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Das grosse Los : wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr / Meike Winnemuth

Was würden Sie tun, wenn Sie unverhofft zu einer Menge Geld auf dem Konto kommen? Vielen kommen dabei in unserer konsumgierigen Zeit durchaus immaterielle Wünsche in den Sinn wie etwa ein Jahr Auszeit zu nehmen von ihrem alltäglichen Leben, ihrem Beruf, und diese Zeit intensiv für sich selbst zu nutzen. Die Journalistin Meike Winnemuth, die 2010 bei „Wer wid Millionär“ eine halbe Million € gewann, hatte während des Spiels spontan den Gedanken geäußert, ein Jahr aus Deutschland rauszugehen und jeden Monat in einer anderen Stadt zu wohnen. Ungläubig stellt sie fest, dass die leicht dahingesagten Worte plötzlich etwas unerhört Reales bekommen haben.
Winnemuth vermietet daher ihre Wohnung unter, packt ihren für die Arbeit unterwegs benötigten Laptop ein und einen relativ kleinen Koffer mit dem Nötigsten. Dann geht es los: nach Sydney, Buenos Aires, Mumbai, Shanghai, Honolulu, San Francisco, London, Kopenhagen, Barcelona, Tel Aviv, Addis Abeba und Havanna. Was mit Sydney beginnt und mit Buenos Aires einen beschwingten Fortgang nimmt, wird in Mumbai zunächst zu einer Qual aufgrund der Fremdartigkeit der Stadt und ihrer Lebenskultur. San Francisco, die vor Ewigkeiten im Streit mit einer großen Liebe während einer USA-Reise versäumte und jetzt endlich besuchte Stadt, lässt sie tief in ihre Vergangenheit tauchen. In Tel Aviv entdeckt sie das bizzare, durchaus angenehme Leben in einem Land unter fortwährender Bedrohung, in Addis Abeba kommt sie der Stadt erst nah, nachdem sie aufs Land hinausgefahren ist.
Winnemuth schreibt beschwingt, voller Humor und Selbstironie, was ihren Reise- und Erlebnisbericht zu einer globalen Rundlesereise der angenehmen und durchaus nachhaltigen Art macht.
Durch den monatsweise getakteten Wechsel zwischen den Städten und Mentalitäten geht sie wachen Auges und mit neu entdeckter Freiheit auf neue Erfahrungen und auf fremde Menschen zu, knüpft Kontakte, erlebt Überraschungen, unglaubliche Zufälle, prallt mit anderen Kulturen zusammen und beginnt, die Welt, ihre Welt im Spiegel des Fremden mit neuen Augen zu sehen und aus jeder Stadt etwas für sich und das Leben nach der großen Reise mitzunehmen: jedem erlebten und beschriebenen Stadtmonat folgen zehn wesentliche Dinge, die sie dort gelernt hat. Schnell ist klar, dass sie nach dieser Reise eine andere sein wird, eine andere Sicht auf ihr Leben gewonnen hat und etwas ändern wird. So steht für sie bald fest, dass sie auch weiterhin immer wieder eine Zeitlang ausserhalb Deutschlands arbeiten will, entdeckte sie dabei unterwegs doch eine unglaubliche Leichtigkeit, ihrem Beruf nachzugehen.
Was aus der halben Million geworden ist? Nun, die hat Winnemuth nicht ansatzweise aufgebraucht. Auch das war wohl eine Überraschung und könnte anderen, die einmal eine Auszeit brauchen, Mut machen.

4 Kommentare zu “Das grosse Los : wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr / Meike Winnemuth

    • Stimmt.
      Leider bin ich in dem Reisejahr damals nicht auf Winnemuths Blog gestossen – wäre bestimmt spannend gewesen, dass ganz zu verlogen.
      Liebe Grüsse sendet
      Jarg

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  1. Das Buch habe ich auch im Regal stehen und bin schon sehr gespannt darauf. Ich selbst leide gerne mal am Fernweh, habe aber leider keine halbe Million zur Verfügung. Also muss ich die ersehnten Reisen erst einmal literarisch unternehmen 🙂
    Nach Deiner Besprechung freue ich mich umso mehr auf das Buch, den Humor der Autorin und die kleinen Lebensweisheiten, die ich eventuell daraus ziehen kann.

    LG und einen beschwingten Start in die Woche,
    Katarina 🙂

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    • Hallo Kararina,
      sie kam ja letztlich mit nur einem Bruchteil der Summe aus – was aber sicher auch an Ihrem auch auf Reisen auszuübenden Beruf als Journalistin lag. Aber vielleicht reicht es bei Dir ja auch 😉
      Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Dir (etwas verspätet)
      Jarg

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