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Dawkins, Richard: Der Gotteswahn

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Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins bringt in seinem Buch zahlreiche Argumente gegen Religion und Gott vor. Dawkins stellt seinem Buch ein Zitat von Douglas Adams voraus („Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?“ ). Er bietet dabei einen Überblick über die Entwicklung der „Gotteshypothese“, diskutiert gängige Argumente für und wieder die Existenz Gottes und beleuchtet die Wurzeln von Moral und Religion. Nach Dawkins bleibt der Glauben an Gott letztlich eine psychische Dysfunktion.

Für Dawkins ist es ausgespróchen unwahrscheinlich, dass es einen Gott gibt – und die üblichen Gottesbeweise sind für ihn so substantiell wie der willkürliche Glaube an eine in der Erdumlaufbahn fliegende Teekanne, deren Existenz letztlich ebensowenig geleugnet werden könnte. Ethisches Verhalten schliesslich, Moral und Respekt seien nicht auf Gott und Religion angewiesen – womit einer der wesentlichen Vorwürfe gegen Atheisten entkräftet sei.

Dawkins Buch entwickelte sich rasch zum Bestseller und ist ausgesprochen gut und mit einigem Gewinn zu lesen. Allerdings ist Dawkins auch nicht selten recht polemisch und leidenschaftlich in seiner Argumentation … andere Titel wie etwa das lesenswerte Buch „Ach, der Himmel ist leer“ von Peter Henkel sind dagegen sehr viel nüchterner und sachlicher, was dem auch in Deutschland noch immer unter Religiösen viel Aufregung auslösenden Thema Atheismus vielleicht eher zugute kommen mag.

2 Kommentare zu “Dawkins, Richard: Der Gotteswahn

    • Alles interessant, ändert aber nichts an meiner Grundüberzeugung: es gibt keinerlei Beleg dafür, dass eine Gesellschaft, eine demokratische zumal, ohne Religion nicht auskommen kann. Die religiöse Ethik von Gut und Böse, Sünde etc. und die daraus folgenden Moralisierungen und Vertröstungen auf ein nicht bewiesenes Jenseits sind für ein menschliches Miteinander nicht nötig, ja eher schädlich. Es reicht eine Ethik, die sich mit ihren Regeln auf Vernunft, Menschlichkeit, Demokratie, Meinungsfreiheit, Toleranz, die Menschenrechte, Chancengleichheit und Gerechtigkeit und die Lebensgrundlagen kommender Generationen gründet. Eben darum ist Religion für mich eine reine Privatsache und von der Politik, dem Staat strikt zu trennen – was leider in Deutschland noch nicht ausreichend der Fall ist. S. a. https://jargsblog.wordpress.com/2010/05/13/henkel-peter-ach-der-himmel-ist-leer-lauter-gute-grunde-gegen-gott-und-glauben/
      http://www.giordano-bruno-stiftung.de/

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