre in den nächsten zwei Wochen deutlich auf dieses Buch beschränken wird.
Wegen bevorstehender Reisen eines Teils der Familie kamen natürlich sofort Begehrlichkeiten auf – und so liegen jetzt auf einem MP3-Spieler mehrere Kinderhörbücher (Ottfried Preußler vor allem) aus der Onleihe der Bücherhallen für die lange Schwabenlandfahrt bereit.
Warum der Kobo Glo? Von allen geräten, die ich mir bisher während der E-Book-Reader-Textreihe angesehen hatte, gefielen mir die Handhabung und die Lesbarkeit am besten, zumal der Kobo Glo über eine stufenlos regelbare Beleuchtung verfügt. Was Kobo besonders sympathisch macht: auf der Kobo Webseite wird auch auf die Möglichkeit hingewiesen, eBooks aus öffentlichen Bibliotheken mit dem E-Book-Reader zu nutzen:
Laden Sie eBooks aus öffentlichen Bibliotheken
Sie nutzen gern öffentliche Bibliotheken? Wir machen es Ihnen ganz einfach, von dort auch eBooks für Ihren neuen Kobo eReader auszuleihen. Bleiben Sie Immer auf dem Laufenden und unterstützen Sie gleichzeitig Ihre örtliche Bibliothek! (Zitat nach: http://de.kobo.com/koboglo/, 3. März 2013)
Ich mache ja ungern Werbung auf Jargsblog: aber diese Aussage macht dieses Produkt zumindest für mich zusätzlich attraktiv.
Schluss mit der Werbeeinblendung. Denn natürlich hat die Verwendung von E-Book-Readern auch gewaltige Nachteile. So scheint mein (analoger) Stern bei einigen von mir sehr geschätzten Menschen zu sinken, seit ich auch E-Books lese und nunmehr auch über ein entsprechendes Gerät verfüge. Zwar mögen entsprechende Aussagen durchaus scherzhaftiger Art sein und bedingt durch fortgeschrittenen Weingenuß in einer spanische Kneipe vor einigen Wochen.
Dennoch sollte ich sie vielleicht ernst nehmen: Offenbar sind einige über etliche Jahre vehement vertretene Eigenschaften meiner Wenigkeit in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen, vor allem, wenn sie plötzlich einer als widersprüchlich, ja diametral entgegegengesetzt empfundenen digitalen „Errungenschaft“ gegenüberstehen. Es sei daher versichert: auch weiterhin werde ich gedruckte Bücher lesen, erscheint mir die unübertroffene Benutzeroberfläche, die „Usability“ des BUCHES, seine wunderbare Haptik und Sinnlichkeit für Finger, Auge, Ohr, Nase (und – beim Einschlafen: Wange) unübertroffen.
Aber der E-Book-Reader hat natürlich einen ausgesprochenen Vorteil: ich neige nicht selten dazu, zwei oder drei Bücher dabei zu haben, was insbesondere auf Dienstreisen in Schlepperei ausartet. Da bietet das Gerät natürlich den morscher werdenden Knochen einiges an Schleppentlastung.
Ich meine mich zu erinnern, dass schon der Umstieg von handschriftlichen Briefen vor etlichen Jahren bei geneigten Briefleserinnen und -lesern zunächst auf Skepsis stiess: damals begann ich auf meinem mittlerweile längst verschrotteten Atari ST zu tippen. Schon kurze Zeit später stand fest, dass sich die besonderen Eigenschaften meiner damals zeitreichen Briefe nicht verändert oder sich andere Nachteile eingestellt hätten.
Ich habe den starken Verdacht, dass auch die Rezensionen von E-Books sich nicht von denen gedruckter Bücher unterscheiden werden. Sollte das anders sein, bitte ich um entsprechende kritische Anmerkung, damit mein Stern bei weitergehender Annäherung eines analog sozialisierten Menschen an Digitalien nicht weiter sinkt.
So viele Vorteile die digitalen Medien haben, finde ichnsehr schade, dass dadurch die Kultur des Ausleihens und Weitergebens verloren geht. Ich meine nicht, sich Medien in der Bücherhalle zu leihen. Ein Freund ist da und man spricht über einen Film, ein Buch, eine CD. „Und hast du es schon durch?“ Die Frage bejahend, drückt man ihm das Buch in die Hand und sagt ihm, er solle sich Zeit lassen. Ich habe mich darüber schon oft geärgert, denn meine Hörbücher sind ebenso kopiergeschützt wie die Filme und die Musik in iTunes, wobei die Musik noch das geringste Problem ist……
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Da ist etwas dran – obwohl ich privat Bücher nie weiterverleihen würde (beruflich schon): es ist eben doch etwas anderes,ob ich etwas in der Hand halte, reinschaue, umdrehe, buchstäblich abwäge – oder ob ich einen Link schicke, nach einer Datei stöbere.
Ich denke schon, dass sich das digitale Lesen seinen Raum erobern wird – doch eine Kultur, die nur noch digital ist, in der alles nur noch virtuell umgeht, ohne Raum, reale Begegnung, realen Austausch mag ich mir nicht vorstellen.
Wenn ich heute meinen Kinder einen Stapel Bücher aus der Bibliothek mitbringe, ist das wie eine Jagdbeute, auf die sich stürzen, um dann für lange Zeit still und glücklich lesend daneben zu sitzen. Wenn ich nur noch Dateien heimbringen würde und fröhlich mit einem USB-Stick wedel … aber vielleicht bin ich zu analog.
Ach ja, die Musik. Wird ja fast nur noch häppchenweise runtergeladen – und das Album als Gesamtkunstwerk hat kaum noch Raum.
Wir werden sehen, was bleibt …
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Ich habe meinen Reader (übrigens das gleiche Modell) nun schon eine gewisse Zeit und auch wenn ich bekennende Buchliebhaberin bin, bereue ich meine Entscheidung nicht. Zwar bin ich immer noch kein Fan von eBooks, eben weil ich sie nicht fühlbar durchblättern kann und mir die schöne Aufmachung fehlt, doch im Zug schätze ich es sehr, Unmengen an Büchern dabei haben zu können, ohne mich müde zu schleppen. Ich kann je nach Stimmung spontan auswählen, nach welchem Buch mir ist.
Außerdem muss ich nicht mehr aufpassen, wie meine Bücher nach zehn Tagen in der Tasche inklusive abfärbendem Geldbeutel und Schleudertrauma aussehen. 😉
Trotzdem hat mir der Reader eines ganz deutlich vor Augen geführt: Zuhause schätze ich das gedruckte Buch nun noch mehr als vorher schon. Es ist wieder etwas Besonderes ein solches zur Hand zu nehmen, zu blättern und dabei das Papier zwischen den Fingern zu fühlen. Und es ist schön, bei einem neuen Buch das Cover in Farbe betrachten zu können und sein Gewicht in meiner Hand zu spüren.
Nach all den Jahren habe ich dieses vertraute Gefühl beim Lesen einfach sehr liebgewonnen und das kann kein Reader ersetzen. 🙂
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Auch ich würde „echte“ Bücher niemals missen wollen – die Haptik ist defintiv eine andere, die Erscheinungsformen sind vielfältiger, bunter bis hin zu verschiedenen Größen und Ausstattungsvarianten. Mark Twains Autobiographie, die ich derzeit elektronisch lese, macht natürlich als schönes, schweres Buch zum Anfassen – mit Supplement und Schuber – sehr viel mehr her (selbst als Bibliotheksbuch). Schleppen möchte ich es nicht und schon gar nicht wissen, wie es nach 10 Tagen in meiner Tasche aussieht.
Abgesehen davon: noch ist der Markt für gedruckte Bücher vielfältiger als der für E-Books, gibt es vieles nicht in der elektronischen Form bzw. nur zum kaufen und nicht zum Ausleihen. Auch das wird sich sicher ändern – wobei die Gefahr besteht, dass die derzeitige Vielfalt verloren gehen könnte oder nicht mehr für jeden zur Verfügung steht. Spannende Zeiten für die Buchkultur.
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Niemand kann die Zeit zurückdrehen. Der Stand der Zeit ist, dass es ebook Reader gibt.
Was war das vor Jahrzehnten ein Gezeter, als die Computer plötzlich persönlich geworden sind. Und heute? Jeder hat einen. So wird es auch mit den ebook Readern kommen.
Es kommt sicher noch viel toller, wenn ich an die 3D-Drucker denke.
C.H.
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Nein, sicher kann und will niemand die Zeit zurückdrehen. Skeptisch bin ich nur, wenn radikale Prognosen das baldige Ende des klassischen Buches vorauszusehen meinen. Das ominöse papierlose Büro war damals eine ähnliche Vision. Beides – analog und digital – hat seine Vor- und Nachteile. Und wir haben die Entscheidung.
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eBook-Reader riechen besser! eBook-Reader merken sich die Seiten! eBook-Reader bekommen keine Eselsohren! 😉
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Nein, niemals riechen E-Book-Reader besser! Es geht nichts über ein frisch gedrucktes Buch, seinen Duft, seine Haptik, wenn man die noch widerständigen Seiten aufblättert, daran schnuppert. Die Geräusche beim Blättern. Noch besser, wenn es klassisch gedruckt ist, mit Bleisatz womöglich, gut gebunden, fadengeheftet. Ich kann blitzschnell einen Zettel reinschieben oder zehn Post-its kleben, weil ich immer noch schneller blättern kann als mit einer mit erst aufzurufenden Suchfunktion browsen oder von Seite 1 zu Seite 373 gehen. Da könnte ich jetzt einige Seiten schreiben über die Erotik des Buches, die einem E-Book-Reader völlig abgeht … aber das würde womöglich den Jugendschutz auf den Plan rufen. 😉
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Hallo, hallo!
Wenn ich ehrlich bin, muss ich leider zugeben, dass ich kein Fan solcher Geräte bin. Vllt hängt es damit zusammen, dass ich mich beruflich in der nerdigsten Medienecke herumtreibe und fortlaufend über irgendwelche Neureungen dieser Art stolpere.
Ich sage gar nicht, dass diese Geräte schlecht sind – auf alle Fälle sind sie mal platzsparend. Und trozdem – ohne meinen Schmöker in der Tasche gehe ich morgens seltenst aus dem Haus.- selbst, wenn cih vermutlcih gar nicht zum lesen komme.
Vermutlich werde ich über Kurz oder Lang um ein solches „Teil“ nicht herumkommen…spätestens dann, wenn meine Bücher nur noch als eBook veröffentlcihtwerden (was ja schon begonnen hat…).
Und sollte ich mir ein solches Gerät zulegen, weiß ich ja jetzt, welches 🙂
Viele Grüße aus Wanne-Eickel
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Hallöchen!
Kann ich gut nachvollziehen: wenn mich etwas beruflich schon eher bis zur Nervgrenze beschäftigt, würde ich es auch nicht in jedem Fall mit Verve ins Private mitnehmen – und sei es, dass es ein derzeit trendiges Gerät ist.
Bei Kinderbüchern hätte ich da auch noch eine Bremse (abgesehen davon, dass die Auswahl da noch nicht so groß ist): es ist schon etwas anderes, wenn ich mit einem großen Stapel Bücher ankomme und sie sich darauf stürzen wie die Geier – oder ob ich mit einem Gerät herumwedel.
Herzlich grüsst
Jarg
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Hallo Jarg,
geht es eigentlich auch, dass man in ebooks Stellen markiert und Notizen eintippen kann?
Ich maltretiere meine Bücher mit Textmarkern und schreib auch gerne meine Gedanken mit Kugelschreiber in die Bücher….
Ich weiss, es ist unverzeilich…..
Einen schönen Restsonntag von Susanne
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Hallo Susanne,
aahhhhhhhhh – Kugelschreiber! Textmarker!! Malträtieren!!! Wie kriege ich jetzt diese schrecklichen Bilder aus dem Kopf, wie verhindere ich ein nachträgliches Trauma?
Im Ernst:.ja, das geht. Soll auch bei meinem Kobo gehen, aber ich habe noch nicht so ganz entdeckt, wie ich das mache (beim Pocketbook von Obreey geht das auf jeden Fall). Lesezeichen und Notizen gehen auch.
Auch Dir noch einen schönen Sonntagabend nach diesem zumindest hier mit einem leichten Hauch von Frühling versehenen Tag!
Jarg
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Guten Morgen, Jarg,
ich mag es sehr, wenn ich ein gelesenes Buch aufschlage und mein Blick gleich auf meine Randnotizen und Markierungen fällt. Das Gehirn vergisst so viel und so kann ich mir in Erinnerung rufen, was ich beim Lesen empfunden habe.
Ich habe es mit Notizbüchern zum Buch versucht, um das Buch unbeschädigt zu lassen, aber es ist nicht so unmittelbar.
Eine schöne Woche und einen schönen Urlaub dir und deiner Familie wünscht Susanne
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Guten Morgen Susanne,
ja, das kenne ich. Habe ich ganz früher auch gemacht. Es liegt da bei mir auch mittlerweile eine ausgesprochene Déformation professionnelle vor. Man bekommt in meinem Beruf einfach so viele übel zugerichtete Bücher zu sehen (vom Auto überfahren, Hundebiss, nass, klebrig, ausgeschnittene Seiten, rostige Büroklammern an den Seiten …), dass traumatisierende Auswirkungen nicht ausgeschlossen sind.
Hab es übrigens getestet. Markieren und Notizen gehen auch beim Kobo Glo und recht einfach. Wobei ich manchmal denke, dass ich mit einem Zettelchen nebenbei schneller bin …. aber das ist natürlich eine seeeehr analoge Denkweise von mir 😉
Herzlich grüsst
Jarg
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Wir haben ja auch diverse eReader in der Bücherei, die gerne für Urlaubszeiten genutzt werden. Und es geht nichts über den Riesenvorrat an Lesestoff für den Urlaub!
In meinem letzten Urlaub hatte ich 10 Bücher sowie einen eReader mit nochmals knapp 20 Werken dabei. Genug, um nicht in Panik zu verfallen ;o)
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Das werden wir auch machen mit den E-Book-Reaedern zum Ausprobieren.
Und in den Urlaub kommt er auch mit … als Ergänzung, falls der Buchstapel nicht reichen sollte oder es an Platz fehlt, der bei der Rückfahrt für Muscheln reserviert ist 😉
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Ich wurde vor 1,5Jahren mit einem Reader zwangsbeglückt. Da dachte ich „ja, nettes Geschenk, brauche ich nicht wirklich“. Jetzt sieht es allerdings so aus, dass ich ihn nicht mehr missen möchte 🙂 Er ist zwar definitiv kein Ersatz für das gedruckte Buch, aber wirklich eine schöne Alternative für unterwegs. Er ist klein, leicht, und ich habe mehrere Bücher auf einmal dabei.
Wenn ich mir jetzt einen neuen Reader zulegen müsste, dann wäre meine Wahl auch auf den Kobo glo gefallen. Momentan habe ich den Sony PRS-T1, mit dem ich zwar super zufrieden bin, aber das Licht fehlt 😉
Von daher wünsche ich Dir viel Spaß !
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Danke schön!!
Das Licht ist schon genial … vor allem, wenn es im Zug etwas schummrig ist oder man abends noch lesen möchte, die helle Lesefunzel aber jemanden stört … 😉
Etwas alerdings ist schon anders: wenn ich nach E-Books suche, wühle ich in Dateien. Da fehlt mir schon die Sinnlichkeit des Buches, dass ich in die Hand nehmen, anblättere, anlese, buchstäblich abwäge gegen andere … ob in Buchhandlung oder Bibliothek.
Herzlich grüsst
Jarg
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Also ich habe mich sowohl schon dabei ertappt, beim gedruckten Buch ganz automatisch umblättern zu wollen, wie beim eBook als auch umgekehrt beim eBook blättern zu wollen als hätte ich ein gedruckte Buch in den Händen. Ganz offensichtlich merken die grauen Zellen den Unterschied nicht. Mein Sony ist das Vorläufermodell vom PRS-T2 und hat kein WiFi. Was ich übrigens gar nicht vermisse. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Freude an deinem Reader.
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Danke, die werde ich sicher haben. Den Kobo Glo hatte ich schon dienstlich sehr gerne getestet – und die ersten „privaten“ Seiten fühlen sich sehr gut an.
Die merkwürdigen Verbindungen von virtuellen Welten zur realen Welt kenne ich auch – und kann mir gut vorstellen, dass ich mich demnächt dabei ertappe, bei einem klassischen Buch die Seiten weiterwischen zu wollen. Stundenlanges Adventurespielen kann ja ähnliche Auswirkungen haben und man ertappt sich plötzlich beim harmloses Spazierengehen unwillkürlich dabei, etwas antippen (und aufsammeln zu wollen – aber noch klappt es mit Point’n Click ja in der Realität noch nicht so gut … 😉
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ich bin ja auch bekennender anhänger des gedruckten buches, aber die welt ändert sich, kein mensch fährt mehr mit der pferdekutsche und irgendwann wird´s dann auch elektromobil… natürlich hat das e-book vorteile, warum sollte man sie nicht nutzen? und keine entschuldigung dafür, daß man sie nutzt… irgendwie ist schon ziemlich deutsch, immer erst mal dagegen zu sein. ich habe übrigens keinen e-book-reader, aber es gab schon situationen, wo ich dachte: wenn du jetzt…. dann könntest du… 😉
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Es gibt halt immer welche, die neue Techniken vehement ablehnen. Und jene, welche sie erst spät übernehmen. Problematisch finde ich eher das erstgenannte – vor allem, wenn man sich nicht wirklich über eine längere Zeit mit einer neuen Technik einlässt, um danach für sich in Abwägung der Vor- und Nachteile zu entscheiden, ob man es nutzen möchte oder nicht. Der Vorteil ist natürlich wirklich die Schlepperei – oder die Ergänzung von Schlepp-Books mit E-Books 😉
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Ja, ein guter eReader ist eine feine Sache. Ich würde meinen SONY PRS 650 auch nicht mehr hergeben. Gerade dicke Wälzer lesen sich einfach viel bequemer damit. Ganz zu schweigen vom Lesen unterwegs. Negative Stimmen zum elektronischen Lesen kommen meiner Erfahrung nach vor allem von Menschen, die es selber gar nicht ausprobiert haben. Mehr als einmal habe ich meinen Reader für einige Tage ausgeliehen und es endete jeweils damit, dass beim Zurückbringen strahlend berichtet wurde, man habe sich nun auch einen Reader bestellt…. 🙂
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Die anderen Reaktionen („Nicht meine Welt“, „Mag nicht am Bildschirm lesen“) gibt es halt auch – ich denke, für einen Teil der lesenden Menschheit mag das Lesen von E-Books und die Nutzung entsprechender Endgeräte tatsächlich nicht in Frage kommen, auch wenn die Technik an sich durchaus nicht abgelehnt wird (höchsten individuell für das eigene Mediennutzungsverhalten).
Die Reaktionen sind auch soweit für mich ok, wie wirklich eine Auseinandersetzung mit den Geräten stattfindet – und diese über eine Stunde „Fummeln“ hinausgeht und wirklich den Versuch macht, ein oder zwei Bücher ausschliesslich elektronisch zu lesen.
Letztlich unertscheidet sich – und das ist vielleicht das Verblüffende – das Leseerlebnis bis auf die fehlende sinnlichen Elemente des gedruckten Buches nicht so stark wie vermutet: ein gutes Buch wird durch die digitale Nutzung nicht unbedingt schlechter.
Der Sony … mit dem PRS-T2 hatte ich so meine Schwierigkeiten. Aber das war auch der erste, den ich (vergeblich) an die Onleihe zu schrauben versuchte – mag sein, dass da alles nich zu frisch war.
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