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Madame / Regie: Amanda Sthers. Darst.: Toni Collette, Rossy de Palma, Harvey Keitel [u.a.]

Anne und Bob, ein reiches amerikanisches Ehepaar, bewohnen ein edles Stadtpalais in Paris. Während Bob damit beschäftigt ist, aus Liquiditätsgründen einen wertvollen Carravaggio zu verkaufen, plant die gelangweilte Anne ein aufwändiges Abendessen mit Freunden und Bekannten aus der High Society,m bei dem auch der von Bob für den Verkauf eingespannte reiche Kunsthändler David anwesend sein wird. Unglücklicherweise ist für 13 Personen eingedeckt, sodass Anne ihre spanische Hausangestellte Mariua überredet, an dem Essen teilzunehmen und sich als schweigsame reiche Spanierin auszugeben. Die strenggläubige Maria fühlt sich überrumpelt und überfordert, lässt sich aber am Ende überreden, wächst schliesslich nach ein paar Gläsern Wein über sich selbst hinaus und trägt mit einem frivolen Witz zur Erheiterung der vordergründig offenen Gesellschaft bei. Die schockierte Anne schickt sie schliesslich unter einem Vorwand und verborgen vor den anderen Gästen frühzeitig in ihre Dienstbotinnenunterkunft.

Doch David, der Kunsthändler, hat sich in die temperamentvolle Spanierin verliebt – nichts ahnend, dass sie eine einfache Hausangestellte ist. Zum Entsetzen von Anne, der vor dem erfolgreichen Verkauf des Carravaggio die Hände gebunden sind, bombardiert er Maria mit SMS, bis die beiden schliesslich eine leidenschaftliche Beziehung verbinden.

Amanda Sthers entlarvt in ihrer bitterbösen Komödie mit den Mitteln der Komödie und satirischem Blick die Arroganz und scheinbare Offenheit des Geldadels. Im Fokus stehen dabei die von Toni Collette meisterhaft verkörperte reiche Anne, die auf ihr Aussehen und ihren Status bedacht ist, und die aus einfachen Verhältnissen stammende, hart arbeitende Maria, dargestellt von einer ihre Figur souverän und empathisch spielenden Rossy de Palma. Eine ausgesprochen unterhaltsame und zugleich gehaltvolle Tragikomödie, die stimmig und überzeugend inszeniert ist, das hässliche Gesicht der Upper Class und ihre mit Reichtum und Gehabe überdeckte innere Leere sichtbar macht. Zugleich ein Film, der über die rasche Identifikation des Zuschauers mit der Protagonistin Maria eine Lanze für die Menschlichkeit der sogenannten „einfachen“ Leute bricht.

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