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The Snorgh and the Sailor / Will Buckingham ; Thomas Docherty (Ill.)

„Snorghs don’t like visitors.
Snorghs don’t share soup.
And Snorghs most definitely don’t go on adventures.
But then, one night …!“

Der Snorgh lebt allein in einem kleinen Haus in der Marsch, geht jede Tag hinaus, um sich Meerfenchel zu sammeln. Er genügt sich selbst in der windigen Einsamkeit und vermisst niemanden und nichts: denn mit niemandem muss er sein Feuer, seine Suppe und seine Badewanne teilen.

Aber eines Nachts weht ein fürchterlicher Wind, der heulend um das Haus streicht – und es klopfte. Niemand hatte je beim Snorgh geklopft! Draussen steht eine ziemlich heruntergekommene, nasse Gestalt. Sie behauptet, sie sei ein Segler, sein Boot wäre an diese Küste getrieben worden und er würde gerne rein kommen. Doch obwohl der Snorgh darauf besteht, das Snorghs niemals Besucher haben, marschiert der Segler einfach hinein, wärmt sich die Füsse am Feuer und nimmt sich einfach von der Meerfenchelsuppe. Der Snorgh ist entsetzt – und jetzt will der Segler auch noch eine Abenteuergeschichte erzählen – dabei mögen Snorghs doch keine Abenteuer.

Doch der Segler erzählt – und der Snorgh lauscht so ergriffen, dass er des Nachts zu träumen beginnt. Am nächsten Tag möchte er den Rest der Geschichte hören – doch der Segler ist fort, sein Boot nur noch am Horizont zu sehen. Verzweifelt zerrt der Snorgh die badewanne aus dem Haus, schiebt sie in See und fährt dem Segler nach. Ein großes Abenteuer beginnt für den Snorgh … und noch sehr viel mehr.

Ein wunderbares kleines Bilderbuch in englischer Sprache, dass ich kürzlich entdeckte. Der Charme des Buches besteht aus den ausgesporchen witzig-lebendigen Illustration, die einen eigenartig-schönen Retrocharme ausstrahlen, und der im englischen Original wunderbar wortwitzig erzählten Geschichte. Beim Vorlesen haben wir beide Varianten gewählt: den deutschen Text in der Simultanübersetzung – und davor den englischen text, weil der so wunderbar klingt und neben „Snorgh“ so schöne Wortklänge enthält wie „Samphire“, „slurp of salty soup“ oder „bedraggled creature“.

Ein herrliches Buch über Freundschaft, Abenteuer und die Macht von guten Geschichten mit zwei schräg-schönen Hauptfiguren ab etwa vier Jahren.

(Die Deutsche Übersetzung des Buches heisst „Rüssel und Hase“)

16 Kommentare zu “The Snorgh and the Sailor / Will Buckingham ; Thomas Docherty (Ill.)

  1. Hej, Jarg,

    Was für ein schöner Blog! Und richtig: Es gibt eine ganze Anzahl wunderbarer Kinderbücher, die man immer und immer wieder vorlesen kann oder vorgelesen bekommen möchte. In meiner Kindheit waren es „die schnipfen“ con Dr. Seuss, für meine eigenen Kinder „Der Grüffelo“. Ich habe noch nicht den ganzen Blog durch, aber wenn noch nicht geschehen, empfehle ich einen Blick auf „Die Steinsuppe“.

    Beste Grüße
    Markus

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    • Hallo Markus,
      danke für Deinen freundlichen Kommentar. Zum Glück gibt es ja in der Masse der Kinderbücher immer wieder auch das besondere in Wort und Bild – da könnte man schon anfangen zu sammeln, um sie immer griffbereit zu haben – wenn denn Platz wäre. Schätze, ich werde auch immer wieder mal gern zum besonderen Kinderbuch greifen, wenn meine Zwillinge länsgt aus dem Haus sind.
      Dr. Seuss ging bisher ja leider an uns vorbei (und an meiner Kindheit irgendwie auch), aber die Großstadtbibliothek unseres Vertrauens dürfte da in Kürze Abhilfe schaffen, denn die scheint da gut sortiertb zu sein.
      Der Grüffelo ist wirklich wunderbar und wird sicher noch weitere Kindergenerationen begeistern wie auch sein „Grüffelokind“. Ja, und „Die Steinsuppe“ (falls Du dieses meinst) kam bei uns so gut an, dass sie auch unbedingt auf diesem Blog gekocht werden musste 😉
      Weiterhin viel Spaß beim Stöbern auf Jargsblog und herzliche Grüsse von
      Jarg

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    • Ja, Übrsetzungen von Film- und Buchtiteln sind ganz übel in Deutschland. Und Snorgh klingt einfach so wundervoll auch im Zusammenklang mit den anderen wunderlichen englischen Worten!!

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  2. lese gerade zusammen mit meiner Hündin nächtlicherweise auf der Terrasse sitzend diese wunderbare Unterhaltung, die da mit dem alt-südmoldaukryptischen ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Habe das alles der Hündin vorgelesen, die mir daraufhin grade eine Geschichte von ihrer Urgrossmutter schwesterlicherseits erzählte, die aus dem nördlichen Absurdistan stammt, was ja direkt an der Grenze zu Kryptonesien liegt, weshalb die Urgrossmutter der Hündin in ihrer Jugend auch alt-südmoldaukryptische Lieder vorgesungen hat, die die Hündin nun gerade wiederum mir in grosser Verzückung vorschmettat, ach, was sag ich, geradezu vorschmettanat.
    Es ist so in dieser Höllenhitze noch ein sehr erquicklicher Abend geworden, an dem ich dank eurer Konversation und unserer alten, weisen Hündin eine ganze Menge gelernt habe! Sie singt übrigens grade etwas wie „madman drummers bummers and indians in the summer with a teenage diplomat in the dumps with the mumps as the adolescent pumps his way into his hat“ – kryptonesisch eben, wer soll das heute noch verstehen… aber es hört sich wirklich gut an.
    Kai ist übrigens der Bruder von Zen und alles in allem eine recht schnittige Sache.
    In diesem Sinne nächtliche Grüsse von einem alten Zirkuspfeeerd – ach, es muss wohl diese Hitze sein

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    • Hallo Kai,

      ja, die altsüdmoldaukryptschen Lieder, für westeuropäische Ohren zunächst so schwer zugänglich, bei genauem Hinhören jedoch, wie du richtig schreibst, wirklich gut und um so anziehender für Caniden aller Arten. Wir Menschen können die ja nur mit der Kniestimme und nach mindestens sieben Gläsern Sliwoduzo halbwegs überzeugend vortragen, es sei denn, wir heissen Manfred Mann und wurden mit einem Winzknie in der Kehle geboren. Wie gut, dass ich am Wochenende mein altes, auf einem spinnewegdurchzogenen Speicher gefundenes Dictaphon wieder in Betrieb nehmen konnte und es jetzt wieder und wieder jene in den späten Siebzigern gesprochenen, weisen Zeilen abspielt „Was ist, wenn da ein Colli vom Kran fällt? – Ja, das wäre nicht so gut, min Jung“. Kon-fu-tse hätte es nicht besser ausdrücken können.

      Herzlich grüsst, noch leicht sommerregenspaziergangsbesoffen, der Jarg

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    • Lieber Gregor,
      dazu gibt es zwei ganz einfache Antworten: zum einen, weil ich Kinder habe, denen ich sehr, sehr gerne vorlese und die zur Zeit (es sind Zwillinge) auch selbst das Lesen für sich entdecken. Das ist der eine Grund. Der zweite Grund besteht darin, dass ich durch meinen Beruf extrem viel mit Büchern, Filmen, Musik und anderen Medien zu tun habe und dabei täglich schöne Kinderbücher in Reichweite habe. Wenn mir da eines gefällt, weil es schön gemacht ist, ästhetisch ansprechend ist und auch sprachlich überzeugt – dann lese ich und stelle es im besten Falle auch hier vor.
      Liebe Grüsse von
      Jens

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      • Die erste Antwort kann ich ja noch verstehen, aber ich glaube nicht, dass dein Beruf von dir verlangt so viele Kinderbücher zu lesen?

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      • Er verlangt es nicht, aber er führt in Versuchung – lesen kann ich das alles eh nur in meiner Freizeit. Und es ist ja kein Muss – es macht mir ja auch Spaß, wenn es denn ein sprachlich schönes Buch mit einer schönen Geschichte ist … 😉

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      • Jaha, Jarg kommt aus dem Alt-Südmoldakryptischen und bedeutet „Der auf dem Bären reitet“. Moderne Forschungen deuten aber auch darauf hin, dass es bis vor 250 Jahren, wenn es stark auf dem J betont wurde, auch für „Eimer“ stehen konnte. Diese Doppelbedeutung hat mich so fasziniert, dass ich 2010 nach meiner Rückkehr aus der Hauptstadt von Moldakrypton, Gfffzupp, mir den Namen Jarg für meinen Blog und dessen Hauptautor aussuchte.

        Nee, Betriebsgeheimnis. Wird erst 2037 mit dem Ablaufen des Namenspatentes gelüftet … 😉

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      • Ja klar, das macht die südmoldaukryptische Verwandtschaft, von der ich erst kürzlich durch die unerwartete Erbschaft eines fadenscheinigen antiken Bärenfells erfahren habe 😉
        Liebe Grüsse von Jarg

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  3. Sehr schön erzählt, lieber Jarg, vielleicht solltest Du Deinen Kindern mal selber ein Buch schreiben. Das Buch selber scheint ja eine wirklich schöne Entdeckung zu sein und klingt ein bisschen nach britischem Humor. Allein der Name Snorgh klngt grossartig. Und wenn dann die Bilder alle so herrlich skurril sind, wie das Cover – man könnte Kinderbuchsammler werden, aber dann bekäme ich wahrscheinlich doch so langsam interne Probleme …
    Dank mal wieder und liebe Grüsse, Kai

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    • Lieber Kai,
      gern geschehen! Ja, allein der Name „Snorgh“ ist die Lektüre in der Originalsprache wert … das Buch vermag mit durchaus britischem Witz und schrägen Bildern zu überzeugen.
      Kinderbüchersammeln wäre tatsächlich eine schöne Sache, vor allem besondere Bilderbücher. Aber mir geht es da wie Dir: der Platz für unsere Hausbilbliothek ist streng limitiert und es gilt – wie bei allen unseren Dingen – kommt etwas Neues, dann geht zwingend etwas Altes.
      Sonnige Grüsse aus dem brütend heißen Norden von
      Jarg

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