
Es gibt Bilderbücher, die mit wenigen Worten und Bildern essentielle Aussagen machen, und das auf so eine wunderbar einfache, klare und ästhetisch schöne Weise, dass man sie wieder und wieder ansehen, lesen mag.
Ein solches Buch ist „Rita“ von Heinz Janisch mit Bildern der belgischen Kincerbuchillustratorin Ingrid Godon. Der Erzähler (Die Erzählerin?) berichtet zunächst, dass er schon viel gesehen hätte: einen Matrosen, ein Luftschiff, ein Labyrinth, einen Seiltänzerin, eine Achterbahn … aber nichts hat ihn so beeindruckt wie Rita, das Mädchen mit der roten Badekappe. Erst klettert sie im Schwimmbad auf das Drei-Meter-Brett. Lange steht sie da. Dann klettert sie wieder runter und klettert auf das Ein-Meter-Brett. Von dort schaut sie lange aufs Wasser. Schliesslich klettert sie runter und geht über die Leiter ins Wasser. Das bleibt natürlich nicht unkommentiert vom kleinen Jungen mit der grünen Badehose, der am Beckenrand steht und „Feigling!“ ruft. Aber Rita schaut ihn nur kurz an und sagt „Fische springen nicht von Türmen“. Un schwimmt weiter, den verdutzten Jungen hinter sich lassend …
Ein beeindruckendes, von Heinz Janisch mit wenigen passenden Worten gut erzähltes Bilderbuch darüber, dass es durchaus mutig ist, seine Schwächen zu zeigen. Ingrid Godon hatte uns ja unter anderem schon mit „Warten auf Seemann““ und „Mein Papa ist ein Riese“ begeistert und findet auch für diese Geschichte ausdrucksstarke, ansprechende Bilder, die mit der Erzählung eine Einheit bilden. sehr empfohlen als besonders schönes Bilderbuch für Kinder ab etwa drei Jahren.
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