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Die Insel der besonderen Kinder (Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children) / Regie: Tim Burton. Nach einem Buch von Ransom Riggs. Darst.: Asa Butterfield, Ella Purnell,Eva Green, Samuel L. Jackson, Judi Dench […]

Der 15jährige Außenseiter Jacob findet eines nachts seinen tödlich verletzten, seiner Augäpfel beraubten Großvater im Wald hinter dessen Haus. Sterbend gibt ihm der Großvater den Auftrag, auf jene Insel vor Wales zu reisen, auf der er während des Zweiten Weltkriegs als polnischer Jude in einem Waisenhaus Unterschlupf fand, und nach Miss Peregrine zu fragen. Kurz danach meint Jacob im Dickicht eine riesenhafte Gestalt zu sehen. Als die polizeilichen Ermittlungen ergeben, dass sein Großvater an einem Schlaganfall starb und von Tieren verstümmelt wurde, kommt Jacob, der auf seiner Geschichte beharrt, in psychologische Behandlung. Jacob erinnert er sich an all die seltsamen Geschichten, die ihm sein Großvater immer erzählt hat: angeblich wohnen auf der Insel Kinder mit besonderen, magischen Fähigkeiten. Trotzdem seine Eltern ihm nicht glauben, willigen sie schliesslich um seiner seelischen Genesung willen ein, dass er zusammen mit seinem Vater die Insel besuchen darf.

Dort angekommen, findet Jacob statt des Waisenhauses eine heruntergekommene Ruine vor. Neugierig erforscht er das Haus und gerät er nicht nur in eine Zeitschleife und damit das Jahr 1943, sondern lernt auch den unsichtbaren Millard Nullings, die übermenschlich starke Bronwyn Buntley, Fiona Frauenfeld, die Pflanzen im Wachstum manipulieren kann, die feuerhändige Olive Abroholos Elephanta, die maskierten Zwillinge mit telepatischen Fähigkeiten und dem Versteinerungsblick und die anderen Kindern, von denen jedes über besondere Kräfte und Gaben verfügt. Rasch fühlt er sich Emma nahe, die Eisenschuhe tragen muss, weil sie so leicht ist, dass sie sonst davonfliegt. Alle wohnen seit jenem Bombenangriff 1943 in einer Zeitschleife und kehren immer wieder zu diesem Tag zurück. Miss Peregrine, die ebenfalls mit besonderen Kräften ausgestattete Heimleiterin und Ymbryne, die sich in einen Vogel verwandeln kann, muss diese Zeitschleife jede Nacht neu starten, weil sie nur dann weiterleben können.

Doch die Zeitschleife ist nicht das eigentliche Problem der Kinder aus Miss Peregrines Waisenhaus: die tödliche Bedrohung sind die schrecklichen, augenlosen Hollogasts (Hollows), die ihnen der verrükcte Wissenschaftler und Gestaltwandler Mr. Barron aus den Hals hetzt. Nur wenn diese die Augen der Kinder essen, können sie ihre frühere Gestalt erlangen. Gemeinsam mit Mr. Barron wollen sie Miss Peregrine und die anderen auf der Welt verstreuten Ymbrynes töten, um unbegrenzte Macht zu erlangen. Gefangen zwischen der Gegenwart und der sich wiederholenden Zeitschleife, sucht Jacob, der als einziger die Hollows sehen kann, gemeinsam mit den anderen Kindern nach einer Rettung …

Tim Burton hat mit „Die Insel der besonderen Kinder“ eine opulent ausgestattete Verfilmung der literarischen Vorlage vorgelegt. Der Fantasyfilm mit Gruselelementen zeichnet sich durch liebevoll ausgestattete Kulisse und die wunderbar in Szene gesetzten und hervorragend gespielten verrückten Charaktere aus. Überzeugend entwickelt sich der von Asa Butterfield dargestellte Jacob zum Helden, der über sich hinauswächst. Burton zeigt auch hier wieder in den Effekten, der Maske und dem Aufbau der Geschichte ein feines Gespür für das Schöne im Schrecklichen und mit der Auswahl von Eva Green für die ausdrucksstark verkörperte Rolle der Miss Peregrine besonderes Geschick. Sorgfältig spannt Burton dabei die Spannung, die nach dem Tod des Großvaters und dem ersten großen Schrecken erst sanft, dann immer schneller zunimmt bis zum spektakulären Höhepunkt.

Eine überaus beeindruckende, mitreissende und ästhetisch sehr ansprechende Grusel-Fantasy-Verfilmung, die zwar eine Altersfreigabe ab 12 Jahren trägt, für sensiblere Gemüter aber an manchen Stellen schon recht deutlich wird. Partiell zwillingsgetestet und sehr empfohlen.

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