Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten : [Wayfarer 1] / Becky Chambers

Ashby war ein toleranter Mensch, aber wer Port Coriol nicht mochte, sank ein wenig in seiner Achtung. [..] Endlos lange Straßen mit offenen Ladenfronten, die von Klamotten, Tand und allerlei Ramsch überquollen. [..] Kalte unterirdische, mit Bots und Elektronikchips vollgestopfte Bunker, in denen sich rund um die Uhr euphorische Techs und Modder mit allen nur vorstellbaren Implantaten drängten. [..] Eine Menagerie aus Geschöpfen, die sich in einer schwindelerregenden Vielfalt von Sprachen unterhielten, Hände schüttelten, Pfoten packten und über Tentakel strichen. [S.132 ]

Science-Fiction hat ja eine durchaus große Bandbreite: das reicht von mit techniklastigen, einfach gestrickten Action-Abenteuern über anspruchsvolle wissenschaftsdurchsetzte Raumfahrtgeschichten, den literarisch imaginierten Kontakt mit fremden Zivilisationen bis hin zu literarischen Adaptation möglicher Entwicklungen in Technik und Gesellschaft oder dem leeren, gleichgültigen All als dunkler Spiegel für das Menschsein an sich. Die weniger lesenswerten Geschichten setzen dabei auf Raumfahrt, Zukunftstechnik, exotische Wesen und viel Krawumm als beliebige Kulisse seichter Geschichten. Andere nutzen das Genre und vermögen es, mittels einer spannenden Geschichte anregende Reflexionen über die Zukunft und das Menschsein, das Leben an sich in Szene zu fassen. Ausschliesslich letztgenannte Variante interessiert mich und findet immer mal wieder in Form ungewöhnlicher Geschichten auf meine Leseliste.

Die Geschichte spielt in einer fernen Zukunft, in der Menschen längst die verwüstete Erde verlassen haben und sich zusammen mit anderen galaktischen Spezies um ein halbwegs friedliches Miteinander bemühen. Rosemary Harper hat mit einer gefälschten Identität auf einem billigen Kapseltransport aus zunächst Weiterlesen

Kekse im Kosmos / Philip Reeve ; Sarah McIntyre

Für die 10jährige Astra ändert sich alles, als ihre Eltern ihr eröffnen, dass sie zum 199 Lichtjahre von der Erde entfernten Planeten Nova Muni umziehen werden. Zum Glück werden alle Reisenden in Tiefschlaf versetzt für die lange Reise – und Astra hat keine Langeweile zu befürchten. Doch dann wacht sie plötzlich mitten im Flug auf. Mit ihrem Roboterhund Pillpall streift sie durch die Gänge des Schiffes. Was zunächst wie eine nervige Weiterlesen

Der Marsianer : Roman / Andy Weir

Der Biologe und Ingenieur Mark Watney gehört zur sechsköpfigen Crew von Ares 3, der dritten, akribisch und aufwändig vorbereiteten bemannten Mission zum Mars. Am sechsten Tag nach der Landung wird die Crew durch einen außergewöhnlich schweren Sandsturm gezwungen, überstürzt das Basislager zu verlassen, die Mission abzubrechen und mit dem Marsrückkehrmodul und dem in der Umlaufbahn befindlichen Raumschiff Hermes den Rückflug zur Erde anzutreten. Auf dem Weg zum Rückkehrmodul wird Watney verletzt und von den anderen getrennt: im Glauben, er sei tot, fliegt die Crew zurück zur Erde.

Mark Watney überlebt jedoch. Ihm gelingt es, sich zurück in die Basis zu retten. Nüchtern zieht er Bilanz und stellt fest, dass er keinen Kontakt zur Erde bekommen kann und für maximal dreihundert Tage Lebensmittel hat – die nächste Mars-Mission Ares 4 aber erst in vier Jahren erwartet wird. Sein Überlebenswille ist so stark, dass Watney einen Weg findet, die ihm zur Verfügung stehende Lebensspanne mithilfe Weiterlesen