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McCarthy, Cormac: Kein Land für alte Männer

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Moss, Hobbyjäger, Vietnamveteran und nicht gerade vom Glück verfolgt, findet mitten in der Wüste ein paar von Kugeln durchsiebte Fahrzeuge, etliche Tote und einen Koffer mit 2,4 Millionen US-Dollar. Die Versuchung ist zu gross, mit dem Geld das Glück zu finden, und er nimmt es wider bessere Ahnung mit. Rivalisierende Drogenbanden und ein durchgeknallter Auftragsmörder beginnen ihn und seine Freundin Carla zu verfolgen. Der Mörder, der seine Opfer auch tötet, wenn der Totungsgrund sich erledigt hat, hinterlässt mit seinem Bolzenschussgerät eine blutige Spur im Land. Der Erzähler – der alternde Weltkriegsveteran und Sheriff im Provinzkaff – sieht sich von einer wachsenden Zahl von Toten herausgefordert und versucht, in die unaufhaltsame Kette der Ereignisse einzugreifen. Doch er wird mit der Grausamkeit, Brutalität und Sinnlosigkeit der Ereignisse und einer Welt ohne Hoffnung nicht fertig – und quittiert am Ende den Dienst.
Cormac McCarthys Buch ist nur auf den ersten Blick ein temporeicher Actionthriller, reflektiert der moralisierende, alternde Sheriff Bell doch klar und in schlichten Worten über die Gesellschaft, die eine solche Grausamkeit erst möglich macht. Auf einer tieferen Ebene stellt es die Frage nach Gut und Böse, Schuld und Sühne. McCarthys „Kein Land für alte Männer“ ist in einer sehr dichten, klaren, fast emotionslosen Sprache geschrieben und zieht einen von der ersten Seite an in den Bann wie bereits „Die Strasse“, das erste Buch von McCarthy, das ich gelesen habe. Unbedingt vor der Verfilmung lesen!

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