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Richle, Urs: Das Loch in der Decke der Stube

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Paul, Anfang 20, leidet an Asthma. Die Bergluft in einem kleinen Dorf in Appenzell soll ihn kurieren. Er zieht bei Emil, einem alten Mann, ein, und findet Arbeit in der Gärtnerei von Hans, Emlis Bruder. Schnell wird Paul in die Dorfgespräche und den Klatsch mit einbezogen: man fragt ihn, ob er vom Streit zwischen den beiden Brüdern wisse, den früh verstorbenen Söhnen von Hans, der noch eine Tochter Marianne hat, die nicht wirklich seine Tochter ist. Paul verirrt sich im scheinbar freundlichen, unbeschwerten Dorfklatsch, da er nicht weiss, wem er glauben kann, und löst mit seinen Fragen Ereignisse aus, die in der Vergangenheit ihren Ursprung haben. Als Marianne verschwindet, wird plötzlich Paul verdächtigt. Paul flieht nach Berlin und kann doch die Enge des Bergdorfes nicht vergessen. Urs Richle gelingt es, die kleinbürgerliche, beklemmende Welt eines Dorfes mit dem aussenstehenden Paul als Katalysator und Brennpunkt so zu schildern, dass einem selbst der Atem wegbleibt. Ein kleines, feines, sehr lesenswertes Buch, mit dem der Autor 1992 sein vielversprechendes Debüt gab.

2 Kommentare zu “Richle, Urs: Das Loch in der Decke der Stube

  1. Lieber Jarg,
    auch ich habe das Buch mit Vergnügen gelesen (übrigens in St. Gallen, vor der Tür vom Appenzeller Land), naja, „Vergnügen“ bezieht sich auf die Technik, beim Inhalt blieb mir fast die Luft weg.
    Ganz liebe Grüße aus gerade wild stürmischen Cley next the Sea
    Klausbernd und seine Buchfeen Siri und Selma, die auch deine Zwillinge lieb grüßen

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    • Ja, da kann einem buchstäblich die Luft wegbleiben. Ich war beeindruckt, wie atmosphärisch dicht die Geschichte war – zumal ich den starken Verdacht habe, dass es solche Dörfer (Wohnblocks? Stadtteile?) immer noch gibt …
      Liebe Grüsse an Euch drei aus dem sonnigen, fast windstillen Hamburg von
      Jarg

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