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Die Mathematik der Anna Depenbusch / Anna Depenbusch

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Eigentlich sollte das eine ganz intime Platte werden: Anna Depenbusch mit Klavier. Sonst nichts. Was daraus geworden ist, ist schwer auf eine Formel zu bringen: aber da ist jetzt ein ganzes Orchester dabei und ein Haufen extravaganter Instrumente und Geräusche. Aber es irrt, wer hier einen wilden Stilmix ohne roten Faden erwartet: „Die Mathematik der Anna Depenbusch“ überzeugt vor allem durch die hohe Qualität der selbst komponierten, getexteten, arrangierten und auch noch eigenständig produzierten Songs.
Mutig wechselt Depenbusch die Stile vom Bigband-Sound über Einflüsse aus Country, Discopop, Chanson, Zirkus und Variete, von der Ballade bis zum Streichquartett und setzt auch schon mal rhythmisches Messerwetzen oder eine Mundharmonika als Soundelement ein. So klingt der Orchestersound zum wunderbaren „Madame Cliquot“ fast wie eine Reminiszenz an Bert Kaempfert, während sie in „Wenn Du nach Hause kommst“ musikalisch und inhaltlich bis zum augenzwinkernden Songschluss den ewigen Blues beschwört und sich in „Tanz mir mir“ in eine wilde Polka hineinsteigert. Wunderbar auch „Ebbe und Flut, dessen sanfte, optimistisch gefärbte Melancholie gekonnt von Streichern betont wird, oder der ironisch walzernde Liebesreigen „Tim liebt Tina“.
Fazit: Ein wundervolles Album, melancholisch und lebensfroh zugleich, ironisch zuweilen, mit sprachlich schönen Songs, jeder für sich eine kleine Erzählung aus dem bunten Kaleidoskop des Lebens, gefühlvoll, kraftvoll. Eine Musik, der man gerne lauscht, sich gern ganz anvertraut. Ganz sicher eines der schönsten Alben des noch jungen Jahres!
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2 Kommentare zu “Die Mathematik der Anna Depenbusch / Anna Depenbusch

  1. „Ganz sicher eines der schönsten Alben des noch jungen Jahres!“ –> Schön gesagt! Im September letzten Jahres ist von der Mathematik auch noch eine Schwarz-Weiß-Version herausgekommen. Diese besteht wirklich nur aus Anna und dem Klavier, sonst gar nichts. Es lohnt sich, da hineinzuhören – die Lieder klingen in schwarz-weißem Gewand völlig anders. Neben eigentlich allen Liedern der Mathematik ist als Highlight auch noch „Heimat“ von ihrem ersten Album „Ins Gesicht“ vertreten,genau wie einige Instrumentalstücke und ihre Version von Billy Joels „She’s always a woman“.
    Infos auf ihrer Homepage, bei Facebook etcpp.

    P.S.: Der letzte Satz des Blogeintrages vor dem Fazit ist wohl irgendwie nicht fertig geworden… 🙂

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