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Böses Blut / Arne Dahl

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Ein schwedischer Literaturkritiker wird in New York auf dem Flughafen brutal gefoltert und ermordet. Der Täter soll sich auf dem Weg nach Stockholm befinden, gerät der eilig darauf angesetzten „Spezialeinheit für Gewaltverbrechen von internationalem Charakter (A-Gruppe)“ jedoch durch die Lappen. Als weitere, scheinbar willkürliche Morde nach der gleichen Methode geschehen, die an eine im Vietnamkrieg von der CIA verwendete Foltermethode erinnert, wächst der Druck. Kerstin Holm und Paul Helm reisen nach New York, um sich über den nach der gleichen Methode mordenden Kentucky-Mörder zu informieren, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen sein soll. Aberwitzige Theorien entwickeln sie, bis sie der Wahrheit auf die Spur kommen und die Zeit zu rasen beginnt.
Spannender, sprachlich ansprechender und dicht geschriebener erster Fall der A-Gruppe um Paul Hjelm, Kerstin Holm und Jan Olov Hultin. Dabei hält sich Arne Dahl bei der Charakterisierung seiner Figuren erfreulicherweise von krimitypischen Klisches und heldenhaften Übersteigerungen fern, was sie lebendig macht und ihnen eine Weiterentwicklung erlaubt. Die geschilderten Morde und das Folterwerkzeug – eine die Stimmbänder abklemmende Zange – sind recht drastisch geschildert, jedoch entsteht bei weitem nicht der Eindruck, dass hier nur der Effekt gesucht wurde. Der Roman ist spannend vom Anfang bis zum Ende und sowohl sprachlich ansprechend als auch schlüssig in Aufbau und Auflösung.

4 Kommentare zu “Böses Blut / Arne Dahl

  1. Klingt sehr gut, bis auf die drastischen Szenen, ich stelle mir das immer zu genau vor und kann das leider auch nicht „abstellen“. Sicher einer der Gründe, warum ich selten zeitgenössische Krimis oder Thriller lese, weil ich diese detailliert beschriebenen Brutalitäten kaum ertragen kann. Aber ich las vor einiger Zeit „Misterioso“, auch sehr gut. Falls du es noch nicht kennst : )

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    • „Misterioso“ hat mir auch gut gefallen. Ich habe bisher die ganze Serie um die A-Gruppe gelesen. Die Szenen sind zwar drastisch, aber noch nicht zu sehr – und ich lese immer darüber weg, wenn es mir zu heftig wird.
      Arne Dahl ist schon aussergwöhnoich, etwa die Anklänge an Jazz in Mitserioso … seine Figuren sind psychologisch überzeugend, sein Blick auf die Gesellschaft und ihre Defizite, ihre Doppelmoral ist sehr differenziert

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